Diplomatie

Eisenkot führt mit 67 Empfehlungen vor Netanjahus 46 bei Herzogs Konsultationen

Israels Präsident Isaac Herzog wird am Sonntag, 8. November, den Abgeordneten benennen, den er mit der Regierungsbildung beauftragt. Gadi Eisenkot kommt auf 67 Empfehlungen, Benjamin Netanjahu auf 46; die arabischen Parteien haben den Oppositionsführer unterstützt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von newsORF.at, Aktuálně.cz, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: יהב טרודלר (Yahav Studio‬‏), CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 5.11.Vereinigte Liste kündigt Unterstützung für Eisenkot an
  2. 8.11.Herzog will bekannt geben, wen er mit der Regierungsbildung beauftragt
  3. 11.11.Frist für Herzog, den Kandidaten zu benennen

Konsultationen deuten auf Eisenkot

Israels Präsident Isaac Herzog hat zwei Tage Konsultationen mit den am 27. Oktober gewählten Parteien abgeschlossen. 67 Mitglieder der Knesset empfahlen Gadi Eisenkot, den früheren Generalstabschef und Chef des Oppositionsbündnisses, für die Bildung der nächsten Regierung. Benjamin Netanjahu erhielt 46 Empfehlungen. Sieben Abgeordnete von Vereinigtes Thora-Judentum, dem ultraorthodoxen Bündnis, das Netanjahu jahrzehntelang unterstützt hat, enthielten sich. Damit erreichte keiner der beiden die 61 Sitze, die für eine Mehrheit in der 120 Sitze zählenden Kammer nötig sind. Herzog sagte, die Konsultationen hätten ein klares Ergebnis erbracht, doch das Gesetz verpflichte ihn zu prüfen, ob tatsächlich eine Regierung gebildet werden könne – eine Frage, die er als alles andere als geklärt bezeichnete, da sich die Blöcke gegenseitig ausschließen. Vor der Bekanntgabe seiner Wahl am Sonntag, 8. November, plant er weitere direkte Gespräche mit Parteiführern.

Empfehlungen für die Bildung der nächsten RegierungEmpfehlungen
Gadi Eisenkot
67 Empfehlungen
Benjamin Netanjahu
46 Empfehlungen

Daten aus dem Artikeltext

Arabische Parteien geben den Ausschlag

Die arabischen Parteien, die zusammen eine Rekordzahl von 19 Sitzen gewonnen haben, haben Eisenkot unterstützt. Ra'am mit acht Sitzen empfahl ihn als erste, und am Donnerstag kündigte die Vereinigte Liste mit elf Sitzen ihre Unterstützung an. Netanjahus Koalition fiel von 68 auf 53 Sitze, während Likud allein 27 gewann. Die Wahlbeteiligung unter arabischen Israelis, die etwa 20 % der Bevölkerung ausmachen, hat sich auf rund 80 % mehr als verdoppelt. Der Vorsitzende der Vereinigten Liste, Yousef Jabareen, deutete die Entscheidung als Absage an die amtierende Regierung und nicht als Zustimmung zu Eisenkot.

„Wir wählen nicht zwischen gut und besser, sondern zwischen dem, was wir für schlecht halten, und dem, was noch schlechter ist“

Yousef Jabareen, Vorsitzender

Eisenkot hat Bedingungen für eine Koalition mit arabischen Parteien genannt: Sie müssen Israel als jüdischen Staat anerkennen, den verpflichtenden zivilen oder militärischen Nationaldienst akzeptieren und die Hamas als Terrororganisation verurteilen. Ahmed Tibi sagte, seine Gruppierung unterstütze Eisenkot, um die derzeitige Regierung zu beenden, nicht aus politischer Nähe, und sie strebe keine Ministerposten an. Ra'am hat erklärt, einer von Eisenkot geführten Regierung beitreten zu wollen, während die Vereinigte Liste angedeutet hat, eine solche Regierung von außen zu unterstützen.

Sitze der Blöcke nach der Wahl vom 27. OktoberSitze
Von Netanjahu geführtes Bündnis
53 Sitze
Eisenkots Wechsel-Block
48 Sitze
Arabische Parteien
19 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Netanjahu und der US-Faktor

Netanjahu hat sich lange als Garant enger Beziehungen zu Washington präsentiert, doch die Niederlage von Donald Trumps Republikanischer Partei bei den US-Zwischenwahlen hat dieses Argument geschwächt. Trump hatte Netanjahu vor der israelischen Wahl unterstützt, und erste Analysen der republikanischen Verluste konzentrieren sich teils auf den Krieg mit Iran und auf das Verhältnis zu Israel – Punkte, die Vizepräsident JD Vance hervorhob. Yair Lapid, ein früherer Ministerpräsident, dessen Partei zum Lager gehört, das Netanjahu ablösen will, argumentierte in einem Beitrag in sozialen Medien, die US-Wähler hätten sich vor allem gegen Netanjahu ausgesprochen. Avigdor Lieberman schrieb, der Preis für Trumps Unterstützung betrage 3,8 Mrd. Dollar pro Jahr, und griff damit einen Verdacht vieler Israelis auf, das angekündigte Ende der US-Militärhilfe sei gegen die Wahlempfehlung eingetauscht worden.

Wie es weitergeht

Nach gängiger Praxis geht der Auftrag in der Regel an den Kandidaten mit den meisten Empfehlungen, wobei Herzog das letzte Wort hat. Der Auftrag gilt 28 Tage, mit der Option einer zweiwöchigen Verlängerung; scheitert er, kann Herzog ihn an jemand anderen übergeben. Netanjahu bleibt Ministerpräsident, bis eine neue Regierung ihr Amt antritt. Herzog muss seinen Kandidaten bis zum 11. November benennen, und laut Guardian hat er alle Parteien aufgerufen, dazu beizutragen, eine neue Wahl zu vermeiden.

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Quellen und Kontext

Orte
Israel

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