Verkehr · Münster, Oberhausen und Mönchengladbach

Münster führt ADAC-Mobilitätsranking an, Oberhausen Schlusslicht unter 29 Städten

Die Bewohner von Münster sind laut ADAC-Monitor am zufriedensten mit der Mobilität in ihrer Stadt, Oberhausen liegt auf dem letzten Platz. Den größten Sprung machte Mönchengladbach: von Rang 29 auf 18.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, Der Tagesspiegel, RP Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Münster, Oberhausen, Mönchengladbach, Kiel · Deutschland

Münster vorn, Oberhausen hinten

Der ADAC-Monitor „Mobil in der Stadt“ hat Anwohner, Pendler und Besucher gefragt, wie zufrieden sie mit der Mobilität in 29 mittelgroßen deutschen Städten sind. Münster belegte bundesweit den ersten Platz – wie bereits 2021 – mit einem Indexwert von 32 Punkten. Oberhausen kam auf den letzten Platz und ist die Stadt, in der die Bewohner am wenigsten mit ihrer Mobilität zufrieden sind. Der Index reicht von -100 bis +100, die Umfrage stützt sich auf mehr als 11.600 Befragte. ADAC-Verkehrspräsident Peter König sagte, ein Spitzenplatz erfordere Stärke in mehreren Bereichen zugleich.

„Gute Mobilität entsteht durch integrierte Planung, die alle Verkehrsmittel gleichberechtigt berücksichtigt.“

Peter König, Verkehrspräsident des ADAC

Gewinne, Verluste und die bundesweite Lage

Den größten Sprung bundesweit machte Mönchengladbach, das von Rang 29 auf 18 kletterte. Kiel stieg vom elften Platz des Jahres 2021 auf Rang vier, Braunschweig belegte Platz fünf und lag bei Beinfreiheit und Sitzplatzangebot in Bussen vorn. Potsdam erreichte Rang sechs – sechs Plätze besser als 2021 – und belegte beim Fußverkehr den zweiten Platz. Nur vier der 29 Städte verbesserten ihre Gesamtbewertung, und Kiel gehört dazu. Anderswo fielen die Verluste deutlicher aus: Magdeburg rutschte vom fünften Platz des Jahres 2021 auf Rang 19 ab, Halle von Rang neun auf 16.

Der Gesamtindex Magdeburgs sank von 30 auf 11 Punkte, der Halles von 25 auf 14, doch haben beide Städte weiterhin mehr zufriedene als unzufriedene Verkehrsteilnehmer.

Gesamtmobilitätsindex in Magdeburg und Halle, 2021 vs. 2026Indexpunkte
Magdeburg 2021
30 Indexpunkte
Magdeburg 2026
11 Indexpunkte
Halle 2021
25 Indexpunkte
Halle 2026
14 Indexpunkte

Daten aus dem Artikeltext

Lübeck belegte Rang 20, und 61 Prozent der dortigen Befragten waren mit Baustellen unzufrieden, nur 5 Prozent waren zufrieden. Die Zufriedenheit mit dem öffentlichen Nahverkehr stieg dort deutlich. Über alle untersuchten Städte hinweg sank die allgemeine Zufriedenheit mit der Mobilität.

Autofahrer sind die unzufriedenste Gruppe

Autofahrer bilden laut ADAC bundesweit die unzufriedenste Gruppe im Straßenverkehr und zeigten sich in jeder untersuchten Stadt besonders frustriert. In Magdeburg und Halle liegt der Auto-Index bei minus 15, gegenüber einem Bundesdurchschnitt von minus 9. Der ADAC-Verkehrsexperte Nils Horschick sagte, die Magdeburger seien besonders über baustellenbedingte Sperrungen verärgert. Zwei marode Brücken am Magdeburger Ring wurden 2025 abgerissen, der Verkehr wird derzeit teilweise über Behelfsbrücken geführt. In Halle seien die Autofahrer vor allem mit dem Zustand von Straßen und Brücken unzufrieden, ergänzte Horschick. In den zehn NRW-Städten zählen vor allem das Baustellenmanagement, Parkgebühren sowie das aggressive und rücksichtslose Verhalten von E-Scooter-Fahrern zu den Hauptkritikpunkten.

NRW und Potsdam: Infrastruktur und Finanzierung

Von den zehn NRW-Städten erreichte nur Münster die Top Ten. Gelsenkirchen (22.), Aachen (23.), Wuppertal (24.) und Bonn (25.) landeten im unteren Drittel, Krefeld (27.) und Oberhausen (29.) bildeten die Schlusslichter des Landes. Fußgänger und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs sind in NRW die zufriedensten Gruppen. In acht der zehn NRW-Städte wuchs die Unzufriedenheit gegenüber der Umfrage von 2021, in Oberhausen überwiegt sie inzwischen die Zufriedenheit.

ADAC-Ranking 2026 der NRW-StädteRang
Münster
1 Rang
Bielefeld
11 Rang
Bochum
14 Rang
Mönchengladbach
18 Rang
Gelsenkirchen
22 Rang
Aachen
23 Rang
Wuppertal
24 Rang
Bonn
25 Rang
Krefeld
27 Rang
Oberhausen
29 Rang

Daten aus dem Artikeltext

Münsters Baudezernent Robin Denstorff sagte, die Stadt habe für verschiedene Bereiche maßgeschneiderte Lösungen verfolgt, mehr Elektrobusse beschafft und viele Haltestellen mit Echtzeitinformationen ausgestattet.

„Bessere Information führt zu höherer Zufriedenheit.“

Robin Denstorff

Oberbürgermeister Felix Heinrichs (SPD) führte die verbesserte Platzierung Mönchengladbachs auf Investitionen in die Verkehrswende zurück. Die Stadt plane bis 2030 eine Elektrobusflotte, viele Haltestellen seien barrierefrei umgebaut worden.

„Doch es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Felix Heinrichs

Der ADAC nennt den Ersatz der Langen Brücke und eine Straßenbahnlinie nach Krampnitz als Beispiele für große Infrastrukturprojekte in Potsdam und warnt, die anhaltende Haushaltssperre könne es erschweren, Infrastrukturdefizite rechtzeitig zu beheben. Potsdam belegt Rang zehn beim Auto, Rang sieben beim Radverkehr und Rang fünf beim Nahverkehr. Die Zufriedenheit mit der Zuverlässigkeit von Bussen und Bahnen sank in den vergangenen fünf Jahren spürbar.

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