Ehemalige PP-Ratsfrau in Móstoles sagt vor Richter: Bürgermeister machte drei sexuelle Annäherungsversuche und schikanierte sie nach Ablehnung am Arbeitsplatz
Ana Isabel Mate schilderte am Montag vor einem Madrider Gericht drei Annäherungsversuche von Manuel Bautista und sagte, ihre Ablehnung habe Arbeitsplatzschikane ausgelöst und die PP habe sie trotz wiederholter interner Warnungen nicht geschützt.
Aussage vor Gericht
Die ehemalige PP-Ratsfrau in Móstoles, Ana Isabel Mate, verbrachte am Montag etwa drei Stunden vor einem Richter, um eine Strafanzeige zu bestätigen, die Bürgermeister Manuel Bautista der sexuellen und arbeitsplatzbezogenen Belästigung beschuldigt. Mate sagte vor der Abteilung für Gewalt gegen Frauen des örtlichen Gerichts, dass Bautista innerhalb kurzer Zeit drei sexuelle Annäherungsversuche unternommen habe, jeweils in einem Auto. Ihr Anwalt Antonio Suárez-Valdés erklärte, der erste Vorstoß sei abgelehnt worden, weil Mate dachte, es könnte ein Missverständnis sein; der zweite sei „viel entschiedener“ zurückgewiesen worden, und den dritten beschrieb sie als „absolute und totale“ Ablehnung, indem sie ihm sagte, sie fühle sich in keiner Weise zu ihm hingezogen und die Angebote müssten aufhören.
Eine Aussage, die absolut glaubwürdig, kohärent und sehr angemessen ist.
Von Annäherungsversuchen zu angeblicher Arbeitsplatzschikane
Nach der dritten Ablehnung, so Mate, habe der Bürgermeister einen Prozess der Arbeitsplatzschikane eingeleitet. Sie behauptet, es seien falsche Gerüchte über eine affektiv-sexuelle Beziehung verbreitet worden, ihre Aufgaben seien behindert worden, und ein feindseliges Umfeld habe die normale Arbeit unmöglich gemacht. Die Anzeige, die sie am 16. Februar 2026 einreichte, listet sechs Straftaten auf: sexuelle Belästigung, Mobbing am Arbeitsplatz, Körperverletzung, Nötigung, Angriff auf die moralische Integrität und Geheimnisverrat.
- Manuel Bautista holt Ana Isabel Mate in die PP-Wahlliste für Móstoles.
- Mate verlässt ihren Ratsitz und die Partei, nachdem interne Beschwerden unbeantwortet blieben.
- Mate reicht eine Strafanzeige mit sechs Anklagepunkten gegen Bautista und die PP ein.
- Staatsanwaltschaft beantragt, der Untersuchung „verfahrensmäßigen Schwung“ zu verleihen.
- Mate bestätigt ihre Anzeige in einer dreistündigen Anhörung vor dem Gericht für Gewalt gegen Frauen.
Untätigkeit der Partei
Mate sagte aus, sie habe die Partido Popular mehrfach über die Situation informiert, aber „nicht die geringste Aufmerksamkeit“ sei ihr geschenkt worden. Sie fühlte sich von den Gesprächspartnern, die von der Madrider Regionalregierung unter Isabel Díaz Ayuso benannt wurden, unter Druck gesetzt, und ihr Antrag auf Aktivierung eines Protokolls gegen sexuelle und arbeitsplatzbezogene Belästigung blieb unbeantwortet. Der interne Rechte- und Garantieausschuss der Partei unter der Leitung des Bundesvorsitzenden Alberto Núñez Feijóo stellte den Fall schließlich ein, ohne sie zu befragen oder die von ihr vorgeschlagenen Zeugen zu laden. Ayuso empfing den Bürgermeister persönlich nur wenige Tage, nachdem sie von den Vorwürfen erfahren hatte, während Mate nie ein Treffen mit ihr erreichte.
Sie sprach darüber, wie sie sich von ihren Gesprächspartnern unter Druck gesetzt fühlte.
Reaktion des Bürgermeisters
Manuel Bautista hat alle Anschuldigungen bestritten und den Fall als „politische und mediale Hexenjagd“ bezeichnet. In früheren Äußerungen verglich er die Behandlung mit Entmenschlichungskampagnen im „alten Deutschland“. Am Montag, während Mate aussagte, nahm Bautista an einer Schweigeminute für die Opfer eines doppelten Erdbebens in Venezuela teil und mied Journalisten. Sein Anwaltsteam hat die Einstellung des Verfahrens beantragt.
Nächste Schritte
Die Madrider Staatsanwaltschaft hatte bereits im März gefordert, der Untersuchung „verfahrensmäßigen Schwung“ zu verleihen, und die Aussage vom Montag ist ein bedeutender Schritt in einem Fall, der weiterhin politische Spannungen innerhalb der Madrider PP erzeugt. Mate verließ ihren Ratsitz und die Partei im Jahr 2024, nachdem sie 2022 von Bautista als seine Nummer zwei für den Kommunalwahlkampf angeworben worden war.

