Lokal · Lissabon

Lissabons Bürgermeister Carlos Moedas unterbricht Ratssitzung wegen Reinigungskosten am Rossio

Lissabons Bürgermeister Carlos Moedas hat am Mittwoch, 4. November, eine Ratssitzung verlassen, nachdem Stadträte die Reinigungskosten des Protestcamps auf dem Rossio-Platz infrage gestellt hatten. Die Sitzung wurde ohne ihn fortgesetzt, und eine Mehrheit lehnte einen Einspruch der Opposition ab.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Jornal Expresso, PÚBLICO, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: © European Union, 2026, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 2.11.Gericht stellt fest, dass die Angabe von 100.000 Euro Reinigungskosten nicht erwiesen ist
  2. 4.11.Ratssitzung beginnt im Paços do Concelho
  3. Vor der TagesordnungBürgermeister unterbricht die Sitzung, nachdem er zu den Kosten befragt wurde
  4. 4.11.Sitzung wird ohne den Bürgermeister fortgesetzt, der Einspruch der Opposition wird abgelehnt

Was geschah

Lissabons Bürgermeister Carlos Moedas (PSD) unterbrach am Mittwoch, 4. November, eine Sitzung des Stadtrats, nachdem Stadträte ihn zu den Kosten der Reinigung des Rossio-Platzes befragt hatten. Laut Bloco de Esquerda hatte die Sitzung um 09:30 Uhr im Paços do Concelho begonnen, und Moedas unterbrach sie, bevor die Tagesordnung erreicht war. Die Oppositionsstadträte Ricardo Moreira (Bloco de Esquerda) und Pedro Anastácio (Sozialistische Partei) erklärten, sie glaubten den von ihm vorgelegten Zahlen nicht, und verlangten Daten. Moedas verließ daraufhin den Saal, und Vizebürgermeister Gonçalo Reis übernahm die Sitzungsleitung. Der Stadtrat bestätigte die Unterbrechung in einer Erklärung gegenüber PÚBLICO und nannte als Grund:

„Der Bürgermeister hat die Ratssitzung wegen des unangemessenen Verhaltens eines Oppositionsstadtrats unterbrochen.“

Stadtrat von Lissabon

Die Sitzung wurde gegen 11:30 Uhr ohne den Bürgermeister fortgesetzt. Die Opposition hatte einen Einspruch eingelegt mit dem Argument, die Unterbrechung verstoße gegen die Regeln des Rats. Die Mehrheit aus PSD, CDS-PP und IL stimmte dagegen, die übrigen Stadträte stimmten dafür, sodass der Einspruch abgelehnt wurde.

Die Zahlen zu den Reinigungskosten

In seinem wöchentlichen Beitrag auf dem Sender Now TV hatte Moedas die Kosten für die Reinigung der Statue von Dom Pedro IV mit etwa 100.000 Euro angegeben. Er sagte, die über zwei oder drei Tage benötigten Reinigungstrupps hätten den Stadtrat diese Summe gekostet:

„Ich möchte den Lissabonnerinnen und Lissabonnern sagen, dass es den Stadtrat 100.000 Euro gekostet hat.“

Carlos Moedas, Lissabons Bürgermeister

Diário de Notícias berichtete, Moedas habe zuvor eine Zahl von 130.000 Euro genannt und sie in der Sitzung auf 150.000 Euro nach oben korrigiert – der Betrag, den die Opposition anführte. Der Stadtrat erklärte gegenüber dem Portal Polígrafo, die Zahl umfasse die vollständige Reinigung der Praça D. Pedro IV und der Umgebung, eine vier Tage dauernde Aktion zu 25.000 Euro pro Tag, einschließlich Personal, Fahrzeugen und Ausrüstung. Pedro Anastácio reagierte in einer Erklärung gegenüber Lusa:

„Carlos Moedas kann die Kosten für die Reinigung der Graffiti auf der Statue nicht erklären.“

Pedro Anastácio, Stadtrat
Kostenzahlen zur Reinigung der Statue und des Platzes am RossioEuro
Moedas bei Now TV (wöchentlicher Beitrag)
100000 Euro
Ausgaben der Stadtverwaltung bis 20. Oktober 2026 (dem Gericht mitgeteilt)
101866.7 Euro
In der Sitzung genannte Kosten (laut Opposition)
150000 Euro

Daten aus dem Artikeltext

Gerichtsurteil

Das Verwaltungsgericht Lissabon entschied am Montag, 2. November, in einem Verfahren, das ein Demonstrant gegen das Ministerium für innere Verwaltung und die Stadtverwaltung angestrengt hatte. Das Gericht führte als nicht erwiesene Tatsache auf, dass etwa 100.000 Euro für die Reinigung der Statue ausgegeben worden seien. Es stellte fest, dass die Stadtverwaltung selbst dem Gericht mitgeteilt hatte, bis zum 20. Oktober 2026 101.866,70 Euro für die Graffiti-Reinigung an der Statue ausgegeben zu haben. Als erwiesen hielt das Gericht fest, dass die Statue beschädigt und mutwillig verunstaltet wurde, unter anderem durch aufgemalte beleidigende Parolen und anarchistische Symbole sowie durch Gegenstände, die auf den allegorischen Figuren am Sockel abgelegt wurden.

Forderung der Sozialisten und Antwort des Stadtrats

Der Stadtabgeordnete Hugo Gaspar von der Sozialistischen Partei sagte, die Partei werde eine dringliche Anfrage zum Reinigungsvertrag an den Stadtrat richten. Er argumentierte, die Reinigung der Statue habe vor zwei Jahren 2.300 Euro gekostet, nun liege der Betrag beim 50-Fachen. Rodrigo Mello Gonçalves von der Liberal Initiative sagte gegenüber Lusa, die Mitglieder der Stadtversammlung dürften die Verträge mit den Graffiti-Reinigungsfirmen bereits haben, da sie in der vorigen Wahlperiode beschlossen worden seien.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Lissabon · Portugal

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