Kurz gefasst
Am Freitag, 23. Oktober, nannte Kyriakos Mitsotakis in Vrilissia eine absolute Mehrheit einer Partei mit Blick auf die nächsten Wahlen einen politischen Einbahnweg für das Land.
Die Oppositionsparteien stimmten am Donnerstag, 22. Oktober, nicht über das Gesetz ab; laut Skai nahm Mitsotakis in seiner Kritik insbesondere PASOK ins Visier.
Mitsotakis sagte, er werde niemals zulassen, dass die Regierung in einer verlängerten Vorwahlzeit Geld verteile, das sie nicht habe, und stellte Griechenland den Sparhaushalten anderer Länder gegenüber.
Mitsotakis verwies auf ein Buch des früheren Premierministers Alexis Tsipras und fragte, ob das 2019 übergebene Griechenland jenes mit 18 Prozent Arbeitslosigkeit gewesen sei.

Die absolute Mehrheit als Wahlkampfargument
Kyriakos Mitsotakis sprach am Nachmittag des Freitag, 23. Oktober, in Vrilissia auf dem Analipseos-Platz zu Anwohnern und nutzte den Auftritt, um für eine absolute Mehrheit einer Partei bei den nächsten Wahlen zu werben. Er verwies auf Projekte, die in Vrilissia, in Attika und im ganzen Land bereits angestoßen worden seien, und sagte, das Beste komme noch. Das internationale Umfeld sei zunehmend kompliziert, Griechenland bewege sich von einer Krise zur nächsten, und eine Regierung, die das Steuer fest in der Hand halte, wiege dabei besonders schwer. Müsse man mit kleineren Parteien über jede Kleinigkeit verhandeln, werde das Regieren erheblich schwieriger, argumentierte er, und präsentierte Nea Dimokratia als die einzige Partei mit einem klaren Plan für die Zukunft.
„Bei den nächsten Wahlen ist eine absolute Mehrheit einer Partei ein politischer Einbahnweg. Nicht für die Partei, sondern für das Land.“
Angriffe auf die Opposition wegen des Gesetzes zu Minderjährigen
Mitsotakis kritisierte die Oppositionsparteien dafür, am Donnerstag, 22. Oktober, nicht über ein Gesetz abgestimmt zu haben. Einige Berichte beschreiben die Vorlage als Gesetz zur psychischen Gesundheit von Kindern, andere als Maßnahme zur Einschränkung des Social-Media-Zugangs von Minderjährigen, wobei ein Bericht von einem Verbot für unter 15-Jährige spricht. Skai berichtete, seine Kritik habe sich besonders scharf gegen PASOK gerichtet. Er sagte, die Regierung habe Eltern und Familien zugehört und wolle etwas Selbstverständliches gesetzlich regeln, nämlich dass große Online-Plattformen nicht auf Kosten von Kindern Gewinne machen dürften. Die Animosität gegen ihn habe einen nationalen Konsens in dieser Frage verhindert, und eine absolute Mehrheit einer Partei sei der einzige Weg nach vorn, schloss er.
Lebenshaltungskosten und der Haushalt vor der Wahl
Er räumte ein, dass die hohen Preise die griechischen Haushalte weiter belasten, und versprach, die Regierung werde die Gesellschaft weiter unterstützen, insbesondere die Bedürftigsten. Im selben Zusammenhang betonte er die fiskalische Verantwortung. Er stellte Griechenland anderen Ländern gegenüber, in denen Haushalte seiner Darstellung nach auf Sparpolitik gebaut seien, mit gekürzten Leistungen und höheren Steuern, während Griechenland über Maßnahmen sprechen könne, die es sich leisten könne. Zudem kritisierte er den wirtschaftspolitischen Kurs von SYRIZA während deren Regierungszeit. Skai berichtete, er habe von einem Plan für Griechenland im Jahr 2030 gesprochen, der die angesammelten Gewinne in eine Dividende für jeden Griechen verwandeln solle, sowie von einem Sparkonto, einem „Sparschwein“, das für jedes Kind mit einem staatlichen Beitrag eingerichtet werden solle. Zur Ausgabenfrage äußerte er sich unmissverständlich:
„Ich werde niemals zulassen, dass wir uns in der Versuchung einer verlängerten Vorwahlzeit dazu hinreißen lassen, Geld zu verteilen, das wir nicht haben.“
Sicherheit, 2012 und 2015 und das Buch von Tsipras
Er sagte, die erste Pflicht jeder Regierung sei es, das Land sicher zu halten, und erklärte, Griechenland sei heute sicher, mit starken Streitkräften und einer Außenpolitik, die das Ansehen des Landes gestärkt habe. Er verknüpfte den Einsatz bei dieser Wahl mit der Sicherheit und den Herausforderungen im östlichen Mittelmeer. Mit Blick auf Proteste und Unruhen in anderen europäischen Hauptstädten, darunter Frankreich, sagte er, Schüler und Lehrer hätten in Griechenland friedlich demonstriert, ohne dass es zu einer Rückkehr zu den Bildern von 2012 und 2015 gekommen sei:
„Wir sind nicht zu den Bildern von 2012 und 2015 zurückgekehrt, und wir werden niemals dorthin zurückkehren.“
Er nahm sich auch ein Buch des früheren Premierministers Alexis Tsipras vor, in dem dieser darlegte, wie gut das Griechenland gewesen sei, das 2019 übergeben wurde. Mitsotakis entgegnete mit der Frage, welches Griechenland denn übergeben worden sei – eines mit 18 Prozent Arbeitslosigkeit und Inseln, die von Migranten überrannt würden.