Diplomatie · Madrid und Buenos Aires

Milei setzt Sozialismus mit Faschismus gleich und begrüßt Sánchez kühl

Am 5. November 2026 sagte der argentinische Präsident Javier Milei beim Iberoamerika-Gipfel in Madrid, der Sozialismus sei in der Politik faschistisch, und tauschte anschließend einen kurzen, frostigen Gruß mit Pedro Sánchez aus. Am 4. November hatte er die Veranstaltungen des Königs gemieden und sich mit dem Vox-Vorsitzenden Santiago Abascal getroffen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, El Periódico, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Buenos Aires · Spanien, Argentinien
Wie es dazu kam
  1. 4. November, später AbendMilei trifft Santiago Abascal, laut La Vanguardia für 22.30 Uhr angesetzt
  2. 5. November, kurz nach 9 UhrKurzer Gruß mit Pedro Sánchez, König Felipe VI. zwischen ihnen
  3. 5. November, VormittagMilei hält seine Plenarrede, in der er den Sozialismus mit dem Faschismus gleichsetzt

Mileis Rede vor dem Plenum

Der argentinische Präsident Javier Milei nutzte einen Großteil seiner Ansprache vor dem Plenum des XXX. Iberoamerika-Gipfels in Madrid am 5. November 2026 für Angriffe auf den Sozialismus. Er sagte den anwesenden Staats- und Regierungschefs, der Sozialismus sei in der Politik faschistisch und der Faschismus in der Wirtschaft sozialistisch – eine Formel, die er dem spanischen Schriftsteller Salvador de Madariaga zuschrieb. Milei argumentierte, beide Doktrinen konzentrierten die Kontrolle über individuelle Entscheidungen auf eine Minderheit, und nannte die Verstaatlichung von Unternehmen, die Regulierung der Wirtschaft, die Kontrolle der Medien und die Verbreitung von Propaganda als gemeinsame Merkmale. Er eröffnete die Rede mit Beileidsworten für die 69 Opfer des Zugunglücks von Toledo, zwei davon Argentinier. Milei begrüßte zudem die Welle rechter Regierungen in Chile, Kolumbien und Peru, die er als demokratische Rebellion gegen den Paternalismus bezeichnete.

„Beide Doktrinen konzentrieren in den Händen einer Minderheit die Kontrolle über individuelle Entscheidungen und machen die wirtschaftliche Abhängigkeit zu einem Instrument politischer Beherrschung.“

Javier Milei, Präsident Argentiniens

Ein kühler Gruß mit Pedro Sánchez

Milei und Ministerpräsident Pedro Sánchez tauschten kurz nach 9 Uhr am 5. November in der Galerie der Königlichen Sammlungen einen kurzen Gruß aus, König Felipe VI. stand zwischen ihnen. Laut La Vanguardia sollte dies der einzige Moment sein, den die beiden Regierungschefs während des Gipfels miteinander teilten. Das Zusammentreffen erfolgte zwei Wochen, nachdem Milei Sánchez am 21. Oktober bei einem Frühstücksgespräch als „impresentable dictador“ bezeichnet hatte. Die Beziehungen sind seit Jahren angespannt; im Mai 2024 rief Spanien seinen Botschafter aus Buenos Aires zurück, nachdem Milei Sánchez und dessen Frau Begoña Gómez bei einer Vox-Veranstaltung in Madrid angegriffen hatte. In seiner Rede nannte Milei Sánchez nicht namentlich; sie wurde gehalten, nachdem mehrere andere Regierungschefs gesprochen hatten.

Verpasste Zeremonien und ein Treffen mit Abascal

Milei landete am Nachmittag des 4. November in Madrid, nachdem er aus Buenos Aires abgeflogen war, doch er nahm weder an der Eröffnung des Gipfels im Teatro Real noch an dem Abendessen teil, das der König und die Königin an diesem Abend im Königspalast gaben. Von El País zitierte diplomatische Quellen erklärten, Mileis Büro habe um eine Privataudienz bei Felipe VI. gebeten, das Außenministerium habe den Antrag jedoch nicht bearbeitet, weil es ein Treffen mit dem Monarchen vor Sánchez für unangemessen hielt. La Vanguardia berichtete, der Flug habe fünfzehn Stunden gedauert. Später in der Nacht traf Milei Abascal; laut La Vanguardia war das Treffen für 22.30 Uhr angesetzt, und das argentinische Präsidialamt veröffentlichte ein Foto der beiden auf X. Abascal teilte den Beitrag und schrieb über die Begegnung.

„Heute Abend habe ich meinen Freund und Verbündeten Javier Milei getroffen, den Präsidenten der Argentinischen Republik, dem ich für seine Anwesenheit beim Iberoamerika-Gipfel gedankt habe.“

Santiago Abascal, Vorsitzender

Abascal hatte Milei beim Besuch des Argentiniers am 21. Oktober nicht getroffen; Vox bestritt, dass dies eine Distanzierung signalisiere. Das Treffen am 4. November folgte laut El País auf eine Kundgebung Abascals am selben Nachmittag in Cuenca. Die folgende Zeitleiste zeigt den Ablauf der Ereignisse vom Nachmittag des 4. November bis zur Rede vor dem Plenum am 5. November.

Der Hintergrund der spanischen Wahl

Spanien wählt am 29. November ein neues Parlament, und Milei hat die Spanier bereits aufgefordert, die Sozialisten von der Macht zu entfernen. Bei früheren Reisen nannte er Sánchez „dictador“, „corrupto“ und „ladrón“. El Mundo berichtete, Quellen in der argentinischen Regierung hätten erklärt, Milei mache mehr Wahlkampf als Abascal, Alberto Núñez Feijóo und Isabel Díaz Ayuso zusammen. Der Gipfel zog laut El Mundo auch Chiles Präsidenten José Antonio Kast an, während Brasiliens Lula da Silva und Mexikos Claudia Sheinbaum fehlten. Mileis Madrid-Besuch am 4. und 5. November war seine achte Reise nach Spanien; bei einem früheren Besuch im Oktober hatte er bereits Ayuso und den Vox-Generalsekretär Ignacio Garriga getroffen.

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