Klima · Bergen
Mikroplastik könnte die Farbe des Wassers im Great Pacific Garbage Patch verändern
Satellitendaten von 2002 bis 2022 zeigen, dass das Wasser im Great Pacific Garbage Patch zunehmend blauer und grüner wird als der umgebende Ozean. Forschende der Universität Bergen halten Mikroplastik für die Ursache, haben dies aber noch nicht bewiesen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, Stirile ProTV, H Kαθημερινή und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Satellitenbeobachtungen von 2002 bis 2022 zeigen nach Angaben des Teams der Universität Bergen einen deutlichen Anstieg des vom Fleck reflektierten blauen und grünen Lichts im Vergleich zum umgebenden Ozean.
Die Labormischungen und Simulationen von Dan Koestner ergaben, dass die Einbeziehung von Kunststoffen den beobachteten Blauton nach Angaben der Forschenden deutlich wahrscheinlicher machte.
Erstautorin Shea Cheatham sagte, das Team könne noch nicht beweisen, dass allein Mikroplastik die Farbveränderung verursacht, und Feldmessungen in dem Fleck seien weiterhin nötig.
Eine Studie von 2018 schätzte rund 79.000 Tonnen Kunststoff in dem Fleck; aufgegebenes Fischereigerät stellt einen großen Teil der Masse, mikroskopische Fragmente etwa 94 % des Mülls.
- 2002Beginn der vom Team ausgewerteten Satellitenaufzeichnung der Ozeanfarbe
- 2018Frühere Studie schätzt rund 79.000 Tonnen Kunststoff in dem Fleck
- 2022Ende der in der Studie ausgewerteten Satellitenaufzeichnung
- 5.11.Studie in Communications Earth & Environment veröffentlicht
Satellitendaten zeigen einen blaueren Fleck
Forschende der Universität Bergen in Norwegen berichten, dass Teile des Great Pacific Garbage Patch, der Ansammlungszone zwischen Kalifornien und Hawaii, über die vergangenen zwei Jahrzehnte zunehmend blauer und grüner geworden sind. Ihre am Donnerstag, 5. November, in der Fachzeitschrift Communications Earth & Environment veröffentlichte Studie untersuchte Satellitenaufzeichnungen der Ozeanfarbe aus den Jahren 2002 bis 2022. In diesem Zeitraum stellte das Team im Inneren des Flecks und im Wasser in seiner Umgebung einen deutlichen Anstieg der Helligkeit blauer und grüner Wellenlängen im Vergleich zum umgebenden Ozean fest. Die Veränderung ist aus dem Orbit messbar, und genau so hat das Team sie erfasst. Die Forschenden vermuten, dass der Wandel mit einer steigenden Konzentration von Mikroplastik im Wasser zusammenhängen könnte.
Wie das Team die Ursache prüfte
Die Forschenden untersuchten zunächst, wie Mikroplastik Licht im Meerwasser absorbiert und streut, und verglichen seine optischen Eigenschaften mit denen natürlicher Materialien wie Phytoplankton und Mineralien im Meerwasser. Dan Koestner, Forscher für Ozeanoptik und Mitautor, stellte im Labor Mischungen aus Kunststoffabfällen her und maß, wie sie sich unter Lichtquellen und Lasern verhielten. Die Labordaten flossen anschließend in Simulationen ein, mit denen geprüft wurde, ob eine Konzentration von Kunststoff eine Farbveränderung erzeugen kann, die stark genug ist, um von Satelliten registriert zu werden. Das Team modellierte zudem alternative Erklärungen, darunter Veränderungen in Menge oder Zusammensetzung des Phytoplanktons. Wurden Kunststoffe in die Simulationen einbezogen, stieg die Wahrscheinlichkeit für den charakteristischen Blauton aus den Satellitenbildern nach Angaben der Forschenden deutlich.
Ausmaß des Müllfelds
Eine Studie aus dem Jahr 2018 schätzte rund 79.000 Tonnen Kunststoff in dem Fleck, und ein großer Teil dieser Masse besteht aus aufgegebenem Fischereigerät. Mikroskopisch kleine Fragmente machen etwa 94 % des Mülls aus, obwohl sie nur rund 8 % seines Gesamtgewichts stellen. Da der Müll über die Fläche verteilt ist und keine einzelne schwimmende Masse bildet, lässt er sich auf Satellitenbildern nicht als ein Objekt ausmachen. Die Schätzungen zur Größe des Flecks schwanken; ein Bericht nennt eine Spanne von 1,6 Millionen bis 4,3 Millionen Quadratkilometern.
Was die Autoren nicht gezeigt haben
Die Autoren betonen, dass der Zusammenhang noch nicht bewiesen ist. Shea Cheatham, Erstautorin der Studie, sagte per E-Mail gegenüber dem portugiesischen Medium Azul, das Satellitensignal könne Mikroplastik widerspiegeln, doch das Team könne noch nicht beweisen, dass die Farbe allein dadurch verursacht werde. Cheatham sagte, der nächste Schritt seien Feldarbeiten in dem Fleck, darunter optische Messungen des Wassers und eine Zählung des vorhandenen Mikroplastiks, und äußerte die Hoffnung, dass dies künftig geschehen werde. Solche Messungen sind schwierig, weil Partikel kleiner als 300 Mikrometer den gängigen großflächigen Verfahren entgehen, sodass Wissenschaftler Proben auf See nehmen und im Labor analysieren müssen – ein langsamer und kostspieliger Prozess. Frühere Experimente hätten bereits gezeigt, dass diese Partikel optische Eigenschaften besitzen, die die Wechselwirkung von Licht mit Wasser verändern können, heißt es in der Pressemitteilung zur Studie.
Zentrale Daten
Die vom Team ausgewertete Satellitenaufzeichnung beginnt 2002 und endet 2022, die Arbeit erschien im November 2026. Die Tonnenschätzung von 2018 liegt acht Jahre vor der Studie. Die folgende Zeitleiste führt diese Markierungen auf.
Die Forschenden betonen, dass zur Bestätigung des Zusammenhangs Feldmessungen nötig sind, wie sie bislang nicht durchgeführt wurden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Η ΝαυτεμπορικήMikroplastik könnte die Farbe der Ozeane verändernΤα μικροπλαστικά ίσως αλλάζουν το χρώμα των ωκεανών · Original auf Griechisch
- Stirile ProTVDer Great Pacific Garbage Patch könnte ein bizarres Phänomen im Ozean verursacht haben: „Es ist eine wirklich alarmierende Sache“Marea Insulă de Gunoi din Pacific ar fi provocat un fenomen bizar în ocean: "E un lucru cu adevărat alarmant" · Original auf Rumänisch
- H KαθημερινήDer „Müllstrudel“ im Pazifik könnte die Farbe des Ozeans verändernΟ "σκουπιδότοπος" του Ειρηνικού ενδέχεται να αλλάζει το χρώμα του ωκεανού · Original auf Griechisch
- PÚBLICODer Pazifische Ozean verändert seine Farbe. Und die Schuld könnte beim Plastik liegenO oceano Pacífico está a mudar de cor. E a culpa pode ser do plástico · Original auf Portugiesisch
- Orte
- Bergen, Kalifornien, Hawaii
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