Wir verwenden Analyse, um Pollar zu verbessern, und mit Ihrer Einwilligung das Meta-Pixel, um Anmeldungen und Käufe aus unserer Werbung zu messen. Sie können dies jederzeit in den Einstellungen ändern. Datenschutzerklärung

Suche⌘K
StartFür SieLiveBriefFragen
KarteMärkteSträngeSoundsFilme
InlandGeopolitikWirtschaftGesellschaftWissenschaft & TechnikInfrastrukturSportKulturLifestyle
Pollar unterstützen
KontaktImpressum
StartBriefLiveSträngeSuche

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

  • Die IUCN ordnete 96 Prozent der 127 flachen Riffregionen ihrer höchsten Gefährdungskategorie zu, mit einem extrem hohen Kollapsrisiko bis 2075.

  • Die Prognose nutzt das mittlere IPCC-Szenario, das bis zum Ende des Jahrhunderts eine Erwärmung von etwa 2,7 Grad Celsius vorsieht; Hitzestress gilt als überwiegende Ursache.

  • Die Korallenbedeckung stieg zwischen 2017 und 2019 um rund sechs Prozent, doch der Abstand zwischen schweren Bleaching-Ereignissen ist laut Manuel González Rivero vom Australian Institute of Marine Science oft auf nur fünf bis sechs Jahre gesunken.

Jerewan
Jerewan · Armenien
Wie es dazu kam
  1. 2022Natur-Abkommen legt das Ziel von 30 Prozent Schutz bis 2030 fest
  2. 2030Zieljahr für den Schutz von 30 Prozent der Land- und Meeresflächen
  3. 2075Die IUCN prognostiziert ein extrem hohes Kollapsrisiko für 96 Prozent der Riffe

Nahezu alle flachen Riffe mit höchster Gefährdungsstufe

Die Internationale Naturschutzunion (IUCN) teilte am Donnerstag, 22. Oktober 2026, mit, dass 96 Prozent der flachen Korallenriffe weltweit nun als „akut vom Aussterben bedroht“ eingestuft werden – die höchste von ihr definierte Gefährdungsstufe. Das Urteil ist die erste globale Bewertung dieser Art und umfasst Riffe in 127 Regionen in mehr als 80 Ländern und Territorien. Diese Regionen erstrecken sich laut der IUCN-Analyse über 188.362 Quadratkilometer. Die Organisation erklärt, den Riffen drohe nun ein extrem hohes Kollapsrisiko bis 2075. Nach ihrer Definition bedeutet Kollaps, dass lebende Steinkorallen fast oder vollständig verschwunden sind und das Riff sich nicht mehr selbst erhalten kann. Vier der Regionen verfügten über zu wenige Daten für eine Bewertung.

Hitzestress als Hauptursache

Hitzestress im Zusammenhang mit dem Klimawandel ist die überwiegende Ursache des Befunds, während Verschmutzung, Überfischung, Küstenbebauung und exzessiver Tourismus die Belastung zusätzlich erhöhen. Die Prognose stützt sich auf das mittlere Klimaszenario des IPCC, das bis zum Ende des Jahrhunderts eine Erwärmung von etwa 2,7 Grad Celsius vorsieht. Wird das Wasser zu warm, stoßen die Korallen die Mikroalgen aus, die in ihrem Gewebe leben und sie ernähren; sie bleichen aus und sterben oft ab. Papageifische und Zackenbarsche halten Algen in Schach, und ihr Fehlen würde es für Riffe schwieriger machen, sich von Hitzestress zu erholen, schrieb die IUCN. Ist ein Riff erst kollabiert, verschwinden die Steinkorallen nahezu, Algen und Schwämme breiten sich aus, und das System kann die Fische, Schildkröten, Haie und Muscheln nicht mehr ernähren, die einst dort lebten. An der Forschung beteiligte Wissenschaftler betonten, die Riffe seien noch nicht verloren und ihr Schicksal könne sich zum Guten wenden, wenn die Staaten ihre Anstrengungen zur Begrenzung der Erwärmung beschleunigten.

In der Riffbewertung genannte Erwärmungsniveaus°C
Ursprüngliches 1,5-Grad-Ziel1,5
UN-Schätzung auf Basis aktueller Zusagen2,6
Mittleres IPCC-Szenario2,7
Ursprüngliches 1,5-Grad-Ziel
1.5 °C
UN-Schätzung auf Basis aktueller Zusagen
2.6 °C
Mittleres IPCC-Szenario
2.7 °C

Daten aus dem Artikeltext

Immer kürzere Abstände zwischen Bleaching-Ereignissen

Das Global Coral Reef Monitoring Network (GCRMN) hatte bereits vor diesem Bericht gewarnt, dass den Riffen die Zeit zur Erholung ausgeht. Die globale Steinkorallenbedeckung stieg zwischen 2017 und 2019 um rund sechs Prozent – ein Beleg dafür, dass Riffe sich erholen können, wenn zwischen Bleaching-Ereignissen genügend Zeit liegt. Diese Erholungsphasen werden kürzer: Wo Riffe einst Jahrzehnte zwischen schweren Bleaching-Ereignissen hatten, bleiben heute oft nur fünf bis sechs Jahre. Manuel González Rivero, Hauptautor vom Australian Institute of Marine Science, beschrieb die Folge in drastischen Worten.

„So entsteht eine Abwärtsspirale, die sich mit jedem neuen Bleaching-Ereignis schwerer umkehren lässt.“

Manuel González Rivero

Für viele Riffe, die 2024 von besonders starken Hitzewellen getroffen wurden, könnte die Erholungsphase laut dem deutschen Bericht noch kürzer ausfallen.

Regierungen beraten, während das Zeitfenster schrumpft

Die Veröffentlichung fiel mit dem Treffen der Regierungen in Jerewan, Armenien, zur COP17-Biodiversitätskonferenz zusammen. Die Verhandler dort versuchen, ein Natur-Abkommen von 2022 zu retten, das den Schutz von 30 Prozent der Land- und Meeresflächen bis 2030 vorsieht; dessen Ziele werden jedoch schwerer erreichbar, weil die Regierungen ihre Zusagen nur langsam in die Praxis umsetzen. Grethel Aguilar, Generaldirektorin der IUCN, bezeichnete die kommenden Jahrzehnte als entscheidendes Zeitfenster für den Naturschutz. Aguilar argumentierte, den Riffen könne noch eine Chance gegeben werden, wenn schnell gehandelt werde.

„Es ist noch nicht zu spät, den Korallenriffen eine Chance zur Erholung zu geben, doch dafür braucht es entschlossenes Handeln gegen den Klimawandel und zur Eindämmung der Ozeanerwärmung.“

Grethel Aguilar

Sie nannte ehrgeizige Emissionssenkungen, stärkeren Schutz und Wiederherstellung sowie dauerhafte Investitionen in Küstenökosysteme und die von ihnen abhängigen Gemeinschaften als notwendige Schritte. Mishal Gudka, wissenschaftlicher Leiter der Riffbewertung, nannte das steigende Risiko ein Warnsignal statt eines Grunds zur Verzweiflung und verwies auf Riffe, die nach verheerendem Bleaching eine bemerkenswerte Erholungsfähigkeit gezeigt hätten.

Weiter in der heutigen Ausgabe

Websites weltweit offline, weil PHP-Schwachstellen Abschaltungen erzwingenDas japanische Finanzministerium, niederländische Regierungsdienste und Teile von Wikipedia gehörten zu den Stellen, die Systeme offline nahmen, nachdem am Mittwoch, 21. Oktober, zwei kritische PHP-Schwachstellen bekannt geworden waren.Digital · vor 45 Min.
Heutiger Brief · 4 Min. zum AnhörenWitkoff drängt Putin, Ukraine-Gespräche neu zu startenLive · 4 ThemenEU-Kompromiss bei Auto-Emissionen

Quellen und Kontext

  • ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLvor 1 Std.Fast alle Korallenriffe stehen bis 2075 vor dem ZusammenbruchCasi todos los arrecifes de coral se enfrentan al colapso para 2075 · Original auf Spanisch
  • N-tvvor 2 Std.Lebensraum bis 2075 verschwunden: 96 Prozent aller Korallenriffe vom Absterben bedroht
  • 20minutesvor 2 Std.96 % der Korallenriffe vom Aussterben bedroht innerhalb von 50 Jahren96 % des récifs coralliens menacés d'extinction d'ici 50 ans · Original auf Französisch
  • Der Tagesspiegelvor 2 Std.96 Prozent weltweit betroffen: Weltnaturschutzunion sieht fast alle Korallenriffe vom Absterben bedroht

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen

Veröffentlicht heute um 15:06.

Fehler im Text melden

Von KI aus den Berichten der genannten Medien erstellter Text, automatisch geprüft, ohne menschliche Redaktion. So entsteht Pollar

In diesem Text

  1. 1Nahezu alle flachen Riffe mit höchster GefährdungsstufeNahezu alle flachen Riffe mit höchster Gefährdungsstufe
  2. 2Hitzestress als HauptursacheHitzestress als Hauptursache
  3. 3Immer kürzere Abstände zwischen Bleaching-EreignissenImmer kürzere Abstände zwischen Bleaching-Ereignissen
  4. 4Regierungen beraten, während das Zeitfenster schrumpftRegierungen beraten, während das Zeitfenster schrumpft

Auf Grundlage von Berichten von

ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, N-tv, 20minutes, Der Tagesspiegel, La Libre.be, El Confidencial, RP Online, The New York Times

Liste der Quellen

Klima · Jerewan

IUCN: 96 Prozent der flachen Korallenriffe gelten als akut vom Aussterben bedroht – Kollaps bis 2075 droht

Der IUCN zufolge droht nahezu allen flachen Korallenriffen durch Hitzestress infolge des Klimawandels bis 2075 ein extrem hohes Kollapsrisiko. Die erste globale Bewertung umfasst 127 Riffregionen in mehr als 80 Ländern und Territorien.

Jerewan

Fragen zu diesem Text

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, N-tv, 20minutes und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 15:06.

Eigene Frage stellen
Was ist die Hauptursache für das Korallensterben?
Wie viele Riffregionen wurden in die Bewertung einbezogen?
So entsteht er