Wirtschaft · Bern und Zürich

Migros will Plan zur Fusion ihrer zehn Regionalgenossenschaften vorstellen – bis zu 3.000 Stellen gefährdet

Migros hat für Montag, 26. Oktober, um 10:45 Uhr kurzfristig zu einer Medienkonferenz nach Bern eingeladen; Berichte deuten auf eine Fusion der zehn Regionalgenossenschaften zu einer einzigen Einheit hin.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Temps, SWI swissinfo.ch, Blick.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bern, Zürich · Schweiz
Wie es dazu kam
  1. 2024Migros startet eine Restrukturierung, bei der rund 1.500 Stellen gestrichen und mehrere Ketten abgestossen werden
  2. November 2025Die Delegiertenversammlung genehmigt das Strategiepapier Vision 2035
  3. Oktober 2026Das deutsche Kartellamt gibt grünes Licht für den Kauf von 38 Tegut-Supermärkten durch Rewe
  4. 26.10.Medienkonferenz in Bern angesetzt, parallel erscheint eine Medienmitteilung

Eine kurzfristig einberufene Medienkonferenz in Bern

Migros hat die Medien für Montag, 26. Oktober 2026, ab 10:45 Uhr zu einer Medienkonferenz nach Bern eingeladen; in der Einladung wird kein Thema genannt. Blick berichtet, die Einladung sei um 7:40 Uhr verschickt worden und die Veranstaltung finde im Lokal Welle 7 beim Bahnhof Bern statt und nicht am Zürcher Hauptsitz des Konzerns. Eine Sprecherin sagte gegenüber swissinfo, zeitgleich mit der Konferenz werde eine Medienmitteilung veröffentlicht. Der Zeitpunkt fällt auf, weil für Dienstag, 27. Oktober, die grosse Jahrestagung des Konzerns mit rund 400 Kaderleuten im Lokal StageOne in Zürich-Oerlikon angesetzt ist.

Berichteter Plan zur Fusion der Genossenschaften

Die SonntagsZeitung berichtete, die zehn Regionalgenossenschaften, die Migros Supermarché AG und der Genossenschaftsbund Migros würden zu einer einzigen Genossenschaft fusionieren. Dem Plan zufolge bliebe Migros Supermarché als operative Tochtergesellschaft bestehen, gegliedert in sechs Regionen, und der Konzern würde eine Governance-Struktur vereinfachen, die Quellen als komplex beschreiben. Laut 20 Minuten unter Berufung auf die SonntagsZeitung werden Verwaltungsratspräsidentin Ursula Nold und CEO Mario Irminger das Projekt vorstellen. Jede Regionalgenossenschaft müsste eine Mitgliederabstimmung durchführen, bei der zwei Drittel Zustimmung nötig sind. Blick beziffert die Mitgliederzahl auf 2,3 Millionen Genossenschafterinnen und Genossenschafter, die bei einem Weitergehen das letzte Wort hätten.

Bis zu 3.000 Stellen und 300 bis 400 Millionen Franken

Berichte nennen rund 3.000 gefährdete Stellen, laut 20 Minuten vor allem in der Zentralverwaltung. Die geschätzten Einsparungen belaufen sich auf 300 bis 400 Millionen Franken pro Jahr, die die NZZ teilweise mit Stellenstreichungen in der Verwaltung der Regionen in Verbindung bringt. Die Regionalgenossenschaften und Migros Supermarché beschäftigen zusammen knapp 40.000 Menschen, darunter das Ladenpersonal, und das Ladenpersonal dürfte weitgehend verschont bleiben. Migros soll zudem neue Filialen und die Modernisierung bestehender Standorte planen, sodass Kundinnen und Kunden voraussichtlich wenig Veränderung bemerken werden.

Stellen: Abbau 2024 versus berichteter Plan 2026Stellen
Restrukturierung 2024 (gestrichene Stellen)
1500 Stellen
Berichteter Plan 2026 (rund 3.000 gefährdet)
3000 Stellen

Daten aus dem Artikeltext

Eine bereits laufende Restrukturierung

Migros begann 2024 mit einer Restrukturierung, bei der rund 1.500 der damals fast 99.000 Stellen gestrichen wurden, und stiess Ketten ab, die als zu wenig rentabel beurteilt wurden, darunter Mibelle, Hotelplan, Micasa, SportX und OBI. Mitte Oktober gab das deutsche Kartellamt grünes Licht für den Kauf von 38 Supermärkten der Migros-Tochter Tegut durch Rewe – ein Schritt beim Rückzug des Konzerns aus dem deutschen Detailhandel. In der Schweiz prüft Migros, die Centrale Traiteur in Ecublens im Kanton Waadt Ende 2027 zu schliessen, was rund 57 Stellen gefährden würde. Der Umsatz im Kerngeschäft sank 2025 um 1,9 Prozent auf 31,9 Milliarden Franken, was das Unternehmen auf Preissenkungen von rund 500 Millionen Franken zurückführte.

Wie es mit dem Plan weitergeht

Die NZZ erinnert daran, dass die Delegiertenversammlung, das Migros-Parlament, im November 2025 das Strategiepapier Vision 2035 genehmigte und damit die Grundlage für die Auflösung der Regionalgenossenschaften legte. Ob es zu einer Fusion kommt, hängt von Mitgliederabstimmungen in allen zehn Regionalgenossenschaften ab, die jeweils eine Zweidrittelmehrheit erfordern. Von der Medienkonferenz am Montag wird erwartet, dass sie die Struktur im Detail darlegt, was die Berichte bisher nicht getan haben. Entschieden ist nichts, und die Quellen beschreiben die Fusion als Plan, nicht als Beschluss.

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