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Kurz gefasst

  • Meloni versprach, die Steuersenkungen auf die Mittelschicht auszuweiten, nachdem Confcommercio eine Senkung des Spitzensteuersatzes der Einkommensteuer von 35 % auf 33 % für Einkommen bis zu 60.000 Euro gefordert hatte.

  • Die Premierministerin griff linke Vorschläge für eine Vermögenssteuer an und stellte ihnen das Ziel ihrer Regierung gegenüber, Italienern durch Arbeit beim Vermögensaufbau zu helfen.

  • Die italienische Steuerquote stieg von 41,7 % im Jahr 2022 auf 42,6 % im Jahr 2024, mit einer Prognose von 42,8 % für 2025, trotz der Steuersenkungsrhetorik der Regierung.

  • Meloni hob die Schließung von „Auf-und-Zu“-Betrieben hervor, die oft mit Steuerhinterziehung von Nicht-EU-Bürgern in Verbindung stehen, als Erfolg für ehrliche Unternehmer.

  • Schätzungen des Finanzministeriums deuten auf ein positives BIP im zweiten Quartal hin, mit einem bereits gesicherten Wachstum von 0,6 % für 2026. Das Forschungszentrum von Confcommercio prognostiziert ein Wachstum von 0,9 % für das Jahr.

Rom
Rom · Italien

Eine zehnjährige Abwesenheit endet

Premierministerin Giorgia Meloni hielt die Rede vor der Jahresversammlung von Confcommercio in Rom und markierte damit den ersten Besuch einer italienischen Premierministerin bei dieser Veranstaltung seit zehn Jahren. Sie wurde in einem vollen Auditorium mit Applaus begrüßt; in der ersten Reihe saßen Vize-Premierminister Antonio Tajani, Senatspräsident Ignazio La Russa und mehrere Kabinettsminister. Oppositionsführer, darunter PD-Sekretärin Elly Schlein und Giuseppe Conte, fehlten.

Steuersenkungen versus Vermögenssteuer

Meloni nutzte die Plattform, um einen scharfen Kontrast zwischen der Finanzpolitik ihrer Regierung und den Vorschlägen der Linken zu ziehen. Sie erklärte, die Regierung habe mit Steuersenkungen auf Arbeit für niedrige Einkommen begonnen und wolle diese Anstrengungen nun ausweiten. „Wir haben nicht vor aufzuhören, wir wollen mehr tun, insbesondere die Steuerlast für die Mittelschicht senken, denn Steuersenkungen sind eines der großen Ziele dieser Regierung“, sagte sie. Confcommercio-Präsident Carlo Sangalli hatte zuvor eine Senkung des Spitzensteuersatzes der Einkommensteuer von 35 % auf 33 % für Einkommen bis zu 60.000 Euro gefordert.

„Andere reden über die Besteuerung von Vermögen; wir arbeiten dafür, dass Italiener nach Jahrzehnten der Arbeit und des Verzichts auf Vermögen hoffen können.“

Giorgia Meloni, Premierministerin Italiens

Melonis Ablehnung einer Vermögenssteuer folgt auf eine scheinbare Annäherung an diese Idee durch PD-Sekretärin Elly Schlein, die innerhalb des Mitte-Links-Lagers Debatten ausgelöst hat. Die Premierministerin behauptete, die Regierung gebe durch den Steuerkeil-Schnitt jährlich 21 Milliarden Euro an die Taschen der Arbeitnehmer zurück.

Die Steuerbilanz unter der Lupe

Trotz der Rhetorik der Steuersenkungen stellten mehrere Medien fest, dass die Gesamtsteuerlast Italiens während Melonis Amtszeit gestiegen ist. Die Steuerquote (Anteil der Steuern am BIP) stieg von 41,7 % im Jahr 2022 auf 42,6 % im Jahr 2024, mit einer Prognose von 42,8 % für 2025. Die Einnahmen aus der Einkommensteuer (Irpef) stiegen 2024 deutlich und belasteten Arbeitnehmer und Rentner, wie Istat bestätigte.

Schlag gegen Scheinfirmen

Meloni pries die erzwungene Schließung von 24.000 sogenannten „Auf-und-Zu“-Betrieben an, die sie als Unternehmen beschrieb, die oft von Nicht-EU-Bürgern geführt werden, die Steuern umgehen, indem sie schließen und unter neuem Namen wiedereröffnen. „Das ist keine Bananenrepublik. Hier werden die Regeln respektiert“, sagte sie zum Publikum und stellte das Vorgehen als Verteidigung ehrlicher Unternehmer gegen unfairen Wettbewerb dar.

„Die Botschaft, die wir an alle senden wollen, ist, dass dies keine Bananenrepublik ist. Hier werden die Regeln respektiert.“

Giorgia Meloni, Premierministerin Italiens

Makroökonomischer Optimismus und der Hormuz-Faktor

Aus dem Finanzministerium gibt es Hinweise, dass Italien das zweite Quartal mit einem positiven BIP abschließen wird, aufbauend auf dem Wachstum von 0,3 % zwischen Januar und März, wobei für das Gesamtjahr bereits 0,6 % gesichert sind. Das Forschungszentrum von Confcommercio schätzt ein Wachstum von 0,9 % für 2026, die optimistischste Prognose im Umlauf. Meloni dankte Sangalli dafür, dass er sich nicht dem „Chor des Pessimismus“ angeschlossen habe, und argumentierte, es sei intellektuell unredlich, ermutigende makroökonomische Daten herunterzuspielen. Sie sprach auch die Treibstoffkosten an, die noch immer von der Krise in der Straße von Hormus betroffen sind, und versprach fortgesetzte staatliche Unterstützung für die Treibstoffkäufe von Spediteuren.

Mattarellas Aufruf zum sozialen Dialog

Staatspräsident Sergio Mattarella sandte eine Botschaft an die Versammlung, in der er warnte, dass das Produktionssystem angesichts tiefgreifender Veränderungen und einer zunehmend schwierigen internationalen Lage eine besonders heikle Phase durchlaufe. Er forderte einen „echten Dialog zwischen Institutionen und Gesellschaft“ und rief die Sozialpartner dazu auf, Verzerrungen der Arbeitsbeziehungen entgegenzuwirken, die den Arbeitnehmerschutz und den sozialen Zusammenhalt zu untergraben drohen.

„Die gegenwärtigen Komplexitäten erfordern einen echten Dialog zwischen Institutionen und Gesellschaft.“

Sergio Mattarella, Staatspräsident Italiens

Stadterneuerung und lokaler Handel

Meloni stellte den Wohnungsbauplan der Regierung auch als Chance dar, Städte zu erneuern und Räume einladender zu gestalten. Sie schlug ein neues Modell der Stadtentwicklung vor, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt, mit integrierten Bauprogrammen, die Geschäftsräume und Nachbarschaftsdienste umfassen. Lokale Geschäfte, so sagte sie, seien territoriale Ankerpunkte, die „keine Online-Plattform jemals ersetzen könne“.

Italiens Steuerquote unter der Regierung Meloni%
2022
41.7 %
2024
42.6 %
2025
42.8 %

Daten aus dem Artikeltext

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Quellen und Kontext

  • Il Messaggeroam 11.06. um 00:30Il Pil cresce oltre le stime. Meloni: "Aiuti al ceto medio. No alla patrimoniale"
  • Il Fatto Quotidianoam 10.06. um 13:34Patrimoniale, Meloni attacca Schlein: "Altri parlano di tassare il patrimonio, noi lavoriamo per farlo avere agli italiani"
  • Rai newsam 10.06. um 12:46Meloni a assemblea di Confcommercio, l'intervento integrale: "Disonesto ignorare dati incoraggianti"
  • Corriere della Seraam 10.06. um 12:33Confcommercio, Meloni: "Vogliamo ridurre il carico fiscale sul ceto medio". Sangalli: "Più credito alle imprese". Mattarella: "No arretramenti nella tutela dei lavoratori"
Giorgia Meloni
Premierministerin Italiens, die auf der Jahresversammlung von Confcommercio sprach
Carlo Sangalli
Präsident von Confcommercio, der eine Senkung des Spitzensteuersatzes der Einkommensteuer forderte
Sergio Mattarella
Staatspräsident Italiens, der eine Botschaft an die Versammlung sandte, in der er zum sozialen Dialog aufrief
Elly Schlein
Sekretärin der Demokratischen Partei, deren scheinbare Annäherung an eine Vermögenssteuer von Meloni kritisiert wurde
Antonio Tajani
Vize-Premierminister, der in der ersten Reihe der Versammlung saß
Ignazio La Russa
Präsident des Senats, der in der ersten Reihe der Versammlung saß

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Veröffentlicht am 11.06. um 00:40.

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In diesem Text

  1. 1Eine zehnjährige Abwesenheit endetEine zehnjährige Abwesenheit endet
  2. 2Steuersenkungen versus VermögenssteuerSteuersenkungen versus Vermögenssteuer
  3. 3Die Steuerbilanz unter der LupeDie Steuerbilanz unter der Lupe
  4. 4Schlag gegen ScheinfirmenSchlag gegen Scheinfirmen
  5. 5Makroökonomischer Optimismus und der Hormuz-FaktorMakroökonomischer Optimismus und der Hormuz-Faktor
  6. 6Mattarellas Aufruf zum sozialen DialogMattarellas Aufruf zum sozialen Dialog
  7. 7Stadterneuerung und lokaler HandelStadterneuerung und lokaler Handel

Auf Grundlage von Berichten von

Il Messaggero, Il Fatto Quotidiano, Rai news, Corriere della Sera, Open

Liste der Quellen

Makroökonomie · Rom

Meloni verspricht Steuersenkungen für die Mittelschicht bei Confcommercio-Versammlung und lehnt Vermögenssteuer ab – Konjunkturausblick hellt sich auf

Premierministerin Giorgia Meloni erklärte auf der Jahresversammlung von Confcommercio, ihre Regierung wolle die Steuerlast für die Mittelschicht senken, und griff zugleich linke Vorschläge für eine Vermögenssteuer an. Die Rede fand statt, als Schätzungen des Finanzministeriums auf ein anhaltendes BIP-Wachstum hindeuteten.

Rom

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Messaggero, Il Fatto Quotidiano, Rai news und weiteren Medien. Veröffentlicht am 11.06. um 00:40.

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