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Heutiger Brief

Vier Schiffe und 16 Viren

Donald Trump testet Staatsbürgerschaftsrecht, Hormus presst den Handel und Bangkok betrauert Tote

Die schwersten Nachrichten des Tages verlaufen entlang von Grenzen, Engpässen und Institutionen, die eigentlich robuster wirken sollten als das. Eine Meerenge verengte sich, ein Klassenzimmer wurde tödlich, und Gerichte, Labore und Gesundheitssysteme liefen Ereignissen hinterher, die bereits in Bewegung waren.

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    Marokkanische NGOs melden mindestens 141 Tote. Spanische Behörden bereiten die Bestattung von 80 geborgenen Leichen in Ceuta vor.

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    Er erneuert seine Bemühungen, Fed-Gouverneurin Lisa Cook trotz eines Urteils des Supreme Court, das den Versuch zuvor blockierte, zu entlassen.

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    Der Fall geht vor den Supreme Court, nachdem das Gericht entschied, dass dem Präsidenten die Befugnis für den 400-Millionen-Dollar-Bau fehlt.

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Neue Daten zur deutschen Industrieproduktion und zu den Unternehmensgewinnen in Europa liefern ein aktualisiertes, wenn auch gemischtes Bild der industriellen Leistungsfähigkeit und der Anlegerstimmung.

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© ANSA.it
Diplomatie·23. Juni

Meloni: Italienisch-amerikanische Beziehungen müssen nach Trumps Attacken zur Normalität zurückkehren

Premierministerin Giorgia Meloni erklärte, sie sei von Donald Trumps verbalen Angriffen „aufsrichtig getroffen“ worden, bestand jedoch darauf, dass die bilaterale Zusammenarbeit normal wieder aufgenommen werden müsse, und bestätigte, dass die Regierung am 2. Juli an der US-Unabhängigkeitsfeier in der Villa Taverna teilnehmen werde.

Diplomatische Spannungen

Donald Trump eskalierte einen öffentlichen Streit mit Italien, indem er die Premierministerin zunächst als „flehentlich“ für ein Foto während des G7-Gipfels in Frankreich beschrieb und dann eine Audioaufnahme veröffentlichte, die Meloni scharf angriff. Am 23. Juni nannte Trump Italien im Oval Office vor Reportern zweimal „sehr schlecht“ und machte ihm mangelnde Hilfe im Krieg gegen den Iran zum Vorwurf, so Tgcom24.

Italien ist sehr schlecht.

— Donald Trump

Melonis Antwort bei La Verità

In einem Interview mit Maurizio Belpietro bei einer Veranstaltung der Zeitung räumte Meloni ein, persönlich verletzt worden zu sein. „Ich war aufrichtig getroffen, und als ich sagte, ich sei getroffen, war ich äußerst aufrichtig“, sagte sie. Sie verwies auch auf virale Videos, die ihre Haltung als durchsetzungsfähig erscheinen ließen, und auf Spekulationen, Trump wolle möglicherweise von den Iran-Verhandlungen ablenken.

Ich habe nicht die Absicht, diese Konfrontation weiter zu schüren. Ich denke, unsere bilaterale Arbeit mit den Vereinigten Staaten muss zur Normalität zurückkehren, wie ich gestern im Ministerrat mit Blick auf die anstehenden Termine gesagt habe.

— Giorgia Meloni

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Das Signal und der nächste Schritt

Außenminister Antonio Tajani sagte eine geplante Mission nach Washington unmittelbar nach den Angriffen ab. Meloni unterstützte diesen Schritt als notwendiges Signal, machte aber deutlich, dass die Zeit für Eskalation vorbei sei: „Die Botschaft ist angekommen, es besteht kein Anlass für weitere Schritte.“ Sie bestätigte, dass am 2. Juli Minister in der Villa Taverna, der Residenz des US-Botschafters, zum Unabhängigkeitstagsempfang anwesend sein werden, „auch aus Respekt vor Botschafter Fertitta, der sich sehr für die italienisch-amerikanischen Beziehungen einsetzt.“

Tajani hatte Recht, die Mission in die Vereinigten Staaten sofort abzusagen, um ein Signal zu senden, aber sobald die Botschaft angekommen ist, besteht kein Anlass, darüber hinauszugehen.

— Giorgia Meloni

Institutionelle und wirtschaftliche Bande

Meloni betonte, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf einer „alten und soliden“ Geschichte der Zusammenarbeit beruhen, die nicht durch einen Social-Media-Streit ausgelöscht oder neu verhandelt werden könne. Sie verwies auf den jüngsten Besuch von Verteidigungsminister Guido Crosetto in Washington und auf Handelsdaten, die zeigen, dass die italienischen Exporte in die USA trotz amerikanischer Zölle gestiegen seien – ein Beweis, so Meloni, dass italienische Produkte gut ankommen.

Ich sehe keine Gefahr eines Rückschlags. Unsere institutionellen und wirtschaftlichen Beziehungen laufen auch in den letzten Wochen und Monaten gut.

— Giorgia Meloni

Außenpolitik, keine Reality-Show

In einer spitzen Bemerkung beklagte die Premierministerin, dass Außenpolitik diskutiert werde, „als wäre es Temptation Island, aber sie ist komplexer“, womit sie auf die italienische Reality-Show anspielte. Sie fügte hinzu, dass die Beziehungen zwischen Ländern nicht je nach Regierung, die gerade an der Macht sei, begännen und endeten, und forderte eine Rückkehr zu einer tiefergehenden außenpolitischen Debatte.

Rom
Giorgia MeloniDonald TrumpAntonio TajaniMaurizio BelpietroGuido CrosettoTilman Fertitta
United StatesDonald TrumpWashington, D.C.RomeGiorgia Meloni

8 Quellen

  • Meloni, il governo sarà presente alla festa all'ambasciata Usa - Ultima ora
    ANSA.it·23. Juni
  • Meloni, non vedo rischi di contraccolpi, i rapporti Usa-Italia vanno bene - Ultima ora
    ANSA.it·23. Juni
  • Meloni: 'Non vedo rischi di contraccolpi, i rapporti Usa-Italia vanno bene' - Notizie
    ANSA.it·23. Juni
  • ++ Meloni, il lavoro bilaterale con gli Usa deve tornare alla normalità ++ - Notizie
    ANSA.it·23. Juni
  • Meloni: "Colpita da Trump, il lavoro con gli Usa torni alla normalità". Poi sulla politica estera: "Non cambio idea, ma non è Temptation Island"
    Open·23. Juni
  • Meloni: "Colpita da Trump, ma nessun contraccolpo nei rapporti Italia-Usa. La politica estera non è Temptation Island"
    Il Fatto Quotidiano·23. Juni
  • Trump ancora all'attacco: Italia "very bad"
    Tgcom24·23. Juni
  • Meloni: "Colpita da parole Trump, ma lavoro bilaterale deve tornare alla normalità"
    Adnkronos·23. Juni

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