Diplomatie · Le Bourget und Abu Dhabi
Barrot wirft Mélenchon vor, mit seiner Donbas-Konsultation Sprecher des Kreml zu sein
Außenminister Jean-Noël Barrot sagte am 8. November, Jean-Luc Mélenchon sei mit seiner Forderung, die Bewohner des Donbas zu konsultieren, zum Sprecher des Kreml geworden. Frankreichs Vertreter bei den für den 10. und 11. November angesetzten Gesprächen in Abu Dhabi ist noch nicht benannt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, Stirile ProTV, 7sur7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Außenminister Jean-Noël Barrot sagte am 8. November bei RTL und Public Sénat, Mélenchon sei mit seinen Äußerungen zu territorialen Zugeständnissen im Donbas zum Sprecher des Kreml geworden.
Am 7. November in Le Bourget sagte Mélenchon vor nach Angaben der Organisatoren mehr als 20.000 Menschen, eine Lösung könne territoriale Zugeständnisse im Donbas beinhalten, wo die Bevölkerung konsultiert werden sollte.
Barrot sagte, Europa werde bei den für den 10. und 11. November in Abu Dhabi unter US-Vermittlung erwarteten russisch-ukrainischen Gesprächen vertreten sein, ohne den französischen Vertreter zu nennen.
Giorgia Meloni kritisierte in einem AFP am 5. November vorliegenden Schreiben das unkoordinierte europäische Vorgehen, während Kaja Kallas am 6. November darauf beharrte, dass Europa an jeder Lösung beteiligt werden müsse.

- 7.11.Mélenchon schlägt in einer Rede in Le Bourget territoriale Zugeständnisse vor
- 8.11.Barrot wirft Mélenchon vor, zum Sprecher des Kreml geworden zu sein
- 10.11.Russisch-ukrainische Gespräche in Abu Dhabi geplant, angesetzt für den 10. und 11. November
Der Vorwurf
Außenminister Jean-Noël Barrot warf Jean-Luc Mélenchon, dem Kandidaten von La France insoumise bei der französischen Präsidentschaftswahl, vor, zum Sprecher des Kreml geworden zu sein. Im Gespräch mit RTL und Public Sénat sagte Barrot am 8. November, der Kreml versuche Staats- und Regierungschefs davon zu überzeugen, dass der Donbas russisch sei und der Angriffskrieg ein Befreiungskrieg für die Region. Mélenchon habe sich selbst zum Sprecher des Kreml gemacht, sagte er, und die Schwere dieser Äußerungen schließe ihn aus seiner Sicht für die Ämter aus, die er anstrebe. Der Vorwurf folgte auf Mélenchons Rede vom Vortag, die die berichtenden französischen Medien als Programmrede beschrieben.
Was Mélenchon in Le Bourget sagte
Mélenchon sprach am Samstag, dem 7. November, in Le Bourget in einer Programmrede, zu der nach Angaben der Organisatoren mehr als 20.000 Menschen kamen. Er argumentierte, eine Beilegung des Krieges in der Ukraine könne territoriale Zugeständnisse beinhalten, insbesondere im Donbas, wo die Bevölkerung seiner Ansicht nach konsultiert werden sollte. Er sagte, er weigere sich, einen Frieden mit territorialen Zugeständnissen in der Ukraine zu erwägen, ohne die betroffenen Menschen zu fragen, ob sie auf der einen oder der anderen Seite der Grenze bleiben wollten. Zudem sagte er, eine von seiner Partei geführte Regierung werde sich offen für die Beendigung der russischen Invasion in der Ukraine einsetzen.
„Wer hat das Recht zu wissen, ob sie (die Bevölkerung) ukrainisch oder russisch sein will?“
Mélenchon wird häufig dafür kritisiert, die Legitimität des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj infrage zu stellen und ukrainische Angriffe tief in russisches Gebiet zu verurteilen. Kiew hat bisher offiziell jedes Zugeständnis im Donbas abgelehnt.
Europas Platz am Verhandlungstisch
Barrot sagte, Europa und Frankreich würden bei den für den 10. und 11. November in Abu Dhabi erwarteten Gesprächen zwischen russischen und ukrainischen Unterhändlern unter US-Vermittlung vertreten sein. Wer Frankreich vertreten werde, konnte er noch nicht sagen, doch Frankreich werde dabei sein und der Stimme Europas Gehör verschaffen. Bereits in der Woche zuvor hatte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni das unkoordinierte Vorgehen der europäischen Länder bei den Ukraine-Verhandlungen kritisiert. In einem Schreiben, das AFP am Donnerstag, dem 5. November, vorlag, verlangte sie, die EU müsse benennen, wer in ihrem Namen spricht. Am Freitag, dem 6. November, beharrte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas darauf, dass Europa an jeder Lösung des Konflikts beteiligt werden müsse.
Chronologie der Ereignisse
Die folgenden Daten reichen von Melonis Schreiben bis zu den geplanten Gesprächen und stammen jeweils aus der Berichterstattung. Barrots Äußerung kam einen Tag nach Mélenchons Rede, und die Treffen in Abu Dhabi sind der nächste anstehende Schritt, wobei der französische Vertreter noch nicht benannt ist.
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Quellen und Kontext
- Notícias ao MinutoFranzösischer Außenminister beschuldigt Kandidaten von La France insoumise: „Kreml-Sprecher“MNE francês acusa candidato do França Insubmissa: "Porta-voz do Kremlin" · Original auf Portugiesisch
- Stirile ProTV„Kreml-Sprecher“. Schwere Vorwürfe, nachdem Mélenchon über Gebietsabtretungen in der Ukraine sprach"Purtătorul de cuvânt al Kremlinului". Acuzații grave după ce Mélenchon a vorbit despre concesii teritoriale în Ucraina · Original auf Rumänisch
- 7sur7„Der Kreml-Sprecher“: Jean-Noël Barrot greift Jean-Luc Mélenchon wegen des Donbas anLe porte-parole du Kremlin": Jean-Noël Barrot attaque Jean-Luc Mélenchon sur le Donbass · Original auf Französisch
- BFMTVKrieg in der Ukraine: Jean-Noël Barrot beschuldigt Jean-Luc Mélenchon, sich „zum Kreml-Sprecher gemacht zu haben“Guerre en Ukraine: Jean-Noël Barrot accuse Jean-Luc Mélenchon de s'être "fait porte-parole du Kremlin" · Original auf Französisch
- Jean-Noël Barrot
- Französischer Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, der Mélenchon vorwarf, als Sprecher des Kreml zu agieren
- Jean-Luc Mélenchon
- Kandidat von La France insoumise bei der französischen Präsidentschaftswahl, der territoriale Zugeständnisse in der Ukraine vorschlug
- Giorgia Meloni
- Italienische Ministerpräsidentin, die das unkoordinierte europäische Vorgehen bei den Ukraine-Verhandlungen kritisierte
- Kaja Kallas
- EU-Außenbeauftragte, die darauf beharrte, dass Europa an jeder Lösung des Konflikts beteiligt werden muss
- Volodymyr Zelensky
- Ukrainischer Präsident, dessen Legitimität Mélenchon infrage gestellt hat
- Orte
- Frankreich, Abu Dhabi, Ukraine, Donezbecken, Russland
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