Wahlen · Washington
Demokraten gewinnen beide Kammern des US-Kongresses und fast alle landesweiten Ämter in Texas
Die Demokraten haben die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses gewonnen und praktisch alle landesweiten Ämter in Texas erobert, wo James Talarico der erste texanische Demokrat im US-Senat seit 1988 wird.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, watson.ch/, SRF News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Demokraten gewannen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat, die bislang die Republikaner hielten. Bei der Wahl am Dienstag, 3. November, standen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze zur Wahl.
Die Demokraten gewannen das Gouverneursamt, das Amt des Vizegouverneurs, das des Generalstaatsanwalts, den Vorsitz der Eisenbahnaufsicht und alle vier Sitze am Obersten Gerichtshof von Texas. James Talarico ist der erste texanische Demokrat im US-Senat seit 1988.
Nach Auszählung von rund 96 Prozent der Stimmen liegt Scott Colom knapp vor Cindy Hyde-Smith. Rund 15.000 vorläufige Stimmzettel mit eidesstattlicher Erklärung sind entscheidend, fehlende Angaben können bis zum 10. November nachgereicht werden.
Der Republikaner Dan Sullivan tritt gegen Mary Peltola an, die Auszählung könnte länger dauern als üblich. Ein Streit über einen zweiten Dan Sullivan auf dem Stimmzettel könnte eskalieren, falls der Republikaner verliert.
Am Abend des Dienstag, 3. November, sagte Trump gegenüber Fox News, er sehe das Ergebnis nicht als Schlag gegen sich. Am Mittwoch, 4. November, nannte der republikanische Stratege John Feehery das Ergebnis eine riesige Katastrophe für ihn.
Demokraten erobern beide Kammern des Kongresses
Die Midterm-Wahlen am Dienstag, 3. November, brachten den Demokraten Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat – Kammern, die bislang die Republikaner hielten. Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat standen zur Wahl. Die Ergebnisse sehen Präsident Donald Trump einem Kongress gegenüber, der ihn nicht mehr verlässlich stützt. Die Folgen für Texas und für die Bundesregierung sind kaum zu überschätzen und könnten die US-Politik über Jahrzehnte prägen.
Ein nahezu kompletter Durchmarsch in Texas
Die Demokraten gewannen praktisch jedes landesweite Amt in Texas. Ihre Kandidaten errangen das Gouverneursamt, das Amt des Vizegouverneurs, das des Generalstaatsanwalts und den Vorsitz der staatlichen Eisenbahnaufsicht. Auch alle vier Sitze am Obersten Gerichtshof von Texas gingen an sie. James Talarico wird der erste texanische Demokrat, der seit 1988 in den US-Senat gewählt wird. Ken Paxton, der republikanische Senatskandidat, den Trump durchgesetzt hatte, wurde besiegt. Julie Fine, Texas-Büroleiterin von Bloomberg, sagte, die Republikaner hätten die rote Farbe des Staates so lange für selbstverständlich gehalten, dass sie sie als gegeben betrachtet hätten.
Die Republikaner suchen nach Antworten
Ted Cruz, der andere texanische Senator, dessen Sitz in diesem Jahr nicht zur Wahl stand, nannte das Ergebnis auf X einen blauen Tsunami und sagte, seine Partei habe den Kontakt zu den Wählern verloren, besonders in Texas. Er beschrieb die Abfuhr als eine Niederlage im Ausmaß von Watergate und nicht als die üblichen Verluste der Regierungspartei bei Zwischenwahlen. In einer längeren Analyse schrieb Cruz, zu viele Republikaner hätten die wirtschaftliche Not nicht verstanden oder sich nicht um sie gekümmert, und verwies auf hohe Benzinpreise, steigende Zwangsversteigerungen und Fahrzeugrücknahmen sowie eine Rekordzahl von Amerikanern, die jede Woche Blutplasma spenden. Der republikanische Stratege Matt Mackowiak sagte gegenüber MSNOW, der Abend sei ein thermonukleares Ereignis für die Republikaner in Texas gewesen, und Paxton sei der schwächste Spitzenkandidat des Staates seit mindestens 38 Jahren. Der Politikwissenschaftler Tobias Endler sagte gegenüber ntv, die Republikaner befänden sich nach der Welle im Chaos, und beschrieb Trump als verwundeten Grizzly.
Druck auf Trump aus den eigenen Reihen
Am Mittwoch, 4. November, drängten republikanische Verbündete und Strategen Trump zu einer Kurskorrektur. Sie forderten einen Umbau des Stabs im Weißen Haus, mehr Disziplin und ein Ende umstrittener Politikfelder, darunter der Iran-Krieg und die Zölle. Der Stratege John Feehery nannte das Ergebnis eine riesige Katastrophe für Trump und sagte, dieser werde mit jedem Tag mehr zur Lame Duck. JD Vance, der als wahrscheinlicher politischer Erbe Trumps gilt, hatte sich bereits von Trump distanziert und den Iran-Krieg für die Niederlagen verantwortlich gemacht. Trump sagte am Abend des Dienstag, 3. November, gegenüber Fox News, er sehe das Ergebnis nicht als Schlag gegen sich. Bei seinem ersten Auftritt nach der Wahl am Mittwoch, 4. November, unterbrach er Fragen von Reportern zu einer möglichen Amtsenthebung durch die Demokraten und wandte sich seinen Renovierungsprojekten zu, darunter dem Ballsaal im Weißen Haus.
Rennen werden noch ausgezählt
Die Senatswahl in Mississippi ist weiterhin offen. Nach Auszählung von rund 96 Prozent der Stimmen liegt der Demokrat Scott Colom knapp vor der republikanischen Senatorin Cindy Hyde-Smith, doch der Vorsprung ist zu klein, um einen Sieger auszurufen. Rund 15.000 vorläufige Stimmzettel mit eidesstattlicher Erklärung könnten die Entscheidung bringen; viele davon stammen von Wählern, die keinen Lichtbildausweis vorlegen konnten oder die nach einer Einstufung als inaktiv nicht mehr im Wählerverzeichnis standen. Laut CNN vermuten Wahlrechtsaktivisten, dass viele dieser Stimmzettel auf neue staatliche Verfahren zur Bereinigung der Wählerverzeichnisse zurückgehen, bei denen einige wahlberechtigte Bürger zu Unrecht als inaktiv markiert wurden. Die örtlichen Behörden müssen versuchen, die betroffenen Wähler zu erreichen, die fehlende Angaben bis zum 10. November nachreichen können; auch bis dahin eintreffende Briefwahlunterlagen können noch gezählt werden. Mississippi hat seit mehr als 40 Jahren keinen Demokraten mehr in den Senat entsandt. In Alaska tritt der republikanische Amtsinhaber Dan Sullivan gegen die frühere demokratische Abgeordnete Mary Peltola an, und die Auszählung könnte noch länger dauern. Ein Streit über einen zweiten Dan Sullivan auf dem Stimmzettel könnte eskalieren, falls der Republikaner verliert, und Trump kritisierte die Stimmenauszählung in Alaska.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- HandelsblattMidterms: Machtwechsel in Texas stellt die US-Politik auf den Kopf
- watson.ch/Darum dauert es in Alaska und Mississippi so lange, bis die Ergebnisse feststehen
- SRF NewsMidterms 2026 - Trump kritisiert Midterms-Stimmauszählung in Alaska
- N-tv"Chaos bei den Republikanern": Experte sieht in Trump "einen verwundeten Grizzly"
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen republikanische Verbündete ihn nach den Niederlagen bei den Zwischenwahlen zu einer Kurskorrektur drängten
- Ted Cruz
- Republikanischer Senator aus Texas, dessen Sitz 2026 nicht zur Wahl stand und der die Niederlage seiner Partei bei den Zwischenwahlen kritisierte
- James Talarico
- Demokrat, der als erster texanischer Demokrat seit 1988 in den US-Senat einzieht
- Ken Paxton
- Republikanischer Senatskandidat in Texas, den Trump durchgesetzt hatte und der besiegt wurde
- Scott Colom
- Demokratischer Senatskandidat in Mississippi, der während der Auszählung knapp in Führung liegt
- Cindy Hyde-Smith
- Republikanische Senatorin aus Mississippi in einem knappen Senatsrennen gegen Scott Colom
- Dan Sullivan
- Republikanischer Amtsinhaber im Senat aus Alaska, der gegen Mary Peltola antritt
- Mary Peltola
- Frühere demokratische Abgeordnete aus Alaska, die gegen Dan Sullivan antritt
- JD Vance
- US-Vizepräsident, der als wahrscheinlicher politischer Erbe Trumps gilt und den Iran-Krieg für die Niederlagen verantwortlich machte
- John Feehery
- Erfahrener republikanischer Stratege, der das Ergebnis eine riesige Katastrophe für Trump nannte
- Matt Mackowiak
- Republikanischer Stratege, der gegenüber MSNOW über das Ergebnis in Texas sprach
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