Wahlen · Washington

Demokraten gewinnen beide Kammern des US-Kongresses und fast alle landesweiten Ämter in Texas

Die Demokraten haben die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses gewonnen und praktisch alle landesweiten Ämter in Texas erobert, wo James Talarico der erste texanische Demokrat im US-Senat seit 1988 wird.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, watson.ch/, SRF News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington · Vereinigte Staaten

Demokraten erobern beide Kammern des Kongresses

Die Midterm-Wahlen am Dienstag, 3. November, brachten den Demokraten Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat – Kammern, die bislang die Republikaner hielten. Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat standen zur Wahl. Die Ergebnisse sehen Präsident Donald Trump einem Kongress gegenüber, der ihn nicht mehr verlässlich stützt. Die Folgen für Texas und für die Bundesregierung sind kaum zu überschätzen und könnten die US-Politik über Jahrzehnte prägen.

Ein nahezu kompletter Durchmarsch in Texas

Die Demokraten gewannen praktisch jedes landesweite Amt in Texas. Ihre Kandidaten errangen das Gouverneursamt, das Amt des Vizegouverneurs, das des Generalstaatsanwalts und den Vorsitz der staatlichen Eisenbahnaufsicht. Auch alle vier Sitze am Obersten Gerichtshof von Texas gingen an sie. James Talarico wird der erste texanische Demokrat, der seit 1988 in den US-Senat gewählt wird. Ken Paxton, der republikanische Senatskandidat, den Trump durchgesetzt hatte, wurde besiegt. Julie Fine, Texas-Büroleiterin von Bloomberg, sagte, die Republikaner hätten die rote Farbe des Staates so lange für selbstverständlich gehalten, dass sie sie als gegeben betrachtet hätten.

Die Republikaner suchen nach Antworten

Ted Cruz, der andere texanische Senator, dessen Sitz in diesem Jahr nicht zur Wahl stand, nannte das Ergebnis auf X einen blauen Tsunami und sagte, seine Partei habe den Kontakt zu den Wählern verloren, besonders in Texas. Er beschrieb die Abfuhr als eine Niederlage im Ausmaß von Watergate und nicht als die üblichen Verluste der Regierungspartei bei Zwischenwahlen. In einer längeren Analyse schrieb Cruz, zu viele Republikaner hätten die wirtschaftliche Not nicht verstanden oder sich nicht um sie gekümmert, und verwies auf hohe Benzinpreise, steigende Zwangsversteigerungen und Fahrzeugrücknahmen sowie eine Rekordzahl von Amerikanern, die jede Woche Blutplasma spenden. Der republikanische Stratege Matt Mackowiak sagte gegenüber MSNOW, der Abend sei ein thermonukleares Ereignis für die Republikaner in Texas gewesen, und Paxton sei der schwächste Spitzenkandidat des Staates seit mindestens 38 Jahren. Der Politikwissenschaftler Tobias Endler sagte gegenüber ntv, die Republikaner befänden sich nach der Welle im Chaos, und beschrieb Trump als verwundeten Grizzly.

Druck auf Trump aus den eigenen Reihen

Am Mittwoch, 4. November, drängten republikanische Verbündete und Strategen Trump zu einer Kurskorrektur. Sie forderten einen Umbau des Stabs im Weißen Haus, mehr Disziplin und ein Ende umstrittener Politikfelder, darunter der Iran-Krieg und die Zölle. Der Stratege John Feehery nannte das Ergebnis eine riesige Katastrophe für Trump und sagte, dieser werde mit jedem Tag mehr zur Lame Duck. JD Vance, der als wahrscheinlicher politischer Erbe Trumps gilt, hatte sich bereits von Trump distanziert und den Iran-Krieg für die Niederlagen verantwortlich gemacht. Trump sagte am Abend des Dienstag, 3. November, gegenüber Fox News, er sehe das Ergebnis nicht als Schlag gegen sich. Bei seinem ersten Auftritt nach der Wahl am Mittwoch, 4. November, unterbrach er Fragen von Reportern zu einer möglichen Amtsenthebung durch die Demokraten und wandte sich seinen Renovierungsprojekten zu, darunter dem Ballsaal im Weißen Haus.

Rennen werden noch ausgezählt

Die Senatswahl in Mississippi ist weiterhin offen. Nach Auszählung von rund 96 Prozent der Stimmen liegt der Demokrat Scott Colom knapp vor der republikanischen Senatorin Cindy Hyde-Smith, doch der Vorsprung ist zu klein, um einen Sieger auszurufen. Rund 15.000 vorläufige Stimmzettel mit eidesstattlicher Erklärung könnten die Entscheidung bringen; viele davon stammen von Wählern, die keinen Lichtbildausweis vorlegen konnten oder die nach einer Einstufung als inaktiv nicht mehr im Wählerverzeichnis standen. Laut CNN vermuten Wahlrechtsaktivisten, dass viele dieser Stimmzettel auf neue staatliche Verfahren zur Bereinigung der Wählerverzeichnisse zurückgehen, bei denen einige wahlberechtigte Bürger zu Unrecht als inaktiv markiert wurden. Die örtlichen Behörden müssen versuchen, die betroffenen Wähler zu erreichen, die fehlende Angaben bis zum 10. November nachreichen können; auch bis dahin eintreffende Briefwahlunterlagen können noch gezählt werden. Mississippi hat seit mehr als 40 Jahren keinen Demokraten mehr in den Senat entsandt. In Alaska tritt der republikanische Amtsinhaber Dan Sullivan gegen die frühere demokratische Abgeordnete Mary Peltola an, und die Auszählung könnte noch länger dauern. Ein Streit über einen zweiten Dan Sullivan auf dem Stimmzettel könnte eskalieren, falls der Republikaner verliert, und Trump kritisierte die Stimmenauszählung in Alaska.

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