Regierung · Den Haag
Niederländische Abgeordnete unterstützen Motion für Verbot generativer KI an Grundschulen – Staatssekretärin bittet um Zeit
Eine Mehrheit von 88 der 150 Sitze in der Tweede Kamer will generative KI für Grundschüler verbieten lassen, doch Staatssekretärin Judith Tielen bat vor einem solchen Verbot um mehr Zeit.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Trouw, NRC, gelderlander.nl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Eine Mehrheit von 88 der 150 Sitze unterstützt eine Motion von Volt und dem CDA, die das Kabinett auffordert, generative KI für Grundschüler zu verbieten; zehn Parteien stehen dahinter.
Lehrkräfte könnten KI weiterhin nutzen, um die Lernumgebung zu bereichern, doch Schüler müssten Texte schreiben und Aufgaben ohne Hilfsmittel lösen, berichten Gelderlander und Het Parool.
Judith Tielen (VVD) riet der Kammer in einer Haushaltsdebatte am Donnerstagabend, 29. Oktober, gegen die Motion zu stimmen, und bat Laurens Dassen, auf ihren Digitalisierungsplan zu warten.
Der PO-Raad, der Branchenverband für das Grundschulwesen, versteht die Sorgen, will aber vor einem Totalverbot Gespräche mit dem Ministerium und Fachleuten führen.
Die Motion und ihre Unterstützung
Eine Mehrheit von 88 der 150 Sitze in der Tweede Kamer unterstützt eine Motion von Volt und dem CDA, die das Kabinett auffordert, ein Verbot generativer KI für Grundschüler in seinen Regieplan Digitalisering aufzunehmen, den Rahmen, der die Richtung für die Digitalisierung der Bildung vorgibt. Laut NOS und Trouw unterstützen zehn Parteien das Verbot, darunter PRO, D66, PvdD, DENK, 50PLUS, SP, ChristenUnie und JA21. Der Volt-Politiker Laurens Dassen, der die Motion eingereicht hat, argumentiert, dass Werkzeuge wie ChatGPT, Gemini, Copilot und Claude kritisches Denken, Kreativität und Vorstellungskraft bei kleinen Kindern beeinträchtigen können – Fähigkeiten, die Schüler weitgehend in der Grundschule entwickeln. Trouw berichtete am späten Donnerstagabend, 29. Oktober, die Motion sei mit großer Mehrheit angenommen worden, obwohl frühere Berichte desselben Tages besagt hatten, die Abstimmung finde am Dienstag, 3. November, statt.
Was das Verbot umfassen würde
Das Verbot gilt laut Gelderlander und Het Parool nur für die Vermittlung von Grundfertigkeiten. Lehrkräfte könnten KI weiterhin nutzen, um die Lernumgebung zu bereichern, doch Schüler müssten Texte schreiben und Aufgaben ohne Hilfsmittel lösen. Volt und das CDA wollen, dass Kinder digital mündig werden und lesen, schreiben und rechnen lernen, bevor sie KI nutzen. Dassen sagte, generative KI vergrößere Lernlücken, und die Parteien müssten jetzt handeln. Der PO-Raad verweist auf Forschung, die nahelegt, dass eine intensive Nutzung generativer KI durch Schüler mit einem Rückgang des Lernerfolgs einhergeht. Nach neuen Leitlinien zu den Unterrichtsinhalten müssen Schüler zudem lernen, verantwortungsvoll mit einem KI-System umzugehen und künstliche Intelligenz zu erkennen und zu beschreiben.
Die Reaktion der Staatssekretärin
Die Staatssekretärin für Bildung, Judith Tielen (VVD), schloss sich der Motion in einer Haushaltsdebatte in der Tweede Kamer am Donnerstagabend, 29. Oktober, nicht an. Sie bat Dassen zu warten, bis ihr eigener Digitalisierungsplan fertig sei, und er lehnte ab. Tielen riet der Kammer daraufhin, gegen die Motion zu stimmen, weil sie selbst vorsichtiger vorgehen wollte. In der Debatte sagte sie:
„Ich verstehe die Sorge sehr gut. Aber um es so festzulegen, brauche ich dafür wirklich noch etwas mehr Zeit.“
Ihre Haltung steht dem Wunsch der Mehrheit entgegen, die die Motion bereits mit klarer Mehrheit unterstützt hat.
Reaktion aus der Grundschulpraxis
Der PO-Raad, der Branchenverband für das Grundschulwesen, erklärt, er verstehe die Sorgen der Politiker und stimme zu, dass etwas geschehen müsse. Ein mögliches Totalverbot bezeichnet er als aus heiterem Himmel kommend, und er will zunächst gute Vereinbarungen mit dem Ministerium und Fachleuten treffen. Das CDA-Mitglied Etkin Armut sagte, Bücher blieben die Grundlage des Lernens, und fügte hinzu:
„Generative KI bringt Grundschülern aus unserer Sicht nichts.“
Armut sagte, digitale Kompetenz sei wichtig, aber KI solle nur so eingesetzt werden, dass sie das Lernen unterstützt.
Wie es weitergeht
Die Motion fordert das Kabinett auf, das Verbot in seinen Digitalisierungsrahmen aufzunehmen, hat also für sich genommen keine Rechtskraft. Tielens eigener Digitalisierungsplan ist noch in Vorbereitung, und sie bat die Kammer, vor der Abstimmung darauf zu warten. Der PO-Raad sucht Gespräche mit dem Ministerium und Fachleuten über Vereinbarungen zur KI-Nutzung im Unterricht. Die Berichte vom Donnerstagabend stimmen darin überein, dass die Kammer die Motion unterstützt hat, während das genaue Datum der Abstimmung in den Quellen unklar blieb.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- TrouwParlament will KI-Verbot in der Grundschule, Staatssekretärin mahnt zur RuheKamer wil AI-verbod op basisschool, staatssecretaris maant tot kalmte · Original auf Niederländisch
- NRCParlamentsmehrheit will auf Initiative von Volt und CDA ein totales KI-Verbot in der GrundschuleKamermeerderheid wil, op initiatief van Volt en CDA, totaalverbod voor AI in het primair onderwijs · Original auf Niederländisch
- gelderlander.nlParlament will Verbot der Nutzung von Chatbots in der Grundschule: „Das kommt aus heiterem Himmel“Kamer wil verbod op gebruik van chatbots op basisschool: 'Dit komt uit de lucht vallen' · Original auf Niederländisch
- Het ParoolParlament will Verbot von ChatGPT, Gemini und Claude in Grundschulen: „Erst kritisch denken lernen“Kamer wil verbod op ChatGPT, Gemini en Claude op basisscholen: 'Eerst kritisch leren denken' · Original auf Niederländisch
- Judith Tielen
- VVD-Staatssekretärin für Bildung, die die Kammer bat, gegen die Motion zu stimmen und auf ihren Digitalisierungsplan zu warten
- Laurens Dassen
- Volt-Politiker, der die Motion für ein Verbot generativer KI an Grundschulen eingereicht hat
- Etkin Armut
- CDA-Mitglied der Tweede Kamer, das die Motion mit unterstützte und argumentierte, Bücher blieben die Grundlage des Lernens
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