Tennis · Wien

Medwedew schlägt in Wien statt des Schlägers den Platz – und besiegt dann Norrie in drei Sätzen

Daniil Medwedew hat am Donnerstag, 29. Oktober, bei seinem Zweitrundensieg gegen Cameron Norrie bei den Vienna Open mit der Faust auf den Platz geschlagen und anschließend zum Stuhlschiedsrichter gesagt, die ATP möge es, wenn sich Spieler selbst verletzen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, sport.interia.pl, Fanpage und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Wien · Österreich

Der Faustschlag am Donnerstag

Daniil Medwedew besiegte Cameron Norrie am Donnerstag, 29. Oktober, in der zweiten Runde der Vienna Open mit 4-6, 6-3, 7-6(1), wie die New York Times berichtet. Adnkronos ordnet dieselbe Partie dem Achtelfinale zu, und Fanpage gibt den Spielstand des dritten Satzes mit 7-5 an – die Berichte weichen beim Endergebnis also voneinander ab. Das ATP-500-Turnier hatte im Vorjahr Jannik Sinner gewonnen. Der Moment, der Aufmerksamkeit erregte, kam im dritten Satz, nachdem Medwedew sein Aufschlagspiel durch eine Netzkante verloren hatte und Norrie 2-0 führte. Statt seinen Schläger zu zertrümmern, den üblichen Ventil für Frustration, schlug Medwedew mehrfach mit der Faust auf den Platz; Fanpage berichtet, er habe sich dafür hingekniet. Die NYT schreibt, er habe sich aus einem Rückstand mit Matchball gegen sich zurückgekämpft, während Fanpage berichtet, er habe im dritten Satz 5-3 zurückgelegen, einen Matchball abgewehrt und die Partie nach rund zweieinhalb Stunden beendet.

Was er dem Schiedsrichter sagte

Während einer Seitenwechselpause zwischen zwei Spielen sprach Medwedew den Stuhlschiedsrichter auf die Faustschläge an. Die NYT zitiert ihn wie folgt.

„Wenn man sich selbst verletzt, bekommt man wenigstens keine Geldstrafe. Die ATP mag es, wenn sich die Leute selbst verletzen.“

Daniil Medwedew

Die ATP Tour reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme, ergänzt die NYT. Fanpage zufolge war der Schlag auf den Beton bis auf die Tribüne zu hören, und die Seite bezeichnet die Bemerkung als die schärfste des Matches. Der Wortwechsel folgte auf den Ausbruch im dritten Satz und ging dem Comeback Medwedews zum Satzgewinn voraus.

Regeln und frühere Geldstrafen

Das Regelwerk für 2026 sieht nach Darstellung der NYT eine Geldstrafe von bis zu 500 Dollar pro Verstoß gegen das Schläger-Missbrauchsverbot vor, zusätzlich zu den Strafen auf dem Platz. Eine weiter gefasste Bestimmung zum unsportlichen Verhalten erlaubt Geldstrafen von bis zu 40.000 Dollar bei ATP-500-Turnieren und deckt Verhalten ab, das als missbräuchlich oder schädlich für das Turnier oder den Sport gilt. Die Regeln verbieten Schlägermissbrauch ausdrücklich, sagen aber nichts Konkretes über Faustschläge auf den Platz, sodass die weiter gefasste Bestimmung sowohl die Schläge als auch die Bemerkungen abdecken könnte, so die NYT. Geldstrafen von insgesamt mehr als 125.000 Dollar seit Januar 2025 betreffen ihrerseits sein Verhalten bei drei Turnieren, darunter 7.000 Dollar dafür, dass er im April bei den Monte Carlo Masters siebenmal seinen Schläger zertrümmerte. In diesem Match in Monte Carlo verlor er 6-0, 6-0 gegen Matteo Berrettini und zerbrach den Schläger so weit, dass er in einen Mülleimer am Platzrand passte. Die NYT merkt an, es sei seine erste Niederlage auf Tour-Ebene ohne gewonnenes Spiel gewesen.

Höchststrafen und frühere StrafeUSD
Schlägermissbrauch, Höchststrafe pro Verstoß
500 USD
Unsportliches Verhalten bei ATP 500, Höchststrafe
40000 USD
Geldstrafe für Schlägerzertrümmern in Monte Carlo
7000 USD

Daten aus dem Artikeltext

Präzedenzfall und wie es weitergeht

Medwedew ist nicht der erste Spieler, der sich aus Frust selbst verletzt. In Wimbledon schlug Andrey Rublev 2024 bei seiner Erstrundenniederlage gegen Francisco Comesaña mit dem Schläger auf sein Knie und blutete anschließend. Rublev sagte danach, er habe seine Frustration auf sich selbst gerichtet, statt den Belag zu beschädigen. Die NYT bringt den jüngsten Ausbruch mit einer früheren Disqualifikation bei den China Open in Verbindung, während Interia ein Halbfinale in Peking beschreibt, in dem Medwedew einen Fan mit einem Ball traf – ein Vorfall, der zur Disqualifikation führte und dessen Absicht nach Darstellung von Interia unklar blieb. In den Viertelfinals von Wien trifft Medwedew nun laut Fanpage auf Adrian Mannarino. Fanpage zufolge festigt der Sieg seinen fünften Platz im Ranking und sichert ihm ein Ticket für die ATP Finals in Turin. Interia ergänzt, er habe nach den US Open das Finale von Hangzhou und das Finale von Almaty gegen Basilashvili gewonnen.

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Quellen und Kontext

Orte
Wien

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