Rafa Jódar dreht Partie gegen Van de Zandschulp und erreicht das Viertelfinale der Shanghai Masters
Der 20-jährige Spanier gewann 6:7 (4), 6:4, 6:2, nachdem er den ersten Satz verloren hatte – sein drittes Comeback in Folge bei diesem Turnier. Am Freitag, 16. Oktober, trifft er nun auf Casper Ruud, nachdem Felix Auger-Aliassime sein Match im ersten Satz verletzungsbedingt aufgegeben hatte.
Das Match
Rafa Jódar besiegte Botic van de Zandschulp am Mittwoch, 14. Oktober, mit 6:7 (4), 6:4, 6:2 und erreichte damit das Viertelfinale der Shanghai Masters 1000 auf Hartplatz. Es ist das achte Masters-1000-Turnier der Saison und Jódars viertes Viertelfinale auf diesem Niveau in diesem Jahr nach Montreal, Rom und Madrid. Der 20-Jährige aus Madrid ist in Shanghai an Position 12 gesetzt und rangiert laut EL MUNDO und EL PAÍS auf Platz 13 der Weltrangliste. Das Match dauerte etwa zwei Stunden und 30 Minuten.
Van de Zandschulp, laut EL PAÍS 31 Jahre alt und auf Platz 41 geführt, kam mit Siegen über Dani Mérida, Alex Michelsen und Arthur Fils in die Partie. Er schlug stark auf und ließ im ersten Satz nur zwei Breakbälle zu. Jódar hatte das Achtelfinale erreicht, nachdem er in der ersten Runde den Argentinier Agustín Tirante und in der zweiten Runde den Tschechen Jiri Lehecka besiegt hatte; dieser Sieg war sein drittes Comeback in Folge bei dem Turnier.
Drei Sätze, zwei Comebacks
Der Niederländer holte sich den ersten Satz im Tie-Break mit 7:4, nachdem Jódar beim Stand von 4:3 zu seinen Gunsten zwei Breakbälle gehabt und keinen davon genutzt hatte. Jódar breakte dann zu Beginn des zweiten Satzes, doch Van de Zandschulp breakte im sechsten Spiel zurück. Laut Europa Press breakte Jódar im siebten Spiel erneut und hielt seinen Aufschlag zum 6:4-Satzgewinn.
Im Entscheidungssatz breakte Jódar im ersten Spiel und dann erneut im siebten, dazwischen hielt er seinen eigenen Aufschlag. Er beendete den Satz mit 6:2 und das Match mit einem souveränen Abschluss. Die folgende Zeitleiste zeigt die drei Sätze.
- Van de Zandschulp gewinnt den Tie-Break 7:4, nachdem Jódar zwei Breakbälle vergeben hat
- Jódar gewinnt 6:4 nach einem Break im siebten Spiel
- Jódar gewinnt 6:2 nach Breaks im ersten und siebten Spiel
Verwarnung auf dem Platz
Zu Beginn des zweiten Satzes, nachdem er einen Breakball vergeben hatte, beschimpfte Jódar einen Balljungen mit einer Beleidigung, während er ein Handtuch verlangte. LaSexta berichtet, der Stuhlschiedsrichter habe ihm eine Verwarnung erteilt, die mit einer Geldstrafe verbunden ist, und ihm gesagt, so spreche man nicht mit Balljungen. Danach wurde sein Umgang mit den Balljungen merklich höflicher, und das Medium erklärte, er solle aus dem Vorfall eine Lehre für künftige Matches ziehen.
Ruud als Nächster und das Rennen um Turin
Jódar trifft im Viertelfinale am Freitag, 16. Oktober, auf Casper Ruud, nachdem Felix Auger-Aliassime, laut EL MUNDO die Nummer fünf der Welt, sein Match im ersten Satz verletzungsbedingt aufgegeben hatte. EL MUNDO berichtet zudem, dass Carlos Alcaraz, die Nummer 3, gegen den Belgier Zizou Bergs verlor und dass Alejandro Davidovich Fokina am Dienstag das Viertelfinale erreichte. Jódar ist der zehnte Spanier, der das Viertelfinale von Shanghai erreicht, und der Titel von Shanghai ist die einzige Masters-1000-Trophäe, die noch nie ein spanischer Spieler gewonnen hat.
Vor dem Match sprach Jódar über sein Saisonziel und seinen Platz im Rennen um Turin:
Wenn ich es schaffe, werde ich sehr glücklich sein.
Jódar hat noch Chancen auf die ATP Finals. Álex de Miñaur, der am Dienstag Karen Khachanov besiegte, liegt im Race auf Platz neun – dem letzten Qualifikationsplatz nach der Verletzung von Jannik Sinner –, vor Novak Djokovic und Jódar.

