Regierung · Neapel

Mattarella nennt Abwanderung aus dem Süden bei Jubiläumsfeier in Neapel von nationalem Interesse

Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella hat bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Fondazione con il Sud in Neapel gesagt, im Süden Geborene müssten frei entscheiden können, ob sie bleiben oder zurückkehren. Die Stiftung erklärte, sie habe nur vier von 57 Anträgen fördern können.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Tgcom24, ANSA.it, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Neapel · Italien

Mattarella verknüpft die Jugend des Südens mit dem nationalen Interesse

Staatspräsident Sergio Mattarella sprach am 5. November kurz bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Fondazione con il Sud in Neapel. Unter Verweis auf die „vier Verben“ der Stiftung sagte er, im Süden Geborene müssten frei wählen können, dort zu bleiben oder nach Erfahrungen anderswo zurückzukehren, und Menschen von außerhalb müssten sich ihnen anschließen können. Er bezeichnete dies als Schlüssel für die Entwicklung des gesamten Landes.

„Das ist ein Schlüssel für die Entwicklung des gesamten Landes; es liegt im nationalen Interesse Italiens.“

Sergio Mattarella, Staatspräsident Italiens

Mattarella sagte zudem, in der Vormittagssitzung sei eine breite Palette von Initiativen des Dritten Sektors mit konkreten Perspektiven vorgestellt worden, und er dankte der Stiftung und ihrem Präsidenten Stefano Consiglio für zwei Jahrzehnte Arbeit. Die Veranstaltung fand im Monumentalkomplex Donnaregina statt, wo ihn der Präsident der Region Kampanien, Roberto Fico, der Bürgermeister von Neapel, Gaetano Manfredi, der Präfekt von Neapel, Michele Di Bari, und Erzbischof Domenico Battaglia empfingen. Nach der Zeremonie besichtigte er den Quadriportikus der Kathedrale, wo archäologische Grabungen zu frühchristlichen Funden laufen.

Nur vier von 57 Anträgen gefördert

Stefano Consiglio, Präsident der Stiftung, sagte, die Initiative Riabitare il Sud 2025 habe 57 Anträge angezogen und mehr als 200 Organisationen des Dritten Sektors sowie rund 280 kleine Gemeinden einbezogen. Die Stiftung habe nur vier dieser 57 Anträge unterstützen können, mit 8 Millionen Euro, dazu 1,5 Millionen aus einem Fonds gegen Bildungsarmut von Minderjährigen. Consiglio sagte, mehr als fünfzig Gebiete hätten Netzwerke und Strategien aufgebaut, könnten aber aus Ressourcenmangel nicht unterstützt werden. Er warnte, dieses Planungskapital drohe zu zerstreuen, und das könne sich das Land nicht leisten. Er forderte eine nationale Kohäsionsinitiative, um ein Problem anzugehen, das über lokale Grenzen hinausgehe.

Riabitare il Sud: eingegangene und geförderte Anträge
Eingegangene Anträge
57
Geförderte Anträge
4

Daten aus dem Artikeltext

Drei von vier Italienern besorgt über Entvölkerung

Eine Umfrage des Instituts Demopolis, durchgeführt für die Stiftung im Rahmen ihrer Kampagne Sud Vivo, wurde bei der Veranstaltung vorab vorgestellt. Sie ergab, dass 73 % der Italiener über die Entvölkerung besorgt sind und sie vorrangig behandelt sehen wollen – 13 Prozentpunkte mehr als in der Umfrage vom März 2025. Unter den Befragten im Süden steigt der Anteil auf 81 %. Insgesamt sind 82 % besorgt darüber, dass junge Menschen ins Ausland oder in den Mittel- und Norden ziehen; die Quote reicht von 74 % im Norden bis 92 % im Mezzogiorno. Die Sorge über sinkende Geburtenzahlen ist gleichmäßiger: etwa acht von zehn Italienern sind besorgt.

Anteil der über die Entvölkerung besorgten Italiener, Demopolis-Umfrage%
Alle Italiener, Entvölkerung
73 %
Befragte im Süden, Entvölkerung
81 %
Befragte im Norden, Wegzug junger Menschen
74 %
Befragte im Süden, Wegzug junger Menschen
92 %

Daten aus dem Artikeltext

Schrumpfende Bevölkerung und ein Ruf nach Kohäsion

Adnkronos berichtete unter Berufung auf Istat-Zahlen, dass der Mezzogiorno zwischen 2001 und 2023 rund 730.000 Einwohner verloren hat. Die am wenigsten pessimistischen Projektionen bis 2080 schätzen einen Verlust von etwa 8 Millionen Einwohnern. Auch die Städte im Norden sind auf Zuzug aus dem Süden angewiesen, um Schulen, Gerichte, Krankenhäuser und Polizeikräfte besetzt zu halten. Consiglio sagte, die Stiftung erhebe keine Forderungen, sondern stehe an der Seite der jungen Menschen, von denen viele beginnen zurückzukehren, und die Abwanderung werde weitergehen, was er in Europa für natürlich halte. Vorrangig gehe es darum, Zuzug durch faire Bezahlung und Karriereperspektiven in Unternehmen und öffentlicher Verwaltung zu gewinnen.

Consiglio schloss, das Thema reiche über den Süden hinaus:

„Wenn sich der Süden entvölkert, ist das nicht nur ein Problem des Südens. Es ist ein Problem für ganz Italien.“

Stefano Consiglio

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