Regierung · Mailand, Rom und Turin
Gewerkschaften: Bis zu 1,5 Millionen Menschen protestieren in Italien gegen Lebenshaltungskosten und Schulbudgets
Studierende, Lkw-Fahrer, Taxifahrer und Landwirte beteiligten sich am Freitag, 30. Oktober, an einem von der Gewerkschaft USB ausgerufenen Generalstreik. Die Behörden haben keine offizielle Zahl veröffentlicht, in Städten wie Mailand und Rom war die Polizei stark präsent.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Soir, LesEchos.fr, Le Monde.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die Gewerkschaft USB erklärte gegenüber AFP, zwischen einer und 1,5 Millionen Menschen hätten sich den Zügen angeschlossen, eine separate Schätzung bezifferte die Zahl auf knapp eine Million. Eine offizielle Zahl haben die Behörden nicht veröffentlicht.
Aus Dutzenden italienischer Städte wurden am Freitag, 30. Oktober, ab 10:00 Uhr Züge gemeldet, darunter Mailand, Rom, Turin, Bologna und Neapel.
Ein Einzelzimmer in Rom kann laut einer von AFP befragten Studentin 1.200 Euro im Monat kosten. Die Gewerkschaften fordern die Lohnindexierung, die Italien 1992 aufgegeben hat.
Innenminister Matteo Piantedosi versetzte die Sicherheitskräfte in höchste Alarmbereitschaft, nach den Ausschreitungen vom 17. und 18. Oktober bleiben Fallschirmjäger bis zum Jahresende in Mailand.
Bahn, Nahverkehr und Luftverkehr waren trotz einer am Vortag von Verkehrsminister Matteo Salvini unterzeichneten Requirierungsanordnung massiv gestört, während sich rund hundert Hafenstädte in zwanzig Ländern einer Kampagne gegen den Waffenhandel anschlossen.
- 17.10.Gewalt und Zerstörung in Mailand am 17. und 18. Oktober
- 29.10.Verkehrsminister unterzeichnet Requirierungsanordnung für die Verkehrsnetze
- 30.10.Märsche beginnen in Dutzenden Städten, Zehntausende versammeln sich
- 30. Oktober, kurz vor 10:30 UhrDer Mailänder Zug setzt sich vom Hauptbahnhof in Bewegung
Beteiligung und die Zahlen der Gewerkschaften
Am Freitag, 30. Oktober 2026, füllten Demonstrationszüge die Straßen in ganz Italien, während eines von der Gewerkschaft USB ausgerufenen Generalstreiks. Die Gewerkschaft erklärte gegenüber AFP, landesweit hätten zwischen einer und 1,5 Millionen Menschen teilgenommen, eine separate Schätzung bezifferte die Zahl auf knapp eine Million. Die Behörden haben keine offizielle Zählung veröffentlicht, die Spanne beruht also auf den eigenen Angaben der Gewerkschaft. Andere Berichte beschrieben, dass sich ab 10:00 Uhr Zehntausende versammelten und in mehr als fünfzig Städten Züge stattfanden.
Wer marschierte und warum
Studierende, Beschäftigte, Lehrkräfte und Rentner schlossen sich Lkw-Fahrern, Taxifahrern und Landwirten an, die in den Wochen vor dem Streik gegen die stark gestiegenen Kraftstoffpreise protestiert hatten. Auch Mieterbewegungen und propalästinensische Gruppen beteiligten sich an den Zügen. Zu den Forderungen gehören die Rückkehr zur Lohnindexierung, die Italien 1992 aufgegeben hat, eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Güter des täglichen Bedarfs sowie Maßnahmen gegen steigende Energie- und Mietpreise. Einige Demonstranten wandten sich zudem gegen die Erhöhung der Verteidigungsausgaben.
Die Wohnkosten lasten schwer auf den Studierenden. Eine von AFP befragte Studentin sagte, ein Einzelzimmer in Rom könne 1.200 Euro im Monat kosten. Auf einem Transparent in Mailand stand: gegen teures Leben, gegen Krieg und gegen Aufrüstung.
Verkehr, Häfen und die Route in Mailand
Bahn, Nahverkehr und Luftverkehr waren landesweit massiv gestört, trotz einer Requirierungsanordnung, die Verkehrsminister Matteo Salvini am Vortag unterzeichnet hatte. Auch die italienischen Häfen wurden im Rahmen einer internationalen Kampagne gegen den Waffenhandel blockiert, an der rund hundert Hafenstädte in zwanzig Ländern beteiligt waren. In Mailand setzte sich der Zug kurz vor 10:30 Uhr vom Hauptbahnhof in Bewegung und mied das Stadtzentrum mit seinen Geschäften, die bei den Ausschreitungen vom 17. und 18. Oktober beschädigt worden waren. Die Zusammenstöße in Turin zu Beginn der Mobilisierung fielen gering aus.
Polizeieinsatz und die Debatte über die Vorbereitung
Innenminister Matteo Piantedosi versetzte die Sicherheitskräfte in höchste Alarmbereitschaft. In Mailand bleiben Fallschirmjäger bis zum Jahresende stationiert, in Turin, Bologna, Florenz, Rom und Neapel sollten Bereitschaftseinheiten mobilisiert werden, und Turin verbot bei Demonstrationen Sturmhauben, Helme und Rauchfackeln. Ein Bericht in der italienischen Presse besagte, die Nachrichtendienste hätten das Innenministerium vor den Ausschreitungen vom 17. Oktober gewarnt, in sozialen Netzwerken seien in Jugendgruppen mit dem Spitznamen „Maranza“ Aufrufe zur Gewalt im Umlauf, und die Zahl der Polizeikräfte sei an jenem Tag Berichten zufolge nicht erhöht worden. Die Proteste setzen die Regierung von Giorgia Meloni unter Druck, die Forderungen zu Löhnen, Wohnen und Schulbudgets ausgesetzt ist, und die Vorbereitung der Polizei steht nun zur Debatte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le SoirMehr als eine Million Demonstranten in Italien laut Gewerkschaften: für die Schule und gegen die hohen LebenshaltungskostenPlus d'un million de manifestants en Italie selon les syndicats : pour l'école et contre la vie chère · Original auf Französisch
- LesEchos.frEine Million Italiener demonstrieren im ganzen Land gegen die hohen LebenshaltungskostenUn million d'Italiens manifestent contre la vie chère dans tout le pays · Original auf Französisch
- Le Monde.frTausende Studenten und Arbeiter demonstrieren in Italien unter strengen SicherheitsvorkehrungenThousands of students, workers demonstrate in Italy under heavy security · Original auf Englisch
- Courrier internationalGeneralstreik in Italien: ein „schwarzer Freitag“ für die Regierung MeloniGrève générale en Italie : un "vendredi noir" pour le gouvernement Meloni · Original auf Französisch
- Giorgia Meloni
- Regierungschefin Italiens, deren Regierung durch die Proteste gegen Lebenshaltungskosten und Verteidigungsausgaben unter Druck steht
- Matteo Salvini
- Verkehrsminister, der am Vortag des Streiks die Requirierungsanordnung für die Verkehrsnetze unterzeichnete
- Matteo Piantedosi
- Innenminister, der die Sicherheitskräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzte
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen