Regierung · Rom und Turin

Hunderttausende protestieren in ganz Italien – Kundgebungen verlaufen überwiegend friedlich

Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die italienischen Militärausgaben haben am Freitag, 30. Oktober 2026, an mehr als 60 Orten im ganzen Land Hunderttausende Menschen mobilisiert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von De Standaard. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom, Turin · Italien

Am Freitag, 30. Oktober 2026, versammelten sich Menschen an mehr als 60 Orten in Italien. Die kommunistische Gewerkschaft USB, die die Proteste gemeinsam mit mehreren Arbeiterorganisationen ausgerufen hatte, bezifferte die Zahl der Demonstrierenden auf eine Million. Die Kundgebungen richteten sich unter dem Motto „Die Waffen niederlegen und die Löhne erhöhen“ gegen die teuren Lebenshaltungskosten und die italienischen Militärausgaben; getragen wurden sie vor allem von Studierenden, Beschäftigten und propalästinensischen Aktivistinnen und Aktivisten. Die Proteste verliefen weitgehend friedlich, allerdings setzte die Polizei in Turin einen Wasserwerfer ein, und in Rom zündeten Demonstrierende mehrere Mülltonnen an. Die organisierende Gewerkschaft hatte zudem dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Verkehrsminister Matteo Salvini von der rechtsgerichteten Lega erließ eine Sonderverordnung, die Streiks in den Tagen vor einem gesetzlichen Feiertag verbietet – in diesem Fall Allerheiligen. USB versprach, etwaige Bußgelder für Beschäftigte zu übernehmen. Die Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr blieben relativ begrenzt, während sich mehr als 100 Häfen im In- und Ausland einem Aufruf zur Schließung aus Protest gegen den internationalen Waffenhandel anschlossen. Die Demonstration folgt auf eine langanhaltende wirtschaftliche Talfahrt, in der Verkehr und Landwirtschaft stark unter gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreisen litten und Lastwagenfahrer im Oktober die Arbeit niederlegten und wichtige Transportrouten blockierten. In Teilen Süditaliens blieben die Regale in den Geschäften zeitweise leer, und die Regierung Meloni legte ein einmaliges Hilfspaket für die betroffenen Branchen auf. In den Niederlanden, Belgien und Frankreich riefen Beiträge in sozialen Medien dazu auf, am Samstag, 31. Oktober, auf die Straße zu gehen. Der niederländische Innenminister Pieter Heerma sprach von besorgniserregenden Berichten, und in Den Haag vernagelten Geschäfte ihre Fenster, obwohl in den Niederlanden keine offiziellen Demonstrationen angemeldet worden waren.

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