Gesundheit & Bildung

Manosphere sollte als Public-Health-Problem behandelt werden, fordert ein Lancet-Bericht

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler argumentieren in The Lancet, dass Online-Communities der Manosphere gesundheitliche Schäden bei Jungen und Männern verursachen und ähnlich angegangen werden sollten wie die Schäden durch Tabak.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von TheJournal.ie, Irish Examiner und The Telegraph. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Was der Bericht argumentiert

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler legen in einem neuen, in The Lancet veröffentlichten Bericht dar, dass die Manosphere als Public-Health-Problem behandelt werden sollte und die online verursachten Schäden ähnlich angegangen werden müssten wie die der Tabakindustrie. Die Autorinnen und Autoren beschreiben sie als kommerzielles Ökosystem und lockeres Netzwerk von Online-Communities, das sich um Vorstellungen von Männlichkeit, Frauenfeindlichkeit und männlicher Opferrolle herum gebildet habe. Die Bewegung drehe sich um eine behauptete Krise der Männlichkeit und die gemeinsame Auffassung, der Feminismus habe Männer systematisch benachteiligt. Demnach handelt es sich um eine Reihe gesundheitlicher Schäden und nicht nur um eine Frage der Online-Debatte.

Benannte Schäden

Die Autorinnen und Autoren bringen die Bewegung mit Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie mit psychischen Problemen in Verbindung. Sie schreiben ihr zudem zu, dass sie Jungen und Männer davon abhält, Hilfe zu suchen – der Bericht spricht davon, dass Hilfeersuchen delegitimiert würden. Empörung und Groll seien in diesem Online-Umfeld profitabel, argumentieren sie, und Jungen und junge Männer seien besonders gefährdet, weil ihre Unsicherheiten bewirtschaftet und anschließend in Einnahmen verwandelt werden könnten. Der Bericht stellt fest, dass die Probleme von Männern dem Feminismus statt strukturellen Bedingungen zugeschrieben würden und dass männliche Identität in Merchandise und bezahlte Inhalte verpackt werde.

Vergleich mit Tabak- und Lebensmittelindustrie

Der Bericht vergleicht die Taktiken von Content-Erstellern und Hosting-Plattformen mit denen der Tabak- und der Ultra-Processed-Food-Industrie und erklärt, beide verlagerten die Verantwortung auf den Einzelnen. Er warnt davor, dass Bemühungen zur Regulierung oder Moderation von Inhalten häufig als Angriff auf die Autonomie von Männern dargestellt würden, was nach Einschätzung der Autorinnen und Autoren den Spielraum für Eingriffe verengt. Sie fordern, Regulierung solle auf die Online-Plattformen und nicht auf die Nutzer zielen. Als Vorbild nennen sie das Verbot von Tabakwerbung, die sich an Kinder richtet – es trifft die Industrie statt Raucherinnen und Raucher zu kriminalisieren.

Vorgeschlagene Antwort

Die Autorinnen und Autoren fordern eine koordinierte Reaktion von Regierungen, Schulen, Gesundheitsdiensten und zivilgesellschaftlichen Organisationen und wollen das Thema behandelt wissen wie jedes andere Risiko für die öffentliche Gesundheit. Sie schlagen bessere Beschäftigungsaussichten, Zugang zu Qualifikationen, die Rückgewinnung von Jungen für Bildung sowie einen gerechten Zugang zu psychosozialer Versorgung und zu Angeboten der Grundversorgung vor, die junge Männer erreichen. Zudem raten sie davon ab, Männlichkeit in der Kommunikation als im Kern toxisch darzustellen oder Jungen und Männer als von Natur aus mangelhaft zu beschreiben. Ein weiterer empfohlener Schritt ist die Stärkung der bestehenden Inhaltsmoderation, um schädliche Online-Umgebungen einzuschränken.

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