
Roberto Mancini nominiert 34-köpfigen italienischen Kader mit neun Debütanten für die Nations League
Roberto Mancini startete seine zweite Amtszeit als italienischer Nationaltrainer, indem er für vier Nations-League-Spiele ab dem 25. September in Rom gegen Belgien neun Debütanten in einen 34-köpfigen Kader berief.
Erweiterter Kader und neue Berufungen
Roberto Mancini gab am Freitag einen 34-köpfigen Kader für Italiens Auftaktspiele der Nations League 2026–2027 bekannt und beginnt damit seine zweite Amtszeit als Cheftrainer. Die vergrößerte Auswahl umfasst neun noch nicht berufene Spieler, die ihre ersten Einberufungen in die A-Nationalmannschaft erhalten, um sich auf einen verdichteten Herbstspielplan vorzubereiten. Zu diesen Neulingen gehören Bologna-Torhüter Massimo Pessina, Roma-Verteidiger Daniele Ghilardi, Brentford-Außenverteidiger Michael Kayode und Monza-Verteidiger Eddy Kouadio. Mancini berief außerdem Cagliari-Mittelfeldspieler Alessandro Romano, Sporting Lissabon-Mittelfeldspieler Issa Doumbia, Sassuolo-Stürmer Sebastiano Esposito, Napoli-Flügelstürmer Antonio Vergara und den Stürmer des 1. FC Nürnberg, Mohamed Ali Zoma. Die jungen Spieler Honest Ahanor von Crystal Palace und Samuele Inacio von Borussia Dortmund behalten ihre Plätze im Kader, nachdem sie bereits im Juni bei Freundschaftsspielen zum Einsatz kamen. Sebastiano Esposito gesellt sich zu seinem jüngeren Bruder, Inter-Stürmer Francesco Pio Esposito, in der Angriffsgruppe.
Rückkehrer und bemerkenswerte Auslassungen
Die Kaderliste enthält die Rückkehr mehrerer Spieler, die längere Zeit nicht für die Nationalmannschaft gespielt hatten. Mittelfeldspieler Rolando Mandragora erhielt seine erste Berufung seit März 2021, während Nicolò Fagioli und Nicolò Zaniolo nach Abwesenheiten, die bis Oktober 2024 zurückreichen, wieder zur Mannschaft stießen. Cagliari-Stürmer Daniel Maldini wurde trotz einer kurz zuvor erfolgten Führerscheinentziehung nach einem Autounfall in Mailand, bei dem er über der gesetzlichen Alkoholgrenze lag, in den Kader berufen. Stürmer Mateo Retegui fehlt, da er sich noch von einer im April erlittenen Verletzung erholt, obwohl er in sieben Spielen in Saudi-Arabien vier Tore erzielte. Mancini verzichtete zudem auf die erfahrenen Flügelspieler Matteo Politano, Federico Bernardeschi und Mattia Zaccagni, um jüngere Optionen auf den Außenpositionen zu testen. Eine Reihe von Stammspielern fehlte verletzungsbedingt, darunter Federico Chiesa, Manuel Locatelli, Alessandro Buongiorno, Giovanni Leoni, Marco Palestra und Alex Meret.
Administrative Veränderungen und Führungswechsel
Mancini übernahm die Leitung der Nationalmannschaft nach einer Phase organisatorischer Veränderungen innerhalb des Italienischen Fußballverbandes. Die Trainervakanz entstand, nachdem Gennaro Gattuso gegangen war und Verhandlungen zur Verpflichtung von Andrea Pirlo aufgrund geschäftlicher Verbindungen zu einem russischen Wettunternehmen gescheitert waren. Der Verband ernannte die ehemalige Olympiasiegerin im Fechten, Diana Bianchedi, zur neuen Delegationsleiterin. Damit ist sie die erste Frau, die diese Position für die A-Nationalmannschaft der Männer innehat. Die technische Abteilung arbeitet neben Technischem Direktor Claudio Ranieri, während die Position des Verbandspräsidenten Giovanni Malagò möglicherweise einer verfahrensrechtlichen Prüfung unterzogen wird. Die Mannschaft strebt in der Nations League einen Neuanfang an, nachdem sie die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 nach einer Playoff-Niederlage gegen Bosnien verpasst hatte.
Spielplan der Nations League
Italien wird in einem Zeitfenster von elf Tagen zwischen Ende September und Anfang Oktober vier Nations-League-Spiele bestreiten. Der Kader versammelt sich am Sonntagabend im Trainingszentrum Coverciano, bevor er am Montag, dem 21. September, seine erste Trainingseinheit absolviert. Der Auftakt erfolgt am 25. September gegen Belgien im Stadio Olimpico in Rom. Italien reist dann am 28. September nach Bursa zum Spiel gegen die Türkei im Atatürk-Spor-Kompleksi und anschließend nach Saint-Denis zum Spiel gegen Frankreich am 2. Oktober. Das Auftaktfenster endet am 5. Oktober mit einem Rückspiel gegen die Türkei im Stadio Renato Dall'Ara in Bologna.
- Erstes Training im Coverciano
- Spiel gegen Belgien im Stadio Olimpico in Rom
- Spiel gegen die Türkei im Atatürk-Spor-Kompleksi in Bursa
- Spiel gegen Frankreich in Saint-Denis
- Spiel gegen die Türkei im Stadio Renato Dall'Ara in Bologna


