
Macron trägt erneut Pilotenbrille bei Besuch des Sultans von Oman – wegen Augenproblems
Der französische Präsident Emmanuel Macron erschien am Montag erneut mit seiner inzwischen berühmten Pilotenbrille, als er den Sultan von Oman, Haitham bin Tarik, begrüßte. Mitarbeiter führten dies wieder auf ein Augenproblem zurück.
Der französische Präsident Emmanuel Macron betrat am Montag um die Mittagszeit den Hof des Élysée-Palasts mit der blau getönten Pilotenbrille, die im Januar bereits die sozialen Medien erobert hatte. Er begrüßte Sultan Haitham bin Tarik von Oman, und die Brille blieb den ganzen Tag über auf: während der Begrüßungszeremonie, im Palast bei einer Vertragsunterzeichnung und später in einem Hotel, in dem ein französisch-omanisches Wirtschaftsforum stattfand.
Ein wiederkehrendes Augenproblem
Macrons Umfeld erklärte Journalisten, die Brille sei wegen eines Augenproblems nötig – dieselbe Begründung wie im Januar, als er sie beim Weltwirtschaftsforum in Davos trug. Damals sprachen Mitarbeiter von einer harmlosen Augenentzündung, die ihn zwei Wochen lang zum Tragen einer Sonnenbrille zwang. Am Montag wurden keine weiteren medizinischen Details genannt.
Es ist ein Augenproblem, wie im Januar.
Der Davos-Moment
Im Januar wurden Macrons spiegelnde Pilotenbrille und seine wiederholte, nachdrückliche Aussprache des englischen Satzes „for sure“ während seiner Davos-Rede zur weltweiten Social-Media-Sensation. Der Moment ereignete sich vor dem Hintergrund hoher Spannungen mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Macron hatte eine Vorliebe für „Respekt“ und „Rechtsstaatlichkeit“ gegenüber „Brutalität“ bekundet – eine verdeckte Anspielung auf Trumps regelmäßige Annexionsgelüste in Bezug auf Grönland.
Ich ziehe Respekt und Rechtsstaatlichkeit der Brutalität vor.
Trumps Gegenlärm
Paradoxerweise verstärkte Trump das Online-Gerücht, indem er den französischen Präsidenten verspottete. Er bezeichnete Macron als „harten Kerl“ mit „seiner schönen Sonnenbrille“ – ein Scherz, der die Brille nur noch fester im Nachrichtenzyklus verankerte.
Der harte Kerl mit seiner schönen Sonnenbrille.
Ein Segen für französisches Handwerk
Die Publicity war ein Glücksfall für Henry Jullien, den französischen Hersteller der Luxus-Sonnenbrille. Das Unternehmen wurde nach Macrons Davos-Auftritt mit Anfragen überschwemmt und verwendet weiterhin ein Foto des Präsidenten, um für das Modell zu werben. Im Februar bedankte sich die Marke bei Macron für die Präsenz, und Macron antwortete mit einem Brief, in dem er die „Heritage-Marke“ lobte, die „das Beste französischer und italienischer Handwerkskunst vereint“.
Eine Heritage-Marke, die das Beste französischer und italienischer Handwerkskunst vereint.

