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Heutiger Brief

Jemens Kampf erreicht den Welthandel

Trump setzt die Presse unter Druck, während Kriege, Stürme und deutsche Wähler fragile Systeme testen

Die Nachrichten des Tages drehten sich um Institutionen unter Druck. Donald Trump ging gegen das Pressekorps des Weißen Hauses vor und weitete Amerikas Einfluss in der Arktis aus, während Europa durch Krieg, Migrationspolitik und eine wütende Wählerschaft vor neue Bewährungsproben gestellt wurde.

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Alle Live-Berichte
  • UN-Gremium wirft USA Kriegsverbrechen vor

    Trump verspricht Ende der Kriege in der Ukraine und im Iran und lehnt internationale KI-Regulierung bei seiner Rede in New York ab.

  • Trump spricht vor UN über Kuba

    Trump bezeichnet Kuba als staatlichen Sponsor von Terrorismus und verschärft seine Rhetorik zum Status des Landes.

Im Rampenlicht

Alle Stränge

Welt · Aktualisiert vor 36 m

Die USA unter Trump: zweite Amtszeit

Die Verlängerung der EU-Sanktionen bis 2029 und die Asien-Handelsoffensive sind konkrete EU-Gegenmaßnahmen, ändern aber nichts am zentralen doktrinären Wandel der USA.

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KI-generiert·Mehr erfahren
© Deutsche Welle
Diplomatie·vor 59 m

Lula und Trump geraten bei der UN über lateinamerikanische Souveränität und US-Macht aneinander

In seiner Rede vor der 81. UN-Generalversammlung am 22. September 2026 wies Brasiliens Präsident Lula die regionale Dominanz der USA zurück, zwölf Tage vor Brasiliens Parlamentswahlen am 4. Oktober, während US-Präsident Trump mit Militäreinsätzen in ganz Lateinamerika drohte.

Lula warnt vor ausländischer Einmischung in Lateinamerika

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sprach am 22. September 2026 vor der 81. UN-Generalversammlung und wies ausländische Einflüsse in ganz Lateinamerika zurück, wobei er vor erneuten Hegemoniebestrebungen warnte. Als erster Staatschef der Generaldebatte erklärte Lula, die geografische Nähe zu den Vereinigten Staaten bleibe unausweichlich, aber die Länder der Region müssten ihre Autonomie über ihre Ressourcen und politischen Prozesse bewahren. Er sagte, ideologische Unterschiede dürften die regionale Integration nicht blockieren, und lehnte ausländische Militäreinsätze in südamerikanischen Hoheitsgewässern ab.

Brasilien passt in niemandes Hinterhof. Wir brauchen Partner mit einer positiven Agenda, die Entwicklung fördert.

— Luiz Inácio Lula da Silva

Lula betonte, dass Brasilien die volle Verantwortung für die Verteidigung seiner Grenzen übernehmen werde, anstatt die öffentliche Sicherheit auszulagern.

Trump droht mit Militäreinsätzen und greift Kartelle an

US-Präsident Donald Trump sprach am Dienstagnachmittag vor der Versammlung und erklärte, Washington werde in Lateinamerika Streitkräfte einsetzen, wann immer es feststelle, dass amerikanische Interessen bedroht seien. Trump berief sich auf die Militäroperation vom 3. Januar 2026 in Caracas, die den venezolanischen Führer Nicolás Maduro entmachtet hatte. Maduro sitzt weiterhin in New York in Haft und sieht sich dort wegen Drogenhandelsvorwürfen auf Bundesebene gegenüber. Trump sagte den Delegierten, dass seitdem Hunderte politische Gefangene das Gefängnis in Venezuela verlassen hätten, während die USA sich darauf vorbereiteten, einen Teil der venezolanischen Erdölreserven im Rahmen einer kürzlich getroffenen Vereinbarung zu kontrollieren.

Die Vereinigten Staaten werden nicht länger zulassen, dass Bedrohungen gegen das Land im gesamten amerikanischen Kontinent Fuß fassen. Und falls nötig, werden wir unsere beispiellose militärische Macht einsetzen, um die nationalen Interessen der Vereinigten Staaten zu schützen.

— Donald Trump

Trump forderte zudem ein entschlosseneres Vorgehen gegen Drogen aus Mexiko, das sich geweigert hat, Washingtons regionalem Sicherheitspakt beizutreten. Er verglich lateinamerikanische Drogenkartelle mit dem Islamischen Staat und argumentierte, dass Kartellmitglieder getötet, ins Exil geschickt oder auf unbestimmte Zeit als feindliche Kombattanten festgehalten werden sollten. Trump verteidigte auch jüngste Luftangriffe auf Schiffe, die im Verdacht standen, Drogen in der Karibik zu transportieren.

Zeitleiste der bilateralen Spannungen zwischen USA und Brasilien und regionalen Entwicklungen
  1. 3. Jan. 2026US-Streitkräfte führen eine Operation in Caracas durch und nehmen den venezolanischen Führer Nicolás Maduro fest
  2. 2026-05Lula und Trump halten ein offizielles bilaterales Treffen im Weißen Haus ab
  3. 22. Sept. 2026Lula und Trump halten widersprüchliche Reden vor der 81. UN-Generalversammlung
  4. 4. Okt. 2026Brasilien hält Parlamentswahlen ab, bei denen Lula auf Herausforderer Flavio Bolsonaro trifft

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Anstehende Wahlen und bilaterale Spannungen

Die diplomatische Konfrontation erfolgt zwölf Tage vor Brasiliens Parlamentswahlen am 4. Oktober 2026, bei denen Lula gegen Senator Flavio Bolsonaro um seine Wiederwahl kämpft. Der brasilianische Geheimdienst (ABIN) stufte die Gefahr einer US-Wahlbeeinflussung als kritisch ein. Die bilateralen Spannungen haben sich auch durch die Strafzölle verschärft, die Washington auf brasilianische Exporte verhängt hat – Handelssanktionen, die auch Kanada und die Mitgliedstaaten der Europäischen Union trafen. Lula erklärte, dass bestimmte inländische politische Akteure mit externen Interessen zusammengearbeitet hätten, um Desinformationskampagnen zu verbreiten, betonte jedoch, dass das elektronische Wahlsystem des Landes sicher bleibe.

Multilaterale Blockade und internationale Konflikte

Über regionale Fragen hinaus lieferte Lula eine Bewertung des Systems der Vereinten Nationen und bezeichnete 2026 als den kritischsten Moment für die Institution seit seiner ersten Rede vor der Versammlung im Jahr 2003. Er kritisierte das Vetorecht der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats und erklärte, die institutionelle Lähmung hindere den Rat daran, Kriege zu verhindern. Lula verurteilte den Militärfeldzug der Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu im Gazastreifen, verteidigte die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese und kritisierte die Wirtschaftssanktionen, die 10 Millionen Einwohner Kubas betreffen.

New York · Brasilia · Caracas
Luiz Inácio Lula da SilvaDonald TrumpNicolás MaduroFlávio BolsonaroBenjamin NetanyahuFrancesca Albanese
United StatesDonald TrumpNew York CityWashington, D.C.Gaza StripBenjamin NetanyahuCaracasLuiz Inácio Lula da SilvaNicolás MaduroJair BolsonaroAntónio GuterresBernie Sanders

8 Quellen

  • Na ONU, Trump ameaça usar força militar na América Latina
    Deutsche Welle·vor 1 Std.
  • Lula a Trump: "Brasil no se mete en el patio trasero de nadie
    EL PAÍS·vor 2 Std.
  • Lula da Silva habla sobre soberanía brasileña y critica al Consejo de Seguridad en la UNGA
    France 24·vor 2 Std.
  • Lula manda recados aos EUA e Trump em discurso na ONU
    Deutsche Welle·vor 3 Std.
  • Lula rejeita tendências hegemónicas e diz que "Brasil não cabe no quintal de ninguém"
    TSF Rádio Notícias·vor 3 Std.
  • Em discurso na ONU, Lula diz que 'Brasil não cabe no quintal de ninguém'
    BBC·vor 4 Std.
  • Brasileiros vão decidir nas urnas 'entre democracia e negacionismo', diz Lula em tribuna da ONU
    RFI·vor 4 Std.
  • Lula planta cara en Naciones Unidas a las injerencias de Trump: "Brasil no cabe en el patio trasero de nadie"
    eldiario.es·vor 5 Std.

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