Regierung · Brasília
Brasiliens Senat verabschiedet Lulas Verfassungszusatz zur öffentlichen Sicherheit ohne Gegenstimmen
Der Verfassungszusatz ebnet den Weg für ein Bundesministerium für öffentliche Sicherheit und für härtere Strafen für Bandenmitglieder. Der Vorschlag, das Strafmündigkeitsalter von 18 Jahren zu senken, wurde für eine gesonderte Debatte abgetrennt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von AP NEWS, Deutsche Welle, BBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Senat verabschiedete den Zusatz am Dienstag, dem 3. November, mit 73 Stimmen in der ersten und 75 Stimmen in der zweiten Runde und ohne Gegenstimmen.
Die Senatoren stimmten mit 38 zu 36 Stimmen dafür, den Vorschlag zur Senkung des Strafmündigkeitsalters von 18 Jahren abzutrennen; er soll gesondert beraten werden.
Anführer und Mitglieder von Fraktionen und Milizen müssen mit zwingender Haft in Hochsicherheitsgefängnissen, Einschränkungen der Bewährung und Vermögenseinziehung rechnen.
Der Text schreibt das Einheitliche System für öffentliche Sicherheit in die Verfassung ein und ebnet den Weg für ein Bundesministerium für öffentliche Sicherheit, dessen Schaffung Lula versprochen hat.
- Juni 2026US-Außenministerium stuft PCC und Rotes Kommando als ausländische terroristische Organisationen ein
- 25.10.Lula gewinnt die Stichwahl gegen Flávio Bolsonaro
- 3.11.Senat billigt den Verfassungszusatz in zwei Runden und trennt die Debatte über das Strafmündigkeitsalter ab
Abstimmung im Senat
Brasiliens Senat hat am Dienstag, dem 3. November, einen Verfassungszusatz zur öffentlichen Sicherheit gebilligt, gegen den kein Senator stimmte. Der Vorschlag wurde laut ANSA und Europa Press in der ersten Runde mit 73 Stimmen und in der zweiten mit 75 Stimmen angenommen; Europa Press zufolge waren 49 Stimmen für die Annahme nötig. Die Regierung hatte den Zusatz im April 2025 an den Kongress geschickt, die Abgeordnetenkammer billigte ihn im März 2026. Die Deutsche Welle nennt ihn den ersten Erfolg der Regierung Lula seit den Wahlen. Die Sitzung war hybrid, wodurch Senator Flávio Bolsonaro laut Notícias ao Minuto seine Anwesenheit registrieren und aus der Ferne abstimmen konnte.
- Erste Runde
- 73 Stimmen
- Zweite Runde
- 75 Stimmen
Daten aus dem Artikeltext
Was der Verfassungszusatz ändert
Der Text sieht härtere Strafen für Anführer und Mitglieder von Fraktionen, paramilitärischen Gruppen und Milizen vor, darunter zwingende Haft in Hochsicherheitsgefängnissen, Einschränkungen der Bewährung und Vermögenseinziehung. Er schreibt das Einheitliche System für öffentliche Sicherheit (SUSP) in die Verfassung ein und legt fest, wie Union, Bundesstaaten und Kommunen Informationen austauschen und ihre Systeme koordinieren. Er erlaubt zivile kommunale Polizeikräfte und erweitert die Befugnisse der Bundespolizei und der Bundesautobahnpolizei, wie ANSA, Europa Press und BBC berichten. Die Deutsche Welle schreibt, der Text stärke die Rolle der Bundesregierung in einem Bereich, der weitgehend in Händen der Bundesstaaten liegt, und sichere dem Sektor mehr Mittel. Notícias ao Minuto berichtet, der Zusatz ebne den Weg für ein Bundesministerium für öffentliche Sicherheit, dessen Schaffung Lula nach Billigung des Textes versprochen habe. AP beschreibt den Zusatz als unmittelbare Schaffung dieses Ministeriums und meldet, er werde noch in dieser Woche sanktioniert.
Strafmündigkeitsalter
Der umstrittenste Punkt, die Senkung des Strafmündigkeitsalters von 18 Jahren, wurde aus dem Text gestrichen. Die oppositionelle Liberal Party (PL) schlug 16 Jahre als allgemeines Alter und 14 Jahre für schwere Straftaten vor, während die Arbeiterpartei (PT) als Gegenentwurf 16 Jahre nur für abscheuliche Verbrechen vorschlug, wie die Deutsche Welle und BBC berichten. Die Senatoren stimmten mit 38 zu 36 Stimmen dafür, diese Änderungsanträge abzutrennen, sodass sie als eigener Verfassungsvorschlag behandelt werden. Die Deutsche Welle berichtet, der Senat sollte sich am Mittwoch, dem 4. November, über einen Dringlichkeitsantrag mit dem Thema befassen. Notícias ao Minuto berichtet, Lula habe seine Position kurz vor der Wahl geändert und unterstütze 16 Jahre nur für abscheuliche Verbrechen. AP berichtet, viele Sicherheitsexperten hielten die Senkung für wirkungslos und für geeignet, die Rekrutierung durch die organisierte Kriminalität in Brasiliens überfüllten Gefängnissen zu verstärken.
Politischer Hintergrund und die USA
Lula gewann die Stichwahl am 25. Oktober gegen Flávio Bolsonaro, den Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro, und der Verfassungszusatz war laut Deutscher Welle eines seiner Wahlversprechen für eine vierte Amtszeit. Im Juni stufte das US-Außenministerium den PCC und das Rote Kommando (CV) als ausländische terroristische Organisationen ein. AP berichtet, Lula habe diesen Schritt als Einmischung und als Versuch Donald Trumps gewertet, Unterstützung für seinen Rivalen zu stärken. Flávio Bolsonaro sagte laut Deutscher Welle, er habe Trump um diese Einstufung gebeten. BBC berichtet, Flávio Bolsonaro halte sich derzeit in den Vereinigten Staaten auf und habe aus der Ferne an der Abstimmung teilgenommen, während die Deutsche Welle berichtet, seine Pässe seien im Zuge von Ermittlungen wegen möglicher Geldwäsche annulliert worden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- AP NEWSBrasiliens Senat billigt Lulas wichtigste Wette zur Bekämpfung krimineller BandenBrazil's Senate approves Lula's main bet to tackle criminal gangs · Original auf Englisch
- Deutsche WelleBrasiliens Senat verabschiedet die von Lula vorangetriebene SicherheitsreformSenado de Brasil aprueba reforma de seguridad impulsada por Lula · Original auf Spanisch
- BBCSicherheits-PEC: Senat billigt Text ohne Senkung des StrafmündigkeitsaltersPEC da Segurança: Senado aprova texto sem redução da maioridade penal · Original auf Portugiesisch
- ANSA.itBrasilien, Senat verabschiedet Sicherheitsreform einstimmigBrasile, Senato approva all'unanimità la riforma della sicurezza - America Latina · Original auf Italienisch
- Luiz Inácio Lula da Silva
- Wiedergewählter brasilianischer Präsident, dessen Regierung den Verfassungszusatz zur öffentlichen Sicherheit vorgelegt hat
- Flávio Bolsonaro
- Senator, der die Stichwahl im Oktober gegen Lula verlor und aus der Ferne über den Verfassungszusatz abstimmte
- Jair Bolsonaro
- Früherer brasilianischer Präsident und Vater von Senator Flávio Bolsonaro
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Regierung den PCC und das Rote Kommando als terroristische Organisationen einstufte
- Davi Alcolumbre
- Senatspräsident, der den Verfassungszusatz in der letzten Wahlkampfwoche von der Tagesordnung nahm
- Rogério Carvalho
- PT-Senator und Berichterstatter, der den Verfassungszusatz im Senat vorstellte
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