Regierung · Brasília

Brasiliens Senat verabschiedet Lulas Verfassungszusatz zur öffentlichen Sicherheit ohne Gegenstimmen

Der Verfassungszusatz ebnet den Weg für ein Bundesministerium für öffentliche Sicherheit und für härtere Strafen für Bandenmitglieder. Der Vorschlag, das Strafmündigkeitsalter von 18 Jahren zu senken, wurde für eine gesonderte Debatte abgetrennt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von AP NEWS, Deutsche Welle, BBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brasília · Brasilien
Wie es dazu kam
  1. Juni 2026US-Außenministerium stuft PCC und Rotes Kommando als ausländische terroristische Organisationen ein
  2. 25.10.Lula gewinnt die Stichwahl gegen Flávio Bolsonaro
  3. 3.11.Senat billigt den Verfassungszusatz in zwei Runden und trennt die Debatte über das Strafmündigkeitsalter ab

Abstimmung im Senat

Brasiliens Senat hat am Dienstag, dem 3. November, einen Verfassungszusatz zur öffentlichen Sicherheit gebilligt, gegen den kein Senator stimmte. Der Vorschlag wurde laut ANSA und Europa Press in der ersten Runde mit 73 Stimmen und in der zweiten mit 75 Stimmen angenommen; Europa Press zufolge waren 49 Stimmen für die Annahme nötig. Die Regierung hatte den Zusatz im April 2025 an den Kongress geschickt, die Abgeordnetenkammer billigte ihn im März 2026. Die Deutsche Welle nennt ihn den ersten Erfolg der Regierung Lula seit den Wahlen. Die Sitzung war hybrid, wodurch Senator Flávio Bolsonaro laut Notícias ao Minuto seine Anwesenheit registrieren und aus der Ferne abstimmen konnte.

Senatsstimmen für den Verfassungszusatz zur SicherheitStimmen
Erste Runde
73 Stimmen
Zweite Runde
75 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Was der Verfassungszusatz ändert

Der Text sieht härtere Strafen für Anführer und Mitglieder von Fraktionen, paramilitärischen Gruppen und Milizen vor, darunter zwingende Haft in Hochsicherheitsgefängnissen, Einschränkungen der Bewährung und Vermögenseinziehung. Er schreibt das Einheitliche System für öffentliche Sicherheit (SUSP) in die Verfassung ein und legt fest, wie Union, Bundesstaaten und Kommunen Informationen austauschen und ihre Systeme koordinieren. Er erlaubt zivile kommunale Polizeikräfte und erweitert die Befugnisse der Bundespolizei und der Bundesautobahnpolizei, wie ANSA, Europa Press und BBC berichten. Die Deutsche Welle schreibt, der Text stärke die Rolle der Bundesregierung in einem Bereich, der weitgehend in Händen der Bundesstaaten liegt, und sichere dem Sektor mehr Mittel. Notícias ao Minuto berichtet, der Zusatz ebne den Weg für ein Bundesministerium für öffentliche Sicherheit, dessen Schaffung Lula nach Billigung des Textes versprochen habe. AP beschreibt den Zusatz als unmittelbare Schaffung dieses Ministeriums und meldet, er werde noch in dieser Woche sanktioniert.

Strafmündigkeitsalter

Der umstrittenste Punkt, die Senkung des Strafmündigkeitsalters von 18 Jahren, wurde aus dem Text gestrichen. Die oppositionelle Liberal Party (PL) schlug 16 Jahre als allgemeines Alter und 14 Jahre für schwere Straftaten vor, während die Arbeiterpartei (PT) als Gegenentwurf 16 Jahre nur für abscheuliche Verbrechen vorschlug, wie die Deutsche Welle und BBC berichten. Die Senatoren stimmten mit 38 zu 36 Stimmen dafür, diese Änderungsanträge abzutrennen, sodass sie als eigener Verfassungsvorschlag behandelt werden. Die Deutsche Welle berichtet, der Senat sollte sich am Mittwoch, dem 4. November, über einen Dringlichkeitsantrag mit dem Thema befassen. Notícias ao Minuto berichtet, Lula habe seine Position kurz vor der Wahl geändert und unterstütze 16 Jahre nur für abscheuliche Verbrechen. AP berichtet, viele Sicherheitsexperten hielten die Senkung für wirkungslos und für geeignet, die Rekrutierung durch die organisierte Kriminalität in Brasiliens überfüllten Gefängnissen zu verstärken.

Politischer Hintergrund und die USA

Lula gewann die Stichwahl am 25. Oktober gegen Flávio Bolsonaro, den Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro, und der Verfassungszusatz war laut Deutscher Welle eines seiner Wahlversprechen für eine vierte Amtszeit. Im Juni stufte das US-Außenministerium den PCC und das Rote Kommando (CV) als ausländische terroristische Organisationen ein. AP berichtet, Lula habe diesen Schritt als Einmischung und als Versuch Donald Trumps gewertet, Unterstützung für seinen Rivalen zu stärken. Flávio Bolsonaro sagte laut Deutscher Welle, er habe Trump um diese Einstufung gebeten. BBC berichtet, Flávio Bolsonaro halte sich derzeit in den Vereinigten Staaten auf und habe aus der Ferne an der Abstimmung teilgenommen, während die Deutsche Welle berichtet, seine Pässe seien im Zuge von Ermittlungen wegen möglicher Geldwäsche annulliert worden.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

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