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Lula gewinnt Brasiliens Präsidentschafts-Stichwahl nach Rückstand auf Flávio Bolsonaro im ersten Wahlgang

Lula hat am Sonntag, 25. Oktober, die Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien mit 4,4 Millionen Stimmen Vorsprung gewonnen und damit seinen Rückstand aus dem ersten Wahlgang gegen Senator Flávio Bolsonaro umgedreht.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, Jornal Expresso, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Agência Senado from Brasilia, Brazil, CC BY 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 4.10.Flávio Bolsonaro wird Erster im ersten Wahlgang, rund 2,2 Millionen Stimmen vor Lula
  2. 25.10.Lula gewinnt die Stichwahl mit 4,4 Millionen Stimmen Vorsprung

Ein Comeback aus dem Rückstand

Luiz Inácio Lula da Silva hat am Sonntag, 25. Oktober, seine vierte Amtszeit als Präsident gewonnen und Senator Flávio Bolsonaro mit 4,4 Millionen Stimmen Vorsprung besiegt. Flávio Bolsonaro war am 4. Oktober als Erster aus dem ersten Wahlgang hervorgegangen, mit rund 2,2 Millionen Stimmen Vorsprung vor Lula – die Wende ist die erste seit dem Ende der Militärherrschaft. Die offiziellen Ergebnisse nach Auszählung von 99,98 Prozent der Stimmen ergaben 51,78 Prozent für Lula und 48,22 Prozent für seinen Rivalen, andere Medien meldeten je nach zugrunde gelegtem Zählstand Werte zwischen 51,75 und 51,79 Prozent. Lula, inzwischen 80 Jahre alt, ist der erste Brasilianer, der viermal in das höchste Staatsamt gewählt wurde. Ein erster Platz im ersten Wahlgang garantiert in Brasiliens demokratischer Ära nicht mehr die Präsidentschaft.

Wahlbeteiligung und die letzten Tage des Wahlkampfs

Die Wahlbeteiligung lag bei 80,8 Prozent der 159 Millionen registrierten Wählerinnen und Wähler, der höchste Wert seit 2006 und zwei Punkte über dem ersten Wahlgang drei Wochen zuvor. Die Enthaltungsquote betrug 19,2 Prozent, der niedrigste Wert bei einer Präsidentschafts-Stichwahl seit 2006. Die Mobilisierung nach dem ersten Wahlgang ging von Studierenden aus, breitete sich über viele gesellschaftliche Bereiche aus und füllte die Straßen in Städten in ganz Brasilien. In den letzten Tagen des Wahlkampfs schätzte die Arbeiterpartei (PT) die Menschenmengen auf der Avenida Copacabana auf 1,15 Millionen und auf der Avenida Paulista auf mehr als zwei Millionen; die Partei erklärte, diese Zahlen seien nicht unabhängig überprüft worden. In der Wahlnacht sagte Lula seinen Anhängern, was er von seiner nächsten Amtszeit erwartet.

„Diese meine vierte Amtszeit wird die beste Amtszeit sein, die je ein Präsident in der Geschichte dieses Landes hatte.“

Luiz Inácio Lula da Silva, Brasilianischer Präsident

Woher die Stimmen kamen

Der Südosten war das entscheidende Terrain für die Stichwahl. Flávio Bolsonaro gewann den Südosten mit 52,76 Prozent gegen 47,24 Prozent für Lula, doch Lula legte dort zwischen den beiden Wahlgängen 4,8 Millionen Stimmen zu, 46,7 Prozent seiner landesweiten Zugewinne. Der Nordosten steuerte 2,95 Millionen zusätzliche Stimmen bei, der Süden 1,3 Millionen, der Norden 770 Tausend und der Mittelwesten 474 Tausend. Auch Minas Gerais wechselte in der Stichwahl zu Lula. Insgesamt erhielt Lula 10,3 Millionen Stimmen mehr als im ersten Wahlgang, und er lag nur im Nordosten und, knapp, im Norden deutlich vorn.

Lulas zusätzliche Stimmen in der Stichwahl gegenüber dem ersten Wahlgang, nach RegionMio. Stimmen
Südosten
4.8 Mio. Stimmen
Nordosten
2.95 Mio. Stimmen
Süden
1.3 Mio. Stimmen
Norden
0.77 Mio. Stimmen
Mittelwesten
0.474 Mio. Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Reaktionen und die politische Landkarte

Mehrere Staats- und Regierungschefs gratulierten Lula rasch. Mosambiks Präsident Daniel Chapo verwies in seiner Botschaft auf die gemeinsame portugiesische Sprache und die kulturellen Bande, während Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum in den sozialen Medien schrieb, das Volk Brasiliens habe gewonnen. Die Präsidenten von Senat und Abgeordnetenkammer, Davi Alcolumbre und Hugo Motta, beide von Mitte-rechts-Parteien, stellten sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz hinter das Ergebnis. Flávio Bolsonaro erklärte, es sei ihm unmöglich, die Ergebnisse anzuerkennen, und drohte mit einer Klage wegen einer von den Gerichten genehmigten zweistündigen Verlängerung der Wahlzeit. Alcolumbre nannte den Vorsprung von mehr als vier Millionen Stimmen ein überwältigendes Votum und mahnte Ruhe an.

„Ein gespaltenes Land ist weder gut für das brasilianische Volk noch für seine Institutionen.“

Davi Alcolumbre, Senatspräsident

Wie es weitergeht

Lulas neue Amtszeit beginnt am 5. Januar. Er hat angekündigt, mit dem Kongress zusammenzuarbeiten, um Regierungsvorhaben durchzubringen, obwohl die rechten Parteien in beiden Kammern gestärkt wurden. Eine Verfassungsreform, die die Arbeitswoche von sechs auf fünf Tage mit zwei Ruhetagen verkürzt, wurde zwei Wochen vor der Wahl verabschiedet. Lula sagte, er werde mehrmals täglich direkt zu den Brasilianerinnen und Brasilianern sprechen, und der digitalen Kommunikation werde in seiner Regierung eine große Rolle zukommen. Er warf Social-Media-Unternehmen Einmischung in die Wahl vor, erklärte, sie müssten reguliert werden, und argumentierte, Kriminalität im Netz müsse wie Kriminalität außerhalb des Netzes behandelt werden. Zudem sagte er, Brasilien akzeptiere nicht, der Hinterhof irgendjemandes zu sein – eine Anspielung auf den Druck aus den Vereinigten Staaten.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

São Paulo, Brasília, Mexiko-Stadt, Maputo · Brasilien, Mexiko, Mosambik

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