Wirtschaft · Lissabon

Lufthansa will alle EU-Auflagen für ihre TAP-Beteiligung tragen, sagt Portugals Staatssekretär im Parlament

Portugals Staatssekretär für Infrastruktur hat den Abgeordneten erklärt, Lufthansa werde alle wettbewerbsrechtlichen Auflagen tragen, die die Europäische Kommission verhängt. Die deutsche Airline hat die Teilprivatisierung von TAP mit einem Gebot von 1.201 Millionen Euro für bis zu 49,9 Prozent der Fluggesellschaft gewonnen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto und Jornal Expresso. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon · Portugal

Auflagen und die Prüfung durch die Kommission

Hugo Espírito Santo, Portugals Staatssekretär für Infrastruktur, sagte am 2. November im parlamentarischen Haushaltsausschuss, Lufthansa werde alle regulatorischen Auflagen tragen, die die Europäische Kommission aus Wettbewerbsgründen verlange, bevor ihr Einstieg in das Kapital von TAP genehmigt werde. Er antwortete auf Fragen von Paula Santos, der Fraktionsvorsitzenden der Portugiesischen Kommunistischen Partei (PCP), während einer Anhörung zum Staatshaushalt 2027 (OE2027). Er wollte nicht spekulieren, wie die Wettbewerbsdirektion der Kommission, DG Comp, entscheiden könnte. Er sagte, die Verpflichtung des Käufers, die Auflagen direkt zu zahlen, sei bereits aktenkundig.

„Lufthansa übernimmt TAP, um TAP wachsen zu lassen, auch in der Wartung. Ich betreibe keine Zukunftsforschung darüber, was DG Comp entscheiden wird oder nicht.“

Hugo Espírito Santo

Der Preis und der Streit um die Schulden

Paula Santos fragte nach den finanziellen Bedingungen der Teilprivatisierung, die Lufthansa mit einem Gebot von 1.201 Millionen Euro für eine Beteiligung von bis zu 49,9 Prozent gewonnen hat. Diese Summe enthält eine Tranche von 5 Prozent, die für die Beschäftigten reserviert ist, sowie die im Geschäft vorgesehenen finanziellen Anpassungen. Die Abgeordnete hatte unter Berufung auf einen Bericht des Correio da Manhã 1.000 Millionen Euro an Barmitteln genannt. Der Staatssekretär erwiderte, sie habe die Schulden von TAP in Höhe von 3.300 Millionen Euro und Verbindlichkeiten von 6.000 Millionen Euro ausgelassen. Der Correio da Manhã hatte am 16. Oktober mit einer Schlagzeile aufgemacht, Lufthansa bekomme TAP gratis. Die Ministerien für Finanzen und Infrastruktur entgegneten damals, ein Unternehmen sei mehr wert als seine Barmittel oder nicht ausgewiesene Verluste, und der Preis decke auch eine Investitionsverpflichtung in neue Vermögenswerte ab, die allein durch die Flotte zwischen 3 und 4 Milliarden Euro ausmache.

Ausblick auf den deutschen Tourismus

Ulrike Bohnet, Deutschland-Direktorin für Tourismus in Portugal und Spanien, sagte gegenüber Expresso in Lissabon, sie sehe den Einstieg von Lufthansa in das Kapital von TAP sehr positiv. Der gemeinsame Betrieb werde Wirtschaft und Tourismus zwischen Deutschland und Portugal stärken. Sie fügte hinzu, eine gute Luftverkehrsanbindung sei immer ein sehr relevanter Punkt. Bohnet sagte zudem, der portugiesische Tourismus wachse, mit steigenden Übernachtungszahlen und höheren durchschnittlichen Ausgaben pro Reise.

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