Regierung · Leiria und Lissabon
Livre wirft Portugals Regierung Versagen in sturmbetroffenen Regionen vor – Parlamentsklausurtagung in Leiria beginnt
Die Livre-Partei eröffnete am Montag ihre parlamentarischen Klausurtagung in Leiria und warf der Regierung von Luís Montenegro eine schleppende und unzureichende Reaktion auf die Serie von Stürmen vor, die Zentralportugal zu Beginn dieses Jahres heimgesucht hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Correio da Manha, Notícias ao Minuto und RTP. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Livre erklärt, die Regierung wende das vom Parlament beschlossene 100-prozentige Kurzarbeitergeld für Sturmgeschädigte nicht an und berufe sich auf eine Klausel, die die Kosten auf den Haushalt 2027 verschiebt.
Die Partei wirft der Regierung Verzögerungen bei der Waldräumung, der Einrichtung der Wiederaufbaubehörde und der Auslieferung von Hilfsgütern für die betroffene Bevölkerung vier Monate nach den Stürmen vor.
Livre hinterfragt die Ernennung des ehemaligen PSD-Abgeordneten Luís Leite Ramos zum Leiter der Wiederaufbaubehörde und meint, ihm fehle die politische Unabhängigkeit, um die Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Partei plädiert dafür, die portugiesische „Durchwurschtel“-Mentalität durch systematische Planung zu ersetzen, unter anderem durch ein Cell-Broadcast-Warnsystem für schnellere Katastrophenwarnungen.
Parlamentsklausur fokussiert auf Sturmfolgen
Die zweitägige Parlamentsklausur von Livre begann im Distrikt Leiria, einer der am stärksten von der Sturmserie im Januar und Februar betroffenen Regionen. Die Abgeordneten besuchten den Pinhal de Leiria, das durch das Unwetter beschädigte Kultur- und Sportzentrum Sport Operário Marinhense sowie das Formenbauunternehmen SOCEM. Das Programm umfasst Gespräche mit Wirtschaftsverbänden, Umweltgruppen und dem Leiter der Regierungsmission für den Wiederaufbau der Zentralregion, Paulo Fernandes, bevor man am Dienstag zu einer Konferenz über Prävention und Wiederaufbau nach Lissabon weiterreist.
„Wenn eines diese Zeiten bewiesen haben, dann, dass es sich lohnt, in Portugal eine Kultur der Planung, Vorbereitung und des Schutzes der Bevölkerung zu implementieren.“
Streit um Kurzarbeitergeld
Ein zentraler Streitpunkt ist die Anwendung eines im März vom Parlament verabschiedeten Gesetzes, das den von den Stürmen betroffenen Arbeitnehmern 100 % ihres Gehalts im Rahmen eines vereinfachten Kurzarbeitermodells garantiert. Livre-Sprecher Rui Tavares erklärte, die Partei habe Hinweise von Betroffenen erhalten, dass der Parlamentsbeschluss verwaltungstechnisch nicht umgesetzt werde. Der endgültige Erlass sah vor, dass die zusätzlichen Ausgaben erst mit dem Staatshaushalt 2027 in Kraft treten, was zu widersprüchlichen Auslegungen führt. Tavares argumentierte, Livre erwarte eine sofortige Anwendung, und warnte die Regierung, sie dürfe „das Parlament nicht missachten“.
„Die Regierung kann, keine Regierung kann, das Parlament missachten.“
Vorwürfe des Regierungsversagens
Isabel Mendes Lopes, die parlamentarische Vorsitzende von Livre, erklärte, der Regierung fehle es an Dringlichkeit und Verantwortungsbewusstsein, selbst nachdem sie während ihrer zweijährigen Amtszeit mit einem Blackout, Bränden und einer Sturmserie konfrontiert gewesen sei. Sie kritisierte Verzögerungen bei der Waldräumung, die schleppende Einrichtung der Wiederaufbaubehörde und die lange Ernennung ihrer Führung. Die Partei warnte, dass umgestürzte Bäume große Mengen an brennbarem Material hinterlassen hätten, was die Brandgefahr erhöhe, und dass nur unzureichende Mittel für die Säuberung öffentlicher und privater Flächen mobilisiert worden seien.
„Wir sehen weiterhin kein Gefühl von Dringlichkeit und Verantwortung seitens der Regierung, insbesondere des Ministerpräsidenten.“
Wiederaufbaubehörde in der Kritik
Livre kritisierte zudem die Ernennung des ehemaligen PSD-Abgeordneten Luís Leite Ramos zum Leiter der Behörde, die den Investitionsplan für den Wiederaufbau verwaltet. Tavares erklärte, die Position erfordere jemanden mit ausreichend politischem Gewicht, um die Regierung öffentlich zu kritisieren, wenn die Hilfen nicht einträfen – etwas, das Ramos als langjährige Parteigröße nicht bieten könne. Die Partei stellte dies der vom Paulo Fernandes geführten Missionsstruktur gegenüber, die sie während der Tagung besuchte.
Aufruf zu einer Präventionskultur
Während der gesamten Sitzungen drängte Livre auf eine Abkehr von der portugiesischen „Desenrasca“-Mentalität („Durchwurschteln“) hin zu systematischer Prävention. Die Partei hat Vorschläge eingebracht, darunter ein Cell-Broadcast-Warnsystem, das Warnungen direkt über Funksignale an Mobiltelefone sendet, anstatt des derzeitigen SMS-Systems, das Nachrichten Stunden nach einer Katastrophe ausliefert. Tavares merkte an, dass es technologisch fortschrittliche Methoden gebe und diese eingesetzt werden müssten.
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Quellen und Kontext
- Correio da ManhaLivre quer explicações do Governo sobre lay-off a 100% para empresas afetadas por tempestades
- Notícias ao MinutoCatástrofes? Livre acusa Governo de falta de "sentido de urgência"
- RTP - Rádio Televisão Portuguesa"Não precisa de ser tudo desenrasca". Livre acusa Governo de "falhar" e pede "cultura de prevenção"
- Notícias ao MinutoJornadas do Livre com foco nas tempestades e contra "o desenrasca"
- Rui Tavares
- Co-Sprecher der Livre-Partei
- Isabel Mendes Lopes
- Parlamentarische Vorsitzende der Livre-Partei
- Paulo Fernandes
- Präsident der Missionsstruktur für den Wiederaufbau der Zentralregion Portugals
- Luís Leite Ramos
- Präsident der Behörde für Transformation, Wiederaufbau und Resilienz Portugals, ehemaliger PSD-Abgeordneter
- Henrique Carvalho
- Geschäftsführer von NERLEI CCI, dem Wirtschaftsverband der Region Leiria
- Luís Montenegro
- Ministerpräsident von Portugal
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