Sicherheit · Sintra, Maricá und Saquarema

Duarte Lima schweigt beim Mordprozess in Sintra – zentrale Zeugin nicht auffindbar

Der frühere PSD-Abgeordnete eröffnete am 5. November 2026 seinen Prozess in Sintra, indem er sich zur Tötung einer 74-jährigen Witwe im Jahr 2009 nicht äußern wollte. Das Gericht konnte eine Freundin des Opfers nicht ausfindig machen, die aus Brasilien aussagen sollte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Jornal Expresso, RTP, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Sintra, Maricá, Saquarema · Portugal, Brasilien
Wie es dazu kam
  1. Dezember 2009Opfer in Maricá bei Rio de Janeiro zweimal angeschossen und am nächsten Tag in Saquarema gefunden
  2. 2019Lima vom Vorwurf der Untreue freigesprochen, den die Tochter des Geschäftsmanns erhoben hatte
  3. November 2022Prozessauftakt geplant, dann mehrfach verschoben
  4. 5.11.Prozess vor dem Gericht in Sintra eröffnet, der Angeklagte verweigert die Aussage

Die erste Sitzung

Der frühere PSD-Abgeordnete Duarte Lima stand am Donnerstag, 5. November 2026, vor dem Gericht in Sintra, angeklagt wegen des Tötungsdelikts an einer 74-jährigen Witwe im Dezember 2009. Die Sitzung war für 14:00 Uhr angesetzt. Als der Vorsitzende Richter Carlos Camacho ihn fragte, ob er sich zu der Tat äußern wolle, lehnte Lima ab und erklärte, er werde sich derzeit auf Anraten seines Anwalts nicht äußern.

„Derzeit, und auf Anraten meines Anwalts, werde ich keine Aussage machen.“

Duarte Lima, Früherer PSD-Abgeordneter

Vor der Sitzung hatte sein Anwalt João Barroso Neto argumentiert, der Fall sei bereits auf dem öffentlichen Platz entschieden worden, bevor er das Gericht erreicht habe. Er nannte die Darstellung der Anklage „reine Fiktion“ und sagte, der Angeklagte müsse nicht beweisen, wo er zu einem bestimmten Zeitpunkt gewesen sei.

Fehlende Zeugin

Das Gericht sollte außerdem eine Freundin des Opfers anhören, die zu den ersten gehörte, die auf ihr Verschwinden aufmerksam machten, konnte sie in Brasilien jedoch nicht erreichen. Richter Carlos Camacho sagte, das Gericht habe keine Nachricht, dass sie noch lebe, und räumte ein, dass sie möglicherweise bereits gestorben sei.

„Derzeit haben wir keine Nachricht, dass sie lebt.“

Carlos Camacho, Richter

Camacho verwies zudem auf „einige Schwierigkeiten“ bei der Suche nach Zeugen, sowohl über die internationale Rechtshilfe als auch im direkten Kontakt mit den brasilianischen Behörden. Die Verteidigung hat der Verfahrensakte ein ärztliches Attest beigefügt.

Die Darstellung der Anklage

Die Staatsanwaltschaft sieht als Motiv eine Überweisung von 5,2 Millionen Euro vom Opfer auf ein Bankkonto Limas. Laut Anklageschrift wollte Lima, dass die Witwe ein Dokument unterzeichnet, mit dem bestätigt wird, dass das Geld tatsächlich ihm gehört. Die Anklage behauptet, sie habe sich geweigert, woraufhin er sie getötet habe. Sie wurde im Dezember 2009 in Maricá bei Rio de Janeiro zweimal angeschossen, ihre Leiche wurde am nächsten Tag an einer unbefestigten Straße in Saquarema gefunden, rund 100 Kilometer von Rio entfernt.

Lima argumentiert seit Jahren, es habe sich um Honorare für langjährige Dienste für das Opfer gehandelt. Die Tochter des Geschäftsmanns bestreitet diese Version und behauptet, das Geld sei von Konten abgezweigt worden, die ihrem Vater gehörten. Sie erstattete Anzeige wegen Untreue gegen Lima, und er wurde 2019 von diesem Vorwurf freigesprochen.

Verjährungsstreit und Verzögerungen

Die Verteidigung Limas argumentiert, der Vorwurf des Tötungsdelikts sei nach der Verjährungsfrist verjährt. Der Richter erklärte sich bereit, den Punkt zu prüfen, sagte aber, Lima habe sich verrechnet, weil nach brasilianischem Recht die Jahre, die er im Gefängnis verbracht habe, von der Verjährungsfrist abgezogen werden müssten. Lima hat bereits eine Haftstrafe für eine andere Straftat verbüßt.

Der Prozess war ursprünglich für November 2022 geplant und wurde mehrfach verschoben, zunächst weil Zeugen in Brasilien nicht benachrichtigt worden waren, später weil Aufnahmen fehlten. Die Eröffnungssitzung findet fast 17 Jahre nach der Tat statt.

Wie es weitergeht

Barroso Neto sagte, die Verteidigung werde alles, was sie zu sagen habe, vor Gericht vorbringen. Der Angeklagte hat erklärt, vorerst nicht auszusagen, sodass seine Position im Prozess offenbleibt. Für den ersten Tag stand zudem die Anhörung einer Zeugin auf dem Programm, und die Schwierigkeiten des Gerichts, Zeugen in Brasilien zu erreichen, dürften den Zeitplan der weiteren Sitzungen prägen.

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