Sicherheit · Sintra und Rio de Janeiro

Ehemaliger PSD-Abgeordneter Duarte Lima muss sich in Sintra wegen Tötung in Brasilien 2009 vor Gericht verantworten

Der frühere PSD-Abgeordnete Duarte Lima muss sich am Donnerstag, 5. November, um 14:00 Uhr vor dem Gericht von Sintra verantworten. Ihm wird vorgeworfen, 2009 eine 74-jährige Witwe in Brasilien getötet zu haben. Seine Verteidigung argumentiert, die Tat sei nach brasilianischem Recht bereits verjährt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, SIC Notícias, Observador und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Sintra, Rio de Janeiro · Portugal, Brasilien
Wie es dazu kam
  1. 5.05.Gericht in Saquarema bestätigt die Anklage und ordnet ein Schwurgerichtsverfahren an
  2. 22.11.Brasilianische Justiz entscheidet, dass der Prozess in Portugal stattfindet
  3. 5.11.Prozessbeginn am Gericht von Sintra angesetzt

Die Vorwürfe und der Fall von 2009

Die Staatsanwaltschaft in Rio de Janeiro beschuldigte Duarte Lima, einen früheren Fraktionsvorsitzenden der PSD, der Tötung der 74-jährigen Witwe des Unternehmers Tomé Feteira. Sie wurde in der Nacht des 7. Dezember 2009 zweimal angeschossen, einmal in die Brust und einmal in den Kopf, und ihre Leiche wurde am folgenden Morgen auf einer Straße in Saquarema bei Rio de Janeiro gefunden. Die Anklage nennt als Motiv eine Überweisung von 5,2 Millionen Euro von ihr auf ein Konto, das mit Lima in Verbindung gebracht wird, und erklärt, er habe sie gedrängt, ein Dokument zu unterschreiben, das bestätigte, dass das Geld ihm gehöre. Als sie sich weigerte, habe er sie getötet, so die Anklage. Lima hat die Tat stets bestritten und erklärt, das Geld sei Honorar für jahrelange juristische Arbeit gewesen, und er habe sie an jenem Abend lebend in Maricá zurückgelassen.

Ein Fall, der 17 Jahre bis vor Gericht brauchte

Die Ermittler konzentrierten sich zunächst auf die Tochter des Unternehmers, weil es Streit um das Erbe gab, wandten sich aber Lima zu, nachdem keine Beweise sie mit der Tat in Verbindung brachten. Lima wurde am 27. Oktober 2011 angeklagt, und ein brasilianisches Gericht bestätigte die Anklage am 5. Mai 2015. Im November 2016 entschied die brasilianische Justiz, dass der Prozess in Portugal stattfinden würde, da Lima die portugiesische Staatsangehörigkeit besitzt und das portugiesische Recht die Auslieferung eigener Staatsangehöriger nicht zulässt. Lima war bereits im November 2011 im Fall Homeland wegen Grundstücksgeschäften in Oeiras in Haft genommen worden, und 2014 wurde er wegen schweren Betrugs zu sechs Jahren Haft verurteilt; diese Strafe verbüßte er zwischen 2019 und 2022 im Gefängnis Carregueira.

Das Verjährungsargument der Verteidigung

Limas Anwalt João Barroso Neto beantragte beim Gericht in Sintra, den Fall für verjährt zu erklären und rasch zu entscheiden, um lange und kostspielige Verhandlungen zu vermeiden. Das brasilianische Recht sieht für Totschlag eine Frist von 20 Jahren vor, die sich auf 10 Jahre halbiert, wenn der Beschuldigte über 70 Jahre alt ist – Lima ist 70. Die Verteidigung argumentiert, die Tat sei am 4. Mai 2025 verjährt, und die Staatsanwaltschaft muss sich vor der Entscheidung des Gerichts dazu äußern.

„Nach brasilianischem Recht ist die strafrechtliche Verantwortlichkeit erloschen, daher muss das vorliegende Strafverfahren wegen Verjährung für erloschen erklärt werden.“

João Barroso Neto

Was am Donnerstag passiert

Der Prozess beginnt am Donnerstag, 5. November, um 14:00 Uhr am Gericht von Sintra. Die erste Sitzung ist für die Identifizierung und Befragung Limas vorgesehen, und es wird erwartet, dass er schweigt. Eine enge Freundin des Opfers, eine der ersten Personen, die ihr Verschwinden meldeten, soll am Nachmittag aussagen. Das Gericht muss zudem über den Verjährungsantrag entscheiden. Sollte Lima verurteilt werden, sieht das portugiesische Strafgesetzbuch nach Angaben von SAPO für einfachen Totschlag 8 bis 16 Jahre Haft und für qualifizierten Totschlag 12 bis 25 Jahre vor. Die Verfahrensakte mit 16 Bänden und Videoaussagen erreichte das Gericht in Sintra im Oktober. Die Verteidigung beanstandet, dass andere mögliche Täter nie untersucht wurden, während Radaraufzeichnungen einen gemieteten Ford Focus zur Tatzeit in der Nähe des Tatorts verorten – ein Befund, der nach Angaben der Ermittler nicht belegt, dass das Fahrzeug am Tatort war.

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