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Konflikte·vor 2 Std.

Israelische Luftangriffe töten mindestens einen im Südlibanon, Evakuierungsbefehl für 20 Dörfer

Israelische Kampfjets und Drohnen bombardierten am Samstag mehrere Städte im Südlibanon, töteten einen lokalen Beamten und verletzten einen Angestellten des Stromversorgers, nachdem das Militär die Bewohner von 20 Gemeinden zum Verlassen aufgefordert hatte und der Hisbollah vorwarf, die fragile Waffenruhe gebrochen zu haben.

Eine Angriffswelle nach Evakuierungsaufrufen

Die israelischen Streitkräfte leiteten am Samstag, dem 13. Juni 2026, eine Reihe von Luft- und Artillerieangriffen im gesamten Südlibanon ein, Stunden nachdem sie die Evakuierung von rund zwanzig Dörfern in den Bezirken Nabatieh und Jezzine angeordnet hatten. Die libanesische Nationale Nachrichtenagentur (NNA) berichtete, dass Ali Badi, der Verwaltungsdirektor der Stadt Al Rayan, bei einem Bombardement auf das Gebiet von Jezzine getötet wurde, einer der am stärksten von den morgendlichen Angriffen betroffenen Regionen. Im selben Bezirk griff eine Drohne einen Angestellten des staatlichen Elektrizitätsunternehmens an, während er seine Felder bewässerte, verletzte ihn und veranlasste seinen Transport ins Krankenhaus.

Der arabischsprachige Sprecher der israelischen Armee, Oberst Avichai Adraee, erklärte, der Evakuierungsbefehl sei erteilt worden, weil Hisbollah-Milizen die Waffenruhe verletzt hätten. Kurz vor den Angriffen teilte das Militär mit, es habe ein mutmaßliches Luftziel abgefangen, das vom libanesischen Hoheitsgebiet nach Israel eingedrungen sei, was Einbruchalarme in Metula und Misgav Am auslöste.

Waffenruhe wiederholt gebrochen

Eine Waffenruhe wurde erstmals im April vereinbart und seitdem mehrfach verlängert, doch beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig der Verstöße. Die Hisbollah bekannte sich zu zwei Angriffen auf israelische Truppen und Fahrzeuge, die im Südlibanon operierten. Die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten trieb die kumulative Zahl der Todesopfer im Libanon seit Kriegsbeginn am 2. März auf mehr als 3.700 Menschen, wie libanesische Behörden mitteilten.

Die vorläufige Einigung mit den Vereinigten Staaten sieht ein Ende des Krieges an allen Fronten vor, einschließlich des Libanon.

Diplomatie im Hintergrund

An der diplomatischen Front erklärte der iranische Außenminister Abbas Araqchi, ein vorläufiger US-Iran-Deal sei näher denn je und werde alle Kriegsschauplätze abdecken, auch den Libanon. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif gab am Freitag bekannt, dass Washington, angeführt von Präsident Donald Trump, und Teheran sich darauf geeinigt hätten, einen Vertragsentwurf zur Beendigung des Krieges auszuarbeiten, während Vermittler daran arbeiten, die Details fertigzustellen. Israel hat jedoch erklärt, an diesen Gesprächen nicht beteiligt zu sein, und die anhaltenden Zerstörungen von Häusern und Regierungsgebäuden in Bint Jbeil lassen Befürchtungen aufkommen, die Militäroperationen könnten das Abkommen gefährden.

Das von Donald Trump angeführte Land und der Iran haben sich darauf geeinigt, einen Vertragsentwurf zur Beendigung ihres Krieges auszuarbeiten, und Vermittler arbeiten mit beiden Seiten an der Fertigstellung der Details.

Hisbollahs Schweigen und anhaltende Zerstörung

Die Hisbollah hat sich zu den jüngsten israelischen Angriffen noch nicht öffentlich geäußert, während ihre Kämpfer weiterhin israelische Stellungen angriffen. Die NNA berichtete von Artilleriebeschuss von verschiedenen Punkten aus, die von israelischen Truppen im Südlibanon besetzt sind. Die Angriffe auf Qasiba, Kfarhouna und andere Städte verstärken die Zerstörung und erschweren die diplomatischen Bemühungen um eine dauerhafte Waffenruhe.

Jezzine · Nabatieh · Bint Jbeil

4 Quellen

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