Diplomatie · Rom und Kairo
Lebenslange Haft für vier ägyptische Beamte im Regeni-Folterprozess gefordert
Die Staatsanwaltschaft in Rom hat am 23. Juni 2026 im Abwesenheitsprozess um die Folter und Tötung des italienischen Forschers Giulio Regeni im Jahr 2016 lebenslange Haft für einen und drei 17,5-jährige Haftstrafen für vier ägyptische Sicherheitsbeamte beantragt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für General des Nationalen Sicherheitsdienstes Tariq Sabir und 17,5-jährige Haftstrafen für drei untergeordnete Obersten und einen Major, alle in Abwesenheit verhandelt.
Ein italienischer CT-Scan ergab 20 Knochenbrüche; Regeni wurde sieben Tage lang gefoltert und starb an einer letzten vorsätzlichen Handlung nach anhaltendem, ungemildertem Leiden.
Ägypten weigerte sich, die Angeklagten über den Prozess zu informieren, und der Staatsanwalt erklärte, das Regime habe sich dafür entschieden, die Täter zu schützen, anstatt seine Beamten zur Rechenschaft zu ziehen.
Der stellvertretende Chefstaatsanwalt von Rom, Sergio Colaiocco, hielt am Dienstag sein Plädoyer und bezeichnete Regenis Tod als Folge „kalter, methodischer, organisierter Gewalt gegen einen wehrlosen Mann“. Regeni, ein 28-jähriger Doktorand der Universität Cambridge, verschwand am 25. Januar 2016 aus der Kairoer U-Bahn; seine halbnackte Leiche wurde am 3. Februar in einem Graben an der Autobahn Kairo–Alexandria gefunden.
„Was hier verhandelt wird, ist lang andauernde Folter als Herrschaftsinstrument. Dieser Mann hatte einen Namen, ein Gesicht, eine Geschichte: Giulio Regeni, italienischer Staatsbürger, ein junger Forscher. Ein freier Mensch.“
Die Anklage nannte den General des Nationalen Sicherheitsdienstes, Tariq Sabir, sowie seine Untergebenen, die Obersten Athar Kamel Mohamed Ibrahim und Helmi sowie den Major Magdi Ibrahim Abdelal Sharif als Angeklagte. Keiner der vier nahm an einer Anhörung teil, nachdem Ägypten sich geweigert hatte, sie über das Verfahren zu informieren. Colaiocco sagte, das ägyptische Regime habe „sich dafür entschieden, die Täter zu schützen“ und sie bewusst gedeckt.
Eine italienische Autopsie ergab 20 Knochenbrüche (fünf an den Zähnen, fünfzehn am Skelett) – weit mehr als der von ägyptischen Gerichtsmedizinern festgestellte einzelne Armbruch. Die Anklage argumentierte, Regeni sei während der sieben Tage seiner Haft wiederholt gefoltert worden und an einer letzten, willentlichen Handlung gestorben, die in der Autopsie als „sie haben ihn zerschmettert“ beschrieben wurde. Colaiocco erklärte, der Prozess sei ein Kampf „gegen das Schweigen, gegen falsche Rekonstruktionen, gegen Behinderung“ gewesen und ohne italienische Gerichtsbarkeit wäre der Fall nirgendwo verhandelt worden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ANSA.itProsecutors ask a life term and three 17-and-a-half-year terms for Regeni murder - TopNews
- ANSA.itProcura Roma, 'su Regeni esercizio metodico e freddo della violenza' - Politica
- ANSA.itProcura Roma, 'processo Regeni contro silenzio, menzogna e depistaggi' - Politica
- ANSA.itEgypt chose to protect Regeni's killers says Rome prosecutor - TopNews
- Giulio Regeni
- italienischer Doktorand, der 2016 in Kairo entführt und zu Tode gefoltert wurde
- Sergio Colaiocco
- stellvertretender Chefstaatsanwalt von Rom, der das Plädoyer im Regeni-Prozess hält
- Tariq Sabir
- ägyptischer General des Nationalen Sicherheitsdienstes, beschuldigt, Regenis Entführung und Folter angeführt zu haben
- Athar Kamel Mohamed Ibrahim
- Oberst der ägyptischen Sicherheitskräfte, Untergebener von General Sabir, im Fall angeklagt
- Helmi
- Oberst der ägyptischen Sicherheitskräfte, der zusammen mit Sabir angeklagt ist
- Magdi Ibrahim Abdelal Sharif
- Major der ägyptischen Sicherheitskräfte, angeklagt wegen Regenis Mord
- Sergio Mattarella
- italienischer Staatspräsident, der wiederholt erklärte, dass Wahrheit und Gerechtigkeit nicht kompromittiert werden dürften
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen