Wahlen · Schwerin und Berlin
AfD gewinnt Mecklenburg-Vorpommern, CDU scheitert an Fünf-Prozent-Hürde, Merz lehnt Rücktritt ab
Die AfD gewann am 20. September 2026 in Mecklenburg-Vorpommern 38,2 Prozent der Stimmen, während die CDU auf 4,9 Prozent fiel. Kanzler Friedrich Merz wies Rücktrittsforderungen zurück.
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Kurz gefasst
Die AfD gewann am 20. September 2026 in Mecklenburg-Vorpommern 38,2 Prozent und 32 Sitze, während die CDU auf 4,9 Prozent fiel und die Fünf-Prozent-Hürde verfehlte.
Die Linke, angeführt von Elif Eralp, erreichte in Berlin 25,8 Prozent und lag damit vor der CDU mit 20 Prozent und der AfD mit 13,8 Prozent.
Bundeskanzler Friedrich Merz wies nach den Verlusten der CDU bei beiden Landtagswahlen Rücktrittsforderungen zurück und kündigte an, im Amt zu bleiben.

Landtagswahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern
Bei der Landtagswahl am 20. September 2026 in Mecklenburg-Vorpommern errang die Alternative für Deutschland (AfD) mit 38,2 Prozent den größten Stimmenanteil und erhielt 32 Sitze im Landtag in Schwerin. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) wurde mit 35,5 Prozent und 29 Sitzen Zweiter. Die Linke erreichte 6,5 Prozent und fünf Sitze, die Grünen 5,7 Prozent und fünf Sitze. Die Christlich Demokratische Union (CDU) erhielt 4,9 Prozent, verfehlte damit die Fünf-Prozent-Hürde und schied erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik aus einem Landesparlament aus. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verfehlte mit 4,8 Prozent die Hürde.
- AfD
- 38.2 %
- SPD
- 35.5 %
- Die Linke
- 6.5 %
- Grüne
- 5.7 %
- CDU
- 4.9 %
- BSW
- 4.8 %
Daten aus dem Artikeltext
Koalitionsoptionen und Berliner Ergebnisse
Da die bisherige Koalition aus SPD und Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern keine parlamentarische Mehrheit mehr besitzt, sind Zweierbündnisse aus AfD und SPD oder SPD und CDU rechnerisch möglich. In Berlin gewann Die Linke mit 25,8 Prozent, während die CDU auf 20 Prozent und die AfD auf 13,8 Prozent kamen. Die SPD erreichte 12,1 Prozent, die Grünen 10,1 Prozent und die FDP 4,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern stieg auf 72,1 Prozent, in Berlin auf 68,4 Prozent.
Reaktionen und Auswirkungen
Bundeskanzler Friedrich Merz räumte die Verluste der Partei in beiden Landtagswahlen ein, lehnte jedoch Rücktrittsforderungen ab. Er erklärte, er übernehme die Verantwortung und wolle das Land weiterführen. Die AfD-Chefin Alice Weidel bezeichnete das Ergebnis als „historischen Erfolg“ und forderte Neuwahlen auf Bundesebene. Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil sprach von einem „bitteren Tag“ für seine Partei, während die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner das Abschneiden ihrer Partei als „enttäuschend“ bezeichnete.
„Ich übernehme die Verantwortung und möchte das Land weiterführen. Die Partei wird aus diesem Ergebnis lernen und sich neu aufstellen.“
Analyse und Ausblick
Politische Beobachter sehen in dem Ergebnis eine Zäsur für das deutsche Parteiensystem. Die CDU, einst Volkspartei, ist in Mecklenburg-Vorpommern erstmals unter die Fünf-Prozent-Hürde gefallen. Die AfD profitiert laut Analysten von der Unzufriedenheit mit der Bundespolitik und der Migrationspolitik. Die Bildung einer Regierung in Schwerin wird schwierig, da sich die AfD von einer Koalition mit der SPD ausschließt. In Berlin zeichnet sich eine mögliche Koalition aus Die Linke, SPD und Grünen ab. Die nächsten Landtagswahlen finden im März 2027 im Saarland statt.
- AfD
- 32 Sitze
- SPD
- 29 Sitze
- Die Linke
- 5 Sitze
- Grüne
- 5 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ANSA.itMerz, il governo resterà per assicurare il futuro democratico del Paese - Notizie
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- Friedrich Merz
- Bundeskanzler und CDU-Parteivorsitzender
- Alice Weidel
- Co-Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD)
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