Film & Medien · San Sebastián de los Reyes und Madrid

La Séptima startet am 5. November mit täglichen Umfragen vor der Wahl am 29. November

Der neue spanische Free-TV-Sender geht um 12:00 Uhr auf Sendung, um 21:00 Uhr folgt ein Interview mit Carlos Cuerpo; das tägliche Tracking von SW Demoscopia läuft durch den gesamten Wahlkampf.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

San Sebastián de los Reyes, Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 5.11.Geplanter Sendestart im TDT, moderiert von Verónica Sanz
  2. 5.11.Interview mit Carlos Cuerpo beginnt, Ergebnisse der täglichen Umfrage werden veröffentlicht
  3. 29.11.Tag der Parlamentswahl

Sendestart

La Séptima beginnt am Donnerstag, 5. November, um 12:00 Uhr mit der Ausstrahlung über digitales Antennenfernsehen (TDT) in Spanien. Der Sender ist ein neues nationales Vollprogramm, vorangetrieben von José Miguel Contreras, dem Gründer von LaSexta; sein Chefredakteur Javier Ruiz wird die Abendsendung moderieren. Der erste Abend beginnt um 21:00 Uhr mit einem Interview mit Carlos Cuerpo, der das Verkehrsressort nach dem Rücktritt von Óscar Puente übernommen hat. Verónica Sanz soll laut El Mundo den Start um 12 Uhr moderieren. Das Projekt umfasst eine Investition von 20 Millionen Euro und 400 damit verbundene Arbeitsplätze; die Studios in San Sebastián de los Reyes waren bei der Pressevorstellung am Mittwoch, 4. November, noch im Bau.

Eine tägliche Umfrage für den Wahlkampf

Kernstück des Senders ist eine tägliche Wahlumfrage von SW Demoscopia, die ab dem ersten Tag jeden Tag um 21:00 Uhr bis zur Parlamentswahl am 29. November veröffentlicht wird. Ruiz sagte, das Tracking werde in „La recta final“ ausgewertet, einem 15-minütigen Segment von 21:00 bis 21:15 Uhr, das er gemeinsam mit Cristina Cañedo moderiert, bevor die Abendsendung „La última hora“ von 21:15 bis 01:00 Uhr läuft. Ausgangsbasis sind 3.500 kumulierte Umfragen; Ruiz zufolge wird die Stichprobengröße nur hinter der des CIS zurückbleiben. Ziel sei es, zu messen, wie sich jede Nachricht auf Wahlabsicht und Mobilisierung auswirkt.

„Wir wollen den Wahlkampf verändern.“

Javier Ruiz

Contreras ist überzeugt, dass die Umfrage zum „beherrschenden Thema“ des Wahlkampfs wird; der Sender will die Ergebnisse jeden Abend zur selben Zeit veröffentlichen.

Interviews und Programm

Der Sender hat die Vorsitzenden aller Parteien eingeladen, darunter Alberto Núñez Feijóo von der PP und Santiago Abascal von Vox. Ruiz sagte, einige hätten noch nicht geantwortet, und der Sender mache Interviews statt „Massagen“. Pedro Sánchez wird interviewt, sobald La Moncloa den Termin bestätigt. In dieser Woche stehen zudem Digitalminister Óscar López in der von Luján Argüelles moderierten Wochenendsendung Fin de Semana und Sänger Víctor Manuel bei Sobre la Mesa mit Rocío Delgado auf dem Programm. Contreras beschrieb den Zweck der Umfrage mit Blick auf das Publikum.

„Wir wollen, dass alle – auch die, die uns nicht sehen wollen – jeden Abend um 9 den tatsächlichen Stand der Umfragen und Wahlkämpfe in Spanien sehen.“

José Miguel Contreras, Initiator und Geschäftsführer von La Séptima

Positionierung und Wettbewerb

Contreras sagte El Mundo, das Projekt wolle den progressiven Raum besetzen, der seiner Darstellung nach aus dem spanischen Privatfernsehen weitgehend verschwunden ist. Er argumentierte, der öffentliche Sektor biete mehr Pluralismus als der private.

„Der progressive Raum in der audiovisuellen Welt ist praktisch verschwunden.“

José Miguel Contreras, Initiator und Geschäftsführer von La Séptima

La Séptima wird mit Atresmedia und Mediaset konkurrieren, die laut Contreras in den vergangenen zehn Jahren rund 3.000 Millionen Euro Gewinn angehäuft haben – nach Zahlen, die er vorlegte. Contreras nannte Andrés Varela als wichtigsten wirtschaftlichen Unterstützer des Projekts. El Confidencial berichtet, der Sender habe ein Budget von etwa 10 Prozent des Üblichen, und viele zweifelten angesichts des Niedergangs des klassischen Fernsehens, dass er Geld verdienen werde. Ruiz sagte El Periódico, der Sender habe vor dem Start viele Hindernisse überwinden müssen.

Zielpublikum und nächste Schritte

Laut ABC hat Contreras für die ersten zwei Monate ein Ziel von 1,8 Prozent Marktanteil ausgegeben; als Hauptkonkurrenten nannte er Cuatro und LaSexta. Das erste Ergebnis der täglichen Umfrage soll am Starttag um 21:00 Uhr vorliegen, das Tracking läuft bis zur Parlamentswahl am 29. November. Ob der Sender sein Publikumsziel erreicht und wie die Interviews mit den Parteivorsitzenden ausfallen, bleibt in den ersten Sendewochen offen.

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