Regierung · Stockholm

Kristersson soll schwedische Regierung bilden, nachdem das Parlament die Vorsitzende der Zentrumspartei abgelehnt hat

Schwedens Parlament hat am Dienstag, 3. November 2026, die Vorsitzende der Zentrumspartei, Elisabeth Thand Ringqvist, als Ministerpräsidentin abgelehnt. Anschließend gab Parlamentspräsident Andreas Norlén dem scheidenden Ministerpräsidenten Ulf Kristersson eine Woche Zeit, um eine Mehrheitsregierung zu bilden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, Adnkronos, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: © European Union, 2025, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 13.09.Parlamentswahl; der Mitte-links-Block gewinnt 176 Sitze gegen 173
  2. Mitte Oktober 2026Das Parlament lehnt die Sozialdemokratin Magdalena Andersson als Ministerpräsidentin ab, 248 Gegenstimmen und 99 Ja-Stimmen
  3. 3.11.Das Parlament lehnt Elisabeth Thand Ringqvist mit 324 Gegenstimmen und 25 Ja-Stimmen ab; der Parlamentspräsident gibt Ulf Kristersson eine Woche

Das Parlament lehnt die Vorsitzende der Zentrumspartei ab

Schwedens Parlament hat Elisabeth Thand Ringqvist, die Vorsitzende der Zentrumspartei, am Dienstag, 3. November 2026, als Ministerpräsidentin abgelehnt – mit 324 Gegenstimmen und 25 Ja-Stimmen. Das Ergebnis war erwartet worden. Thand Ringqvist hatte dem Parlamentspräsidenten bereits mitgeteilt, dass ihr Versuch, eine breite Koalition zu bilden, gescheitert sei, und hatte die Aufgabe, die Verhandlungen zu führen, Ende Oktober zurückgegeben. Parlamentspräsident Andreas Norlén ließ ihren Namen dennoch zur Abstimmung stellen, um das Verfahren voranzubringen. Alle 25 Ja-Stimmen kamen von Mitgliedern der Zentrumspartei.

Kristersson unternimmt den nächsten Versuch

Parlamentspräsident Andreas Norlén gab Ulf Kristersson, dem scheidenden Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der Moderaten, eine Woche Zeit, um eine Mehrheitsregierung zu bilden. Kristersson führt seit der Wahl vom 13. September 2026 eine geschäftsführende Regierung. Vor Journalisten im Parlament äußerte er sich zurückhaltend zu seinen Chancen:

„Ich sehe schon, dass es schwierig werden wird. Wahrscheinlich sehr schwierig. Aber vielleicht nicht völlig unmöglich.“

Ulf Kristersson, Scheidender schwedischer Ministerpräsident und Vorsitzender

Er betonte zudem, dass sich die Sitzverteilung nicht verändert habe. Sein Block, zu dem auch die Schwedendemokraten gehören, kommt auf 173 Sitze und damit nicht auf eine Mehrheit. In den vergangenen vier Jahren regierte er in einer Minderheit mit den Christdemokraten und den Liberalen, mit externer Unterstützung der Schwedendemokraten – einer Partei, die versprochen hat, in jeder neuen Regierung vertreten zu sein, sollte sie die Wahl gewinnen.

Patt zwischen den beiden Blöcken

Der Mitte-links-Block der Opposition gewann 176 Sitze gegen 173 für den Mitte-rechts-Block. Die vier Mitte-links-Parteien sind die Sozialdemokraten, die Grünen, die Linkspartei und die Zentrumspartei. Die Sozialdemokratin Magdalena Andersson hat zweimal erfolglos versucht, eine Regierung zu bilden, und das Parlament lehnte sie Mitte Oktober in einer ersten Abstimmung ab. Die Sozialdemokraten kamen im September auf 28 Prozent der Stimmen – ihr schlechtestes Ergebnis seit fast einem Jahrhundert.

Sitze bei der Wahl am 13. September 2026Sitze
Mitte-links-Block der Opposition
176 Sitze
Mitte-rechts-Block (Kristersson)
173 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Das Haupthindernis ist die Linkspartei, die eine linke Regierung nur unterstützen will, wenn sie selbst daran beteiligt ist. Die Zentrumspartei hat eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei abgelehnt, und ihre Haltung zu Ministerposten für die Linkspartei ist eine rote Linie. Thand Ringqvist fasste das Patt so zusammen:

„Es gibt viele rote Linien.“

Elisabeth Thand Ringqvist, Vorsitzende

Verfahren und wie es weitergeht

Der Parlamentspräsident kann bis zu vier Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten zur Abstimmung stellen. Die Abstimmung über Thand Ringqvist war die zweite, die über Kristersson wäre die dritte. Scheitert auch der vierte Versuch, muss neu gewählt werden – ein Schritt, den Schweden seit 1958 nicht gegangen ist. Der bisherige Ablauf des Verfahrens ist unten dargestellt.

Schweden hat eine lange Geschichte langsamer Regierungsbildungen. Nach der Wahl 2022 dauerten die Verhandlungen 37 Tage, nach der Wahl 2018 waren es 134 Tage. Das aktuelle Patt dauert seit der Wahl im September bereits fast zwei Monate, und die kommende Woche entscheidet, ob der Mitte-rechts-Block die fehlenden Stimmen findet.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Stockholm · Schweden

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