Regierung · Stockholm

Schwedisches Parlament stimmt am 3. November über Zentrums-Chefin Thand Ringqvist als Ministerpräsidentin ab

Parlamentspräsident Andreas Norlen kündigte am Donnerstag, 29. Oktober, an, dass die Abgeordneten am Dienstag, 3. November, über die Zentrumspartei-Chefin Elisabeth Thand Ringqvist als Ministerpräsidentin abstimmen werden. Dem Vorstoß wird allgemein ein Scheitern vorausgesagt, was das Mandat an den geschäftsführenden Ministerpräsidenten Ulf Kristersson zurückgeben würde.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, Notícias ao Minuto, Nasz Dziennik und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Stockholm · Schweden
Wie es dazu kam
  1. 26.10.Thand Ringqvist gibt die Bildung einer Mitte-Koalition auf
  2. 29.10.Parlamentspräsident kündigt Abstimmung über die Nominierung Thand Ringqvists an
  3. 3.11.Angesetzte Parlamentsabstimmung über die Nominierung Thand Ringqvists

Parlamentspräsident treibt Abstimmung voran, deren Scheitern erwartet wird

Andreas Norlen, Präsident des schwedischen Reichstags, erklärte am Donnerstag, 29. Oktober, die Abgeordneten würden am Dienstag, 3. November, über die Nominierung von Elisabeth Thand Ringqvist, der Vorsitzenden der Zentrumspartei, zur Ministerpräsidentin abstimmen. Norlen räumte ein, dass der Versuch kaum Aussicht auf Erfolg hat. Er werde den parlamentarischen Prozess dennoch vorantreiben, obwohl Thand Ringqvist Anfang der Woche erklärt hatte, es sei ihr nicht gelungen, die linken und rechten Blöcke zu einen. Die Abstimmung markiert das Ende des Sondierungsmandats, das Norlen ihr übertragen hatte. Eine Ablehnung gilt als wahrscheinlich.

Der Stillstand hinter der Abstimmung

Bei der Wahl am 13. September gewann der oppositionelle linke Block eine Mehrheit von drei Sitzen gegenüber dem rechten Block unter Führung von Ulf Kristersson; das linke Lager errang 176 der 349 Sitze im Parlament. Magdalena Andersson, Vorsitzende der Sozialdemokraten, hat die Regierungsbildung im linken Lager bereits zweimal aufgegeben. Zudem verlor sie am 15. Oktober eine erste Abstimmung, als die Abgeordneten sie nicht als Regierungschefin einer Minderheitsregierung unterstützten. Kristersson führt derzeit eine geschäftsführende Regierung. Weder der linke noch der rechte Block verfügt über eine Mehrheit, weshalb Norlen die Prüfung einer „Zwischenlösung“ anordnete.

Thand Ringqvists Vorschlag einer Mitte-Regierung

Nach der Wahl brachte Thand Ringqvist eine „Mitte“-Regierung ins Spiel, die moderate Kräfte einschließen, aber die Linkspartei und die Schwedendemokraten ausschließen sollte. Ihre Partei hat jede Zusammenarbeit mit den Schwedendemokraten ausgeschlossen, was eine Mehrheit des rechten Blocks im Parlament nahezu unmöglich macht. Die Zentrumspartei weigert sich zudem, eine Regierung zu unterstützen, der die Linkspartei angehört. Am Montag, 26. Oktober, gab Thand Ringqvist die Bildung einer Mitte-Koalition auf. Berichten über den Vorschlag zufolge wird allgemein erwartet, dass er am 3. November abgelehnt wird.

Was passiert, wenn die Abstimmung scheitert

Sollte Thand Ringqvist am 3. November nicht gewinnen, wird sich Norlen an Kristersson wenden, um zu klären, ob dieser eine Regierung bilden kann. Der Parlamentspräsident kann bis zu vier Kandidaten vorschlagen, bevor Neuwahlen zwingend werden; der erste dieser Versuche scheiterte am 15. Oktober. Der Parlamentspräsident kann Kandidaten zudem damit beauftragen, die Bedingungen für eine Regierung zu prüfen, ohne deren Nominierung dem Parlament zur Abstimmung vorzulegen. Kristerssons Partei ist nach den Sozialdemokraten die zweitgrößte, und bislang gibt es kaum Anzeichen dafür, dass er eine Mehrheit sichern könnte. Das Mandat könnte dann zu einem späteren Zeitpunkt an Andersson zurückgehen. In den vergangenen Tagen veröffentlichte Umfragen deuten darauf hin, dass die Unterstützung für die Moderaten seit der Wahl gestiegen ist.

Lange Gespräche und eine seltene Neuwahl

Schweden gewöhnt sich an langwierige Regierungsbildungen. Nach der Wahl 2022 dauerte die Regierungsbildung 37 Tage, 2018 waren es 134 Tage. Die letzte vorgezogene Neuwahl in Schweden fand 1958 statt. Sollten alle vier Kandidatenversuche scheitern, müsste eine Neuwahl angesetzt werden.

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