Migration · Valverde, Madrid und Las Palmas de Gran Canaria

Sánchez sagt zu, am 10. November eine dringende Einwanderungskommission zu El Hierro einzuberufen

Madrid hat zugesagt, am Dienstag, 10. November, eine dringende interministerielle Einwanderungskommission abzuhalten, nachdem eine Welle von Bootsankünften die Dienste auf El Hierro an ihre Grenzen gebracht hat. Der Präsident der Kanarischen Inseln hat zudem dringende Gespräche mit der Europäischen Kommission gefordert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, EL MUNDO, El Confidencial und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Valverde, Madrid, Las Palmas de Gran Canaria · Spanien

Ein Anruf von Clavijo und eine Zusage von Sánchez

Am Samstag, 7. November, sprach der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, mit Pedro Sánchez, dem Regierungschef Spaniens, und schilderte ihm die „Schwere“ der Lage auf El Hierro. Nach Angaben der Regionalregierung und Clavijos Beitrag auf seinem offiziellen X-Konto verwies er auf den Migrationsdruck und die wachsende Unruhe unter den Bewohnern. Er sagte, der Archipel bitte den Zentralstaat seit Monaten um mehr Ressourcen, Planung und eine koordinierte Antwort. Clavijo berichtete, Sánchez habe zugesagt, die Comisión Interministerial de Inmigración am Dienstag, 10. November, dringend in der Moncloa einzuberufen und die Gesundheitsressourcen über die Secretaría de Estado de Migraciones aufzustocken. Clavijo bat zudem um dringende Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem EU-Kommissar für Inneres und Migration, Magnus Brunner.

Wer am Tisch sitzt

Das Ministerium für Territorialpolitik und Demokratisches Gedächtnis hat die Sitzung für Dienstag, 10. November, vor dem Ministerrat bestätigt; auf der Tagesordnung stehen die Migration auf die Kanaren und die Lage auf El Hierro. Ángel Víctor Torres, Minister für Territorialpolitik und Demokratisches Gedächtnis, wird den Vorsitz führen. Clavijo und Alpidio Armas, Präsident des Cabildo de El Hierro, nehmen außerordentlich teil, ebenso mehrere weitere Minister. Clavijo will, dass das Treffen einen gemeinsamen Plan mit konkreten Maßnahmen und Fristen hervorbringt, und er warnte:

„Wir können nicht immer erst handeln, wenn sich die Lage verschlimmert.“

Fernando Clavijo, Präsident

Torres schrieb auf X, die Sitzung bringe die Verwaltungen zusammen, um zu prüfen, was getan worden sei und was gemeinsam umgesetzt werden müsse.

„Am Dienstag werden in der Moncloa Vertreter aller Verwaltungen die bisher ergriffenen Maßnahmen und diejenigen analysieren, die gemeinsam umgesetzt werden müssen.“

Ángel Víctor Torres, Minister für Territorialpolitik und Demokratisches Gedächtnis

Ankünfte bringen die Dienste auf El Hierro an ihre Grenzen

Die Zahlen unterscheiden sich je nach Medium und je nach dem Zeitraum, den es misst. LaSexta berichtet, 743 Menschen seien seit Mitternacht des 7. November auf dem Archipel angekommen, davon 600 auf El Hierro von sechs Cayucos und 143, die etwa 50 Meilen vor Lanzarote gerettet wurden. El Mundo beziffert die Ankünfte auf El Hierro auf mehr als 3.000 Menschen in den fünf Tagen bis zum 7. November an Bord von rund dreißig Cayucos. Eldiario.es zählt mehr als 2.300 Menschen, die in der Woche bis zum 7. November in der Nähe von El Hierro gerettet wurden. El País berichtet unter Berufung auf Salvamento Marítimo von drei Booten mit etwa 255 Migranten an diesem Tag und schreibt, die Ankünfte auf dem Seeweg näherten sich im November der Marke von 4.000.

Ausrufung des Notstands und Reaktionen des Zentralstaats

Das Cabildo de El Hierro hat einen sozialen Notstand ausgerufen, um die Migrationslage zu bewältigen. Sein Dekret bittet die kanarische und die Zentralregierung um mehr Personal und Schichtwechsel, damit die Teams von Salvamento Marítimo, des kanarischen Gesundheitsdienstes, der Sicherheitskräfte, des Roten Kreuzes und anderer NGOs sich erholen können. Armas sagte, die Insel könne nicht alle Ankommenden so schnell nach Teneriffa bringen, wie sie landeten, und die Zentralregierung habe ihm mitgeteilt, sie habe zwei Zentren auf Teneriffa eröffnet und werde bald ein weiteres auf Gran Canaria eröffnen. Für die kommenden Stunden wurde ein Sturm namens Bruna erwartet, der laut El País die Bedingungen auf See deutlich erschweren könnte. Armas sagte:

„Wir sind sehr besorgt.“

Alpidio Armas

Forensische Unterstützung auf der Insel

Das Instituto de Medicina Legal y Ciencias Forenses der Provinz Santa Cruz de Tenerife hat ein spezielles Unterstützungssystem für den forensischen Dienst El Hierros aktiviert. Die Maßnahme ist vorbeugend, für den Fall, dass am Wochenende Menschen auf Booten sterben, und Fachkräfte könnten bei Bedarf von Teneriffa anreisen. Das Regionalpräsidium teilte mit, es habe eine Kühlkammer für sechs Leichname gekauft und einen Container für das staatliche Hilfssystem des Roten Kreuzes beschafft – auf Bitte der NGO, obwohl dies nicht in die Zuständigkeit der Region fällt. Die Kammer ist seit November 2024 in Betrieb.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen