Migration · La Restinga, Santa Cruz de Tenerife und Bilbao

El Hierro nimmt in einer Woche über 1.500 Migranten auf – Kanaren und Madrid liegen im Streit

Kanarenpräsident Fernando Clavijo forderte von Pedro Sánchez einen dringenden Notfallplan, nachdem im Oktober 2.776 Migranten El Hierro erreicht hatten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, europa press, EL MUNDO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

La Restinga, Santa Cruz de Tenerife, Bilbao · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 25.10.471 Menschen werden von El Hierro nach Gran Canaria gebracht
  2. 26.10.Radar entdeckt ein Cayuco 17,6 km vor La Restinga
  3. 26.10.Cayuco mit 59 Menschen legt in La Restinga an

Ankünfte konzentrieren sich auf eine Insel

Die Atlantikroute zu den Kanarischen Inseln hat wieder Fahrt aufgenommen, und El Hierro, die westlichste Insel mit rund 11.000 Einwohnern, ist zum wichtigsten Anlandepunkt für hölzerne Cayucos aus Senegal, Gambia und Mauretanien geworden. In der Woche von Montag, 19. Oktober, bis Montag, 26. Oktober, erreichten 1.539 Menschen an Bord von etwa zwanzig Booten die Insel. Andere Angaben beziffern die Wochensumme auf 1.535 – eine Zahl, die der Sprecher der kanarischen Regierung nannte – beziehungsweise auf 1.598, wie La Razón berichtete. Am Donnerstag, 22. Oktober, kamen mehr als 400 Menschen auf vier Booten an einem einzigen Tag. Manche Boote hatten bis zu 158 Menschen an Bord, eine Fahrt brachte mehr als 200.

Druck auf Aufnahme- und Gesundheitseinrichtungen

Die Behörden haben Menschen von der Insel gebracht, um die Belastung zu verringern. Die Delegation der Zentralregierung auf den Kanaren brachte am Sonntag, 25. Oktober, 471 Menschen mit einer Fähre vom Hafen La Estaca nach Gran Canaria, und seit Freitag, 23. Oktober, haben etwa 900 Menschen El Hierro verlassen. Von den am Sonntag Gebrachten befanden sich 390 noch im Temporären Aufnahmezentrum für Ausländer (CATE) in San Andrés und 81 im ehemaligen Kloster La Frontera, das vom Roten Kreuz betrieben wird. Am Montag, 26. Oktober, ortete das Radar um 05:00 Uhr ein Cayuco 17,6 Kilometer vor La Restinga, und das Boot legte um 06:45 Uhr mit 59 Menschen an Bord an, darunter drei Frauen und vier Minderjährige subsaharischer Herkunft. Fernando Clavijo hat gewarnt, dass das Inselkrankenhaus erneut zusammenbrechen könnte. Anfang der Woche wurden zwei junge Männer, die tot an Bord eines Cayucos mit 131 Menschen angekommen waren, am Mittwoch, 21. Oktober, in El Pinar beigesetzt; einer von ihnen war ein 26-jähriger Gambier, dessen Familie sich per Videoanruf verabschiedete.

Kanarenregierung wirft Madrid Schweigen vor

Der Sprecher der kanarischen Regierung, Alfonso Cabello, warf der Zentralregierung „Schweigen und mangelnde Koordination“ vor und sagte, Madrid habe „mindestens seit Juli“ Geheimdienstberichte über den Ansturm gehabt, sie aber nicht weitergegeben. Er sagte, die Regionalregierung habe das Innenministerium über die Regionalrätin Nieves Lady Barreto bis zu dreimal aufgefordert, einen gemeinsamen Sicherheitsausschuss von Kanaren und Staat einzuberufen. Cabello bezifferte die Ankünfte im Oktober bislang zudem auf 3.899, 240 % mehr als in denselben 25 Tagen des Vorjahres.

„Derzeit hat El Hierro, das 11.000 Einwohner hat, in einer einzigen Woche 1.535 Migranten aufgenommen. Das ist nicht tragbar.“

Alfonso Cabello, Sprecher

In dem Schreiben Clavijos an Pedro Sánchez vom Montag, 26. Oktober, wurden sechs dringende Maßnahmen gefordert, darunter eine außerordentliche Sitzung des gemeinsamen Sicherheitsausschusses, ein Notfallplan für die kommenden Monate und eine größere Rolle der Europäischen Union. Das Schreiben fordert den Staat zudem auf, darzulegen, welche zusätzlichen Ressourcen er vor dem Ansturm eingesetzt hat und welche noch nicht zum Einsatz gekommen sind.

„Es geht nicht darum, im Nachhinein Schuldige zu suchen, sondern darum, sicherzustellen, dass Vorausschau, institutionelle Koordination und Ressourcenverfügbarkeit einer Lage gewachsen sind, die die Sicherheit der Menschen unmittelbar betrifft.“

Fernando Clavijo, Präsident

Clavijo sagte, er habe dreimal vergeblich versucht, ein Treffen mit Innenminister Fernando Grande Marlaska zu vereinbaren. Die Oktoberzahlen belaufen sich bislang auf 3.814 Ankünfte im gesamten Archipel, davon 2.776 auf El Hierro.

Ankünfte im Oktober 2026: Kanarische Inseln gesamt vs. El HierroMenschen
Kanarische Inseln
3814 Menschen
El Hierro
2776 Menschen

Daten aus dem Artikeltext

Minister kontern

Clavijo trug seine Position in Bilbao vor, wo er bei einer von der Beratungsfirma NTT Data organisierten Veranstaltung neben anderen Regionalpräsidenten sprach, und sagte, der Staat sei in der Krise abwesend.

„Wir sehen, dass Ceuta im Norden als Pufferzone zurückgelassen wird, die Kanaren als Pufferzone im Süden …“

Fernando Clavijo, Präsident

Die Minister Víctor Ángel Torres und Óscar López antworteten am selben Tag. Torres sagte dem Sender Radio Nacional, die spanische Regierung helfe, kooperiere, führe Maßnahmen ein und ändere Gesetze, und er warf der PP vor, die Kanarier in die Irre zu führen, indem sie Rückführungen als Lösung darstelle. López sagte, Clavijo wende sich nie an die PP, was nach seinen Worten den Konsens in der Migrationspolitik bricht. Beide Minister gaben der PP die Schuld – der Partei, die die Kanaren gemeinsam mit Clavijo regiert und die nach ihren Worten „Knüppel zwischen die Beine“ wirft. Der Schlagabtausch spielt sich im Vorfeld der 29N-Wahl ab. Clavijos Schreiben an Sánchez war zum Zeitpunkt der Berichterstattung unbeantwortet.

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