Energie & Handel · Houston, New York und St. Petersburg
US-Demokraten und Tillis warnen Banken und Häfen wegen russischer Dieselimporte aus Trumps Putin-Deal
Sechs große US-Banken und mehrere Hafenbehörden haben Schreiben erhalten, in denen sie aufgefordert werden, alle Unterlagen über mögliche russische Dieselimporte aufzubewahren. Der Deal zwischen Trump und Putin gerät damit unter rechtlichen Druck von Abgeordneten, die künftig Schlüsselausschüsse führen könnten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Stirile ProTV, Financial Times News, POLITICO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Abgeordnete forderten JPMorgan Chase, Bank of America, Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs und Morgan Stanley sowie die Hafenbehörden von Houston, Beaumont, Corpus Christi, New York und New Jersey auf, Unterlagen über russische Dieselimporte zu sichern.
Die Unterzeichner, darunter Chris Coons, Elizabeth Warren und Thom Tillis, erklären, jeder russische Dieselimport könne Klagen und Untersuchungen des Kongresses nach sich ziehen, und der Deal verstoße möglicherweise gegen ein seit März 2022 geltendes Verbot.
Jamie Raskin, der nach den Zwischenwahlen voraussichtlich den Justizausschuss des Repräsentantenhauses führen wird, schrieb an das American Petroleum Institute, die AFPM und die U.S. Chamber of Commerce, Beteiligte würden zur Verantwortung gezogen.
Drei Tanker mit rund 140.000 Tonnen russischem Diesel werden wenige Tage nach der Zwischenwahl erwartet, darunter die Leruo, die von Großbritannien, der EU und Kanada sanktioniert ist und deren Ankunft für den 11. November geplant ist.
- 9.10.Trump kündigt das Abkommen mit Putin über russische Diesellieferungen an
- 17.10.Die Leruo verlässt St. Petersburg zur Atlantiküberquerung
- 26.10.Abgeordnete schicken Schreiben an Banken und Hafenbehörden, Raskin schreibt an Industrieverbände
- 11.11.Geplante Ankunft der Leruo an der US-Atlantikküste laut Marine Traffic
Schreiben an Banken und Häfen
Demokratische Abgeordnete haben gemeinsam mit dem republikanischen Senator Thom Tillis sechs große US-Banken und mehrere Hafenbehörden aufgefordert, sämtliche Unterlagen über mögliche russische Dieselimporte aufzubewahren. Das berichtet Axios, dem das Schreiben vorliegt. Betroffen sind die Banken JPMorgan Chase, Bank of America, Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs und Morgan Stanley sowie die Hafenbehörden von Houston, Beaumont und Corpus Christi in Texas und von New York und New Jersey. Die Adressaten wurden gebeten, Verträge, Frachtpapiere, Schiffstagebücher und Korrespondenz mit Lieferanten, Zwischenhändlern und Vertretern der Trump-Regierung aufzubewahren. Die Aufforderungen sollen mögliche Untersuchungen des Kongresses vorbereiten.
Zu den Unterzeichnern gehören die demokratischen Senatoren Chris Coons, Elizabeth Warren, Ron Wyden und Sheldon Whitehouse, die bei einem Wahlsieg der Demokraten im Senat die Ausschüsse für Auswärtige Beziehungen, für Banken, für Finanzen und für Justiz führen könnten. Auch die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen und der Abgeordnete Greg Meeks unterzeichneten, ebenso Tillis als einziger genannter Republikaner. In dem Schreiben heißt es, jeder solche Import werfe ernste rechtliche Fragen auf und könne Klagen und Untersuchungen des Kongresses nach sich ziehen.
Die rechtliche Argumentation
Die Unterzeichner argumentieren, das Abkommen mit Moskau könne gegen US-Gesetze verstoßen, die die Einfuhr russischer Erdölprodukte verbieten. Washington hat seit März 2022 die Einfuhr von russischem Öl und raffinierten Produkten – einschließlich Diesel – untersagt. Die Abgeordneten verweisen darauf, dass das geltende Recht solche Importe so lange blockiert, bis der Präsident dem Kongress bestätigt, dass Russland die Feindseligkeiten in der Ukraine eingestellt hat, keine unmittelbare militärische Bedrohung für NATO-Mitglieder darstellt und das Recht der Ukrainer anerkennt, ihre Regierung selbst zu wählen.
Der ranghöchste Demokrat im Justizausschuss des Repräsentantenhauses, Jamie Raskin, der den Ausschuss voraussichtlich übernehmen wird, sollten die Demokraten bei den Zwischenwahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewinnen, schickte ein separates Schreiben an das American Petroleum Institute, die American Fuel and Petrochemical Manufacturers und die U.S. Chamber of Commerce. Darin heißt es, Unternehmen, die sich an Bemühungen zum Verkauf russischen Diesels in den USA beteiligten, würden gegen Bundesrecht verstoßen und zur Verantwortung gezogen – unter dieser Regierung oder der nächsten.
Der Deal und die ersten Ladungen
Trump kündigte das Abkommen mit Vladimir Putin am 9. Oktober an. Er erklärte, Russland werde sofort mehr als 300.000 Tonnen Diesel liefern, im November weitere 500.000 Tonnen und später eine weitere Million Tonnen, dazu bis zu drei Millionen Tonnen mehr, abhängig vom Zustand und der Kapazität der russischen Raffinerien. Die Financial Times bringt den Deal mit einem starken Anstieg der US-Kraftstoffpreise in Verbindung, den sie auf Trumps Krieg mit Iran und ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien zurückführt. Diesel an US-Tankstellen kostet laut FT im Schnitt 6,34 Dollar je Gallone, nach 3,66 Dollar ein Jahr zuvor; Politico beziffert den Abstand auf 2,70 Dollar je Gallone.
Drei Tanker mit rund 140.000 Tonnen russischem Diesel – die ersten, die die US-Behörden im Rahmen des Deals genehmigt haben – sollen wenige Tage nach der Zwischenwahl ankommen. Einer von ihnen, die Leruo, ist in Hongkong beheimatet, fährt unter der Flagge Sierra Leones und ist von Großbritannien, der EU und Kanada sanktioniert. Sie verließ St. Petersburg am 17. Oktober und befand sich am Montag, dem 26. Oktober, in der Nordsee vor Norwegen. Daten von Marine Traffic zeigen eine geplante Ankunft an der US-Atlantikküste am 11. November.
Russische Produktion steigt
Russische Raffinerien haben die Dieselproduktion im Oktober erhöht, nachdem die Regierung ab dem 1. Oktober Sonderquoten für den Export genehmigt hatte. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Quellen am Ölmarkt. Die Produktion war in der ersten Oktoberhälfte auf etwa 160.000 Tonnen pro Tag gefallen, nach 175.000 Tonnen pro Tag im September, und stieg dann in Richtung 180.000 Tonnen pro Tag, nachdem die Quoten Mitte des Monats zugeteilt worden waren. Der Inlandsverbrauch sinkt im Oktober üblicherweise auf etwa 140.000 Tonnen pro Tag, sodass mindestens 40.000 Tonnen pro Tag für den Export bleiben – mehr als eine Million Tonnen im Monat. Quellen zufolge könnten 200.000 bis 300.000 Tonnen davon in Nachbarländer gehen.
- September 2026
- 175000 Tonnen pro Tag
- Erste Oktoberhälfte 2026
- 160000 Tonnen pro Tag
Daten aus dem Artikeltext
Vertreter der Branche erwarten, dass die Regierung das allgemeine Exportverbot, das seit August gilt, für die meisten übrigen Dieselvolumina aufrechterhält.
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Quellen und Kontext
- Stirile ProTVRussland steigert Dieselproduktion nach Deal mit den USA. Exporte an Amerikaner könnten eine Million Tonnen monatlich übersteigenRusia crește producția de motorină după acordul cu SUA. Exporturile către americani ar putea depăși un milion de tone lunar - Știrile ProTV · Original auf Rumänisch
- Financial Times NewsDrei russische Dieseltanker auf dem Weg in die USA – darunter einer unter SanktionenThree Russian diesel tankers steam for US -- including one under sanctions · Original auf Englisch
- POLITICORaskin warnt Ölindustrie vor Trumps russischem Diesel-DealRaskin warns oil industry against Trump's Russian diesel deal · Original auf Englisch
- Ziare.comSechs Kongressabgeordnete empfehlen US-Firmen, keinen russischen Diesel zu importieren: „Sie könnten Gegenstand von Klagen sowie parlamentarischen Untersuchungen werden“Șase congresmeni le recomandă firmelor din SUA să nu importe motorină rusească: "Ar putea face obiectul unor acțiuni în justiție, precum și al unor anchete parlamentare" · Original auf Rumänisch
- Donald Trump
- US-Präsident, der am 9. Oktober das Dieselabkommen mit Vladimir Putin ankündigte
- Vladimir Putin
- Russischer Präsident und Partei des Dieselabkommens mit Donald Trump
- Jamie Raskin
- Ranghöchster Demokrat im Justizausschuss des Repräsentantenhauses, der an Ölindustrieverbände schrieb
- Thom Tillis
- Republikanischer Senator, der die Schreiben an Banken und Häfen unterzeichnete
- Chris Coons
- Demokratischer Senator, der das Schreiben unterzeichnete und den Ausschuss für Auswärtige Beziehungen führen könnte
- Elizabeth Warren
- Demokratische Senatorin, die das Schreiben unterzeichnete und den Bankenausschuss führen könnte
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