Wahlen · Washington

Demokraten gewinnen beide Kammern des Kongresses bei US-Zwischenwahlen – Senatssitz in Texas wechselt

Die Demokraten haben bei den Zwischenwahlen am 3. November die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat gewonnen – ein Ergebnis, das die Republikaner über ihre Ausrichtung nachdenken lässt. In Alaska wird noch ausgezählt, wo sich der Ausgang im Senat über Wochen hinziehen könnte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, PÚBLICO, Diário de Notícias und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 3.11.Zwischenwahlen abgehalten, die Demokraten gewinnen die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses
  2. 4.11.Jeffries erklärt, die neue Mehrheit werde sich auf Bezahlbarkeit konzentrieren; Gingrich sagt, Vance sei nicht länger der unvermeidliche Kandidat für 2028
  3. 5.11.Cruz nennt die Niederlage in seinem Podcast Verdict einen blauen Tsunami

Demokraten erobern beide Kammern des Kongresses

Die Demokraten gewannen bei den am Dienstag, 3. November 2026, abgehaltenen Zwischenwahlen die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat. Eine von einem Artikel zitierte Auszählung der Associated Press gibt der Partei bislang 54 Senatssitze, wobei die Rennen in Alaska und Mississippi noch offen sind, während in einem anderen Bericht 244 Sitze im Repräsentantenhaus genannt wurden. Prognosen deuten darauf hin, dass der demokratische Caucus im Repräsentantenhaus nach Abschluss der Auszählung mehr als 260 Mitglieder umfassen könnte – die größte Präsenz seit 1990, als die Partei 267 Sitze gewann.

In mehreren Bundesstaaten wird weiter ausgezählt. In Alaska lag die Demokratin Mary Peltola mit etwas mehr als 600 Stimmen vor dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan, bei 74 % ausgezählter Stimmen; das endgültige Ergebnis könnte Wochen dauern. Eine von einem Artikel zitierte CBS-Umfrage bezifferte Trumps Zustimmung auf 38 %, und 89 % der Wähler nannten die Lebenshaltungskosten einen wichtigen oder entscheidenden Faktor. Auch der Zorn über Zölle und den Krieg mit Iran, der die Kraftstoffpreise in die Höhe trieb, belastete die Wähler.

Texas und eine Welle von Premieren

In Texas besiegte James Talarico Ken Paxton, den Generalstaatsanwalt des Bundesstaates, der die Unterstützung von Präsident Donald Trump hatte. Die Republikaner hatten seit 1993 beide Senatssitze des Bundesstaates gehalten, und Talarico ist der erste Demokrat, der seit 1988 aus Texas in den Senat gewählt wurde. Ab Januar, wenn die neu gewählten Mitglieder ihr Amt antreten, wird er neben Ted Cruz dienen, dessen eigene Amtszeit bis 2031 läuft.

Cruz bezeichnete die Niederlage in seinem Podcast Verdict als eine Abrechnung im Ausmaß von Watergate und nannte das Ergebnis einen blauen Tsunami. Er machte die Frustration der Wähler über die Lebenshaltungskosten verantwortlich und verwies auf höhere Preise für Lebensmittel, Benzin, Diesel und Versicherungen; zudem kritisierte er die Zölle und den langen Krieg in Iran. Cruz sagte, er habe Talarico angerufen, um ihm zu gratulieren.

Andernorts besiegte Adam Hamilton, ein methodistischer Pfarrer, den republikanischen Senator Roger Marshall in Kansas und beendete damit eine demokratische Durststrecke im Senat dort, die bis 1932 zurückreichte. Abdul El-Sayed wird voraussichtlich der erste muslimische Senator. Georgia wählte erstmals eine schwarze Gouverneurin, und Gina Hinojosa wird voraussichtlich die erste Latina-Gouverneurin von Texas. Laut Notícias ao Minuto wurden zudem erstmals in sechs Bundesstaaten transgender Kandidaten gewählt.

Trump, Hegseth und der Iran-Krieg

Trump akzeptierte die Ergebnisse und erklärte sich bereit, mit den Demokraten zusammenzuarbeiten, wies jedoch die Vorstellung zurück, das Ergebnis sei eine persönliche Niederlage. Er räumte ein, dass der Konflikt mit Iran zu den Verlusten beigetragen habe. Der Druck auf Verteidigungsminister Pete Hegseth, zurückzutreten, ist gewachsen, doch Trump hat keine Anzeichen dafür gezeigt, dass er ihn opfern wird – trotz der Unzufriedenheit der Wähler über den Krieg.

Vizepräsident J.D. Vance, einst als wahrscheinlicher Erbe Trumps gesehen, machte im Nachgang den Iran-Krieg für die Niederlage verantwortlich und distanzierte sich vom Präsidenten. Am Mittwoch, 4. November, sagte der frühere republikanische Fraktionschef im Repräsentantenhaus, Newt Gingrich, Vance sei nicht länger der „unvermeidliche“ Kandidat für 2028, und eine überraschend große Zahl von Menschen könnte nun eine Chance sehen. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, wird sein Amt niederlegen, wenn der neue Kongress zusammentritt.

Pläne der Demokraten und das Rennen 2028

Hakeem Jeffries, der demokratische Fraktionsführer im Repräsentantenhaus, sagte am Mittwoch, 4. November, die neue Mehrheit werde sich auf Bezahlbarkeit und Rechenschaft konzentrieren und nicht länger als Verlängerung der Trump-Regierung agieren. Die Demokraten werden das Bundesbudget kontrollieren, die Ausschüsse des Kongresses leiten und über den Senat entscheiden, welche von Trump nominierten Kandidaten für Posten in der nationalen Sicherheit und im diplomatischen Dienst bestätigt werden. Von RTP zitierte Experten sagen, das Fehlen einer veto-festen Mehrheit könnte die Fähigkeit der Demokraten einschränken, Trumps Zölle rückgängig zu machen.

Die Demokraten haben bereits gefordert, alle offiziellen Dokumente und Unterlagen zu sichern; ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump wird nicht ausgeschlossen. Der neue Kongress tritt im Januar 2027 sein Amt an.

Das Rennen um 2028 ist ebenfalls eröffnet. Trump ist per Gesetz daran gehindert, eine weitere Amtszeit anzustreben. Die Präsidentschaftswahl ist für den 7. November 2028 angesetzt, die ersten Vorwahlen der Demokraten sind für den 22. Januar 2028 in South Carolina geplant. Die Republikaner beginnen traditionell im selben Monat in Iowa, wobei dieser Termin noch nicht offiziell festgelegt ist; Kandidaturerklärungen könnten ab Januar 2027 beginnen.

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