Gesundheit & Bildung · Genf und Kinshasa

WHO warnt vor Cholera in der DR Kongo: 1.800 Tote, 60.000 Fälle während Ebola-Ausbruch

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagt, die DR Kongo erlebe ihre schlimmste Cholera-Epidemie seit Jahrzehnten, während Ebola in fünf Monaten mehr als 5.300 Menschen getötet hat.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20 Minuten, LaSexta, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Genf, Kinshasa · Schweiz, Demokratische Republik Kongo

Was die WHO berichtete

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus warnte am 4. November auf einer Pressekonferenz in Genf, die Demokratische Republik Kongo kämpfe gleichzeitig mit zwei Epidemien. Ebola habe in fünf Monaten bei mehr als 10.400 Fällen mehr als 5.300 Todesopfer gefordert, heißt es in Zahlen, die in mehreren Berichten zitiert werden. Andere Berichte nannten für Ebola mehr als 10.000 Fälle und 5.000 Tote. Bei Cholera, die Tedros als den schlimmsten Ausbruch des Landes seit Jahrzehnten bezeichnete, wurden seit Beginn des Jahres 2026 mehr als 60.000 Fälle und 1.800 Todesfälle registriert. In der Einleitung eines Berichts war von fast 2.000 Cholera-Toten die Rede, doch der Text desselben Berichts und die darin zitierte WHO-Zahl lagen bei 1.800.

Überlappende Epidemien im Osten

Die meisten Fälle beider Krankheiten stammen aus Nord-Kivu und Süd-Kivu, den östlichen Provinzen, in denen bewaffnete Konflikte wichtige Infrastruktur zerstört haben. Die Kämpfe haben zudem die kritische Knappheit an Wasser und sanitären Einrichtungen verschärft – Bedingungen, die die Ausbreitung von Krankheiten begünstigen. Tedros sagte, die Ebola-Übertragung habe in einigen Gebieten nachgelassen, doch es tauchten weiterhin neue Hotspots auf. Als Hindernisse für die Eindämmung nannte er Vertreibungen, schlechtes Wetter, Angriffe auf die Gesundheitsinfrastruktur und den schwierigen Zugang zu abgelegenen Regionen. Die WHO wies außerdem darauf hin, dass 2025 die höchste Zahl gemeldeter Fälle seit mehr als 25 Jahren verzeichnet wurde, und dass 2026 noch schlimmer zu werden droht. Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate liegt bei rund 3 %, was die Behörde mit Schwierigkeiten beim Zugang zu Behandlungen begründete.

Von der WHO gemeldete Todesfälle bei Ebola- und Cholera-Ausbrüchen in der DR KongoTodesfälle
Ebola, fünf Monate (mehr als)
5300 Todesfälle
Cholera, seit Beginn 2026
1800 Todesfälle

Daten aus dem Artikeltext

Impfstoffe und Reaktion

Die WHO hat empfohlen, zwei Kandidatenimpfstoffe in klinische Studien aufzunehmen, die vom Nationalen Institut für biomedizinische Forschung der DR Kongo geleitet werden. Einer wurde von der Universität Oxford gemeinsam mit dem Serum Institute of India entwickelt, der andere von Moderna; beide richten sich gezielt gegen den Bundibugyo-Stamm. Unabhängig davon genehmigte die Internationale Koordinierungsgruppe für Impfstoffversorgung, der WHO, UNICEF, die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften und Ärzte ohne Grenzen angehören, 7,4 Millionen Dosen für 2026. Gavi unterstützte diese Entscheidung finanziell, ein weiterer Antrag wird derzeit geprüft. Tedros betonte, den Impfkampagnen müsse besondere Aufmerksamkeit gelten, insbesondere im Osten des Landes.

Ausbreitungsrisiko und Reisebeschränkungen

Tedros warnte, Cholerafälle würden nun entlang des Kongo-Beckens gemeldet, wodurch die Krankheit Kinshasa erreichen könnte, die Hauptstadt im Westen des Landes. Die WHO erklärte, die derzeit beginnende Regenzeit könne die Übertragung begünstigen, auch in der Hauptstadt. Sie warnte zudem, die beiden Epidemien könnten sich in konfliktbetroffenen Gebieten überlagern, was die Reaktion erschweren würde. Tedros rief die internationale Gemeinschaft auf, die gegen betroffene Länder verhängten Reisebeschränkungen aufzuheben. Er argumentierte, diese Maßnahmen bestraften Transparenz und schadeten der globalen Gesundheitsreaktion.

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