Gesundheit & Bildung · Kampala, Entebbe und Nairobi

Uganda ordnet 21-tägige Quarantäne für zurückkehrende Bürger an, während sich Ebola in der DR Kongo ausbreitet

Ugander, die aus der DR Kongo zurückkehren, müssen 21 Tage auf eigene Kosten in Quarantäne verbringen, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag, 25. Oktober, mit. Die Maßnahme folgt auf zwei Ebola-Fälle in Kenia und Nigeria, die beide mit Personen in Verbindung stehen, die den Flughafen Entebbe passiert hatten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, SWI swissinfo.ch, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Kampala, Entebbe, Nairobi, Bafwasende · Uganda, Kenia, Demokratische Republik Kongo
Wie es dazu kam
  1. 20.10.9.704 bestätigte Fälle und 4.687 Tote in der DR Kongo registriert
  2. 24.10.Krankenschwester getötet und Gesundheitshelfer bei Angriff in Bafwasende schwer verletzt
  3. 25.10.Uganda kündigt 21-tägige Quarantäne für zurückkehrende Bürger an

Neue Quarantäneregeln an der Grenze

Das Gesundheitsministerium gab am Sonntag, 25. Oktober, bekannt, dass Ugander, die aus der Demokratischen Republik Kongo zurückkehren, 21 Tage Quarantäne auf eigene Kosten absolvieren müssen. Reisende, die sich in der DR Kongo aufgehalten haben, dürfen nicht durch Uganda transitieren, und aus dem Land werden nur Reisende mit zwingendem Bedarf eingelassen. Die Kontrollen am internationalen Flughafen Entebbe und an allen Landgrenzübergängen wurden verstärkt, unterstützt durch Kontrollpunkte auf ausgewiesenen Straßen. Gesundheitsminister Chris Baryomunsi sagte im BBC-Programm Newsday, die Maßnahmen zielten darauf ab, das Land frei von dem Virus zu halten.

„All das sind Maßnahmen, um sicherzustellen, dass wir Uganda frei von Ebola halten.“

Chris Baryomunsi, Ugandas Gesundheitsminister

Zwei Fälle mit Bezug zu Entebbe

Zwei Reisende, die am selben Tag den Flughafen Entebbe passiert hatten, wurden später positiv getestet – einer in Kenia, einer in Nigeria. Jean Kaseya, Leiter der Africa Centres for Disease Control and Prevention, sagte, bei der nigerianischen Patientin handele es sich um die in Uganda geborene Ehefrau eines Schweizer Diplomaten, der zu einem Urlaub nach Kampala gereist war. Der Kenianer war aus der DR Kongo gekommen, wo er Geschäftsinteressen hatte, und starb zwei Tage nach seiner Ankunft in Nairobi. Kenia hat seither acht weitere Fälle bestätigt, und eine zweite Frau, die mit ihm verwandt ist, starb am Wochenende. Diana Atwine, ständige Sekretärin des Gesundheitsministeriums, sagte, Aufnahmen der Videoüberwachung zeigten keine physische Interaktion zwischen den beiden Patienten. Das Ministerium teilte mit, alle 60 Personen, die nach Kontakt mit dem kenianischen Patienten beobachtet wurden, seien entlassen worden; Uganda hatte früher im Ausbruchsgeschehen 20 Ebola-Fälle verzeichnet, bevor die Weltgesundheitsorganisation das Land im August für frei von der Krankheit erklärte.

Krankenschwester bei Angriff auf Helfer getötet

Die WHO teilte mit, am Samstag, 24. Oktober, sei eine Krankenschwester getötet und ein weiterer Gesundheitshelfer schwer verletzt worden, als sie in Bafwasende in der östlichen Provinz Tshopo in der DR Kongo auf einen Ebola-Alarm reagierten. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus schrieb am Sonntag, 25. Oktober, auf X, Helfer müssten sicher arbeiten können. Die lokalen Behörden hatten sich zu dem Angriff und zu möglichen Verdächtigen nicht geäußert. Helfer berichten, dass einige Teammitglieder in ausgewiesenen Gesundheitszonen festgehalten worden seien und dass Teams, die sichere Bestattungen durchführen, bedroht würden. Im September wurde ein Politiker in Nord-Kivu zu Tode geprügelt, nachdem er die Regierungsantwort öffentlich verteidigt hatte.

„Jeder, der daran arbeitet, Gemeinschaften vor dieser tödlichen Krankheit zu schützen, muss in Würde und Sicherheit arbeiten können. Das Gesundheitswesen muss immer geschützt werden.“

Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO-Generaldirektor

Mohamed Yakub Janabi, der WHO-Regionaldirektor für Afrika, verurteilte den Angriff ebenfalls auf X.

„Desinformation und Angst dürfen niemals Gewalt befeuern.“

Mohamed Yakub Janabi, WHO-Regionaldirektor für Afrika

Umstrittene Bilanz und Ausbreitung

Die Zahlen unterscheiden sich je nach Quelle und Datum. Die BBC berichtet von mehr als 4.500 Toten in der DR Kongo seit Mai, während Janabi gegenüber Lusa erklärte, bis zum 20. Oktober seien 9.704 bestätigte Fälle und 4.687 Tote registriert worden. Die jüngsten Daten des Gesundheitsministeriums zeigen mehr als 9.800 Fälle und mehr als 4.700 Tote seit Mai – der tödlichste Ebola-Ausbruch in der Geschichte des Landes. Das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit hat mehr als 9.000 bestätigte Fälle und über 4.300 Tote gezählt. Der Ausbruch ist inzwischen in vier Ländern im Osten, Zentrum und Westen Afrikas gemeldet worden.

Verzögerungen, Mythen und lokales Vertrauen

Der Medair-Arzt Pierre-Oliver Ngadjole sagt, die hohe Zahl der Toten spiegele Verzögerungen bei der Behandlung wider und nicht das Virus selbst. Patienten erreichen Krankenhäuser oft zu spät, und in der Regenzeit werden Straßen unpassierbar, sodass manche Patienten tagelang unterwegs sind und mehrere Flüsse überqueren müssen. Gerüchte, es gebe keinen Impfstoff und keine Heilung, untergruben die Bereitschaft der Menschen, frühzeitig Behandlung zu suchen, obwohl für den Bundibugyo-Stamm derzeit kein zugelassener Impfstoff verfügbar ist. Im Behandlungszentrum Katwa in Butembo seien bislang mehr als 70 der 252 aufgenommenen Patienten gestorben, so Ngadjole. In Nyankunde führten die WHO und ihre Partner 32 Dialoge mit mehr als 1.500 Gemeindevertretern, und die täglichen Meldungen aus der Bevölkerung stiegen von höchstens 11 auf 60 bis 70 im September, ohne dass es dort seit Juli neue Angriffe gab.

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