Sicherheit · Brüssel und Luxemburg

Kövesi: Griechenland war Schauplatz des klarsten Einschüchterungsversuchs gegen die EPPO – Farantouris fordert Kommission zum Handeln auf

Die Europäische Generalstaatsanwältin Laura Kövesi hat Griechenland als Schauplatz des klarsten Versuchs bezeichnet, die Europäische Staatsanwaltschaft einzuschüchtern, und dies mit einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu den Amtszeiten von Staatsanwälten in Verbindung gebracht. Der PASOK-Abgeordnete Nikolas Farantouris hat die Europäische Kommission aufgefordert, offiziell Stellung zu nehmen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NEWS 24/7, ΣΚΑΪ, in.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brüssel · Belgien, Luxemburg
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Kövesi sagt Politico, Griechenland sei Schauplatz des klarsten Versuchs gewesen, die EPPO einzuschüchtern
  2. 29.10.Der Abgeordnete Nikolas Farantouris fordert die Kommission auf, offiziell Stellung zu nehmen
  3. 30.10.Kövesis siebenjährige Amtszeit endet

Kövesis Interview mit Politico

Laura Kövesi, die Europäische Generalstaatsanwältin, gab am 28. Oktober ein ausführliches Interview mit Politico und sprach per Videoanruf aus ihrem Büro in Luxemburg. Sie sagte, der klarste Versuch, die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) einzuschüchtern, habe in Griechenland stattgefunden, und verknüpfte dies mit der Verlängerung der Amtszeiten von drei griechischen delegierten Staatsanwälten. Sie nannte ihre siebenjährige Amtszeit die schwierigste berufliche Erfahrung ihrer Laufbahn und verwies auf Angriffe und Versuche, die Unabhängigkeit der Behörde zu untergraben. Ihre Amtszeit endet am Freitag, 30. Oktober. Sie warnte, die EPPO laufe Gefahr, allmählich untergraben zu werden, gerade weil sie ihre Arbeit tue, und sagte, die Überarbeitung der Verordnung der Behörde sei der nächste echte Test.

Die Entscheidung des Areios Pagos

Der Streit begann, als der Oberste Justizrat die Amtszeiten von drei griechischen delegierten Europäischen Staatsanwälten um zwei Jahre verlängerte. Das Kollegium der EPPO hatte eine Verlängerung um fünf Jahre beschlossen, und die Behörde focht die kürzere Verlängerung vor dem Areios Pagos an. Das Plenum des Areios Pagos wies diese Klage mit 72 zu 10 Stimmen als unzulässig zurück, mit der Begründung, nach griechischem Recht könnten nur Richter selbst in Fragen des Dienststatus Beschwerde einlegen. Die Entscheidung ließ offen, ob die Amtszeiten zwei oder fünf Jahre dauern sollen.

Reaktionen in Griechenland

Maria Lepenioti, Justizsprecherin der Griechischen Linken Allianz (ΕΛ.Α.Σ.), erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme, die Entscheidung des Gerichts untergrabe die Arbeit der Behörde. Sie argumentierte:

„Die Ablehnung der beantragten Verlängerung um fünf Jahre schafft Hindernisse für die Arbeit der Europäischen Staatsanwaltschaft.“

Maria Lepenioti

Ihre Partei fügte hinzu, Kövesis Äußerung bestätige einen Versuch, Ermittlungen zu Skandalen zu vermeiden, die das Land getroffen hätten. Auch der ehemalige Ministerpräsident Giorgos Papandreou reagierte und sagte, die Bemühungen der griechischen Regierung, die Rechenschaftspflicht zu behindern, seien inakzeptabel.

„Die Bemühungen der griechischen Regierung, Rechenschaftspflicht zu verhindern und diejenigen zu diskreditieren, die den Missbrauch europäischer Mittel untersuchen, sind verurteilenswert.“

Giorgos Papandreou, Ehemaliger Ministerpräsident Griechenlands

Das Ersuchen an Brüssel

Am 29. Oktober richtete der PASOK-Abgeordnete Nikolas Farantouris, Mitglied des Haushaltsausschusses des Europäischen Parlaments, sein Ersuchen aus Brüssel. Er forderte die Kommission auf, offiziell Stellung zu Kövesis Vorwürfen der Einschüchterung und Behinderung zu nehmen. Zudem verlangte er konkrete Schritte, um sicherzustellen, dass die Mitgliedstaaten vollständig und sicher mit der EPPO zusammenarbeiten, sowie Maßnahmen zum Schutz der Unabhängigkeit der europäischen Ermittlungsbehörden, damit Betrugsbeschwerden mit EU-Mitteln ohne politische Einflussnahme geprüft werden. Farantouris sagte, das Parlament kämpfe für mehr Ressourcen, während die Regierungen im Rat Kürzungen vorantrieben, und fügte hinzu:

„Drohungen und Einschüchterung gegenüber Ermittlungs- und Prüfbehörden dürfen nicht toleriert werden.“

Nikolas Farantouris

Der Fall OPEKEPE

Kövesi ging auch auf den Fall der Agrarsubventionen von OPEKEPE ein, der nach Ansicht von Kritikern in Griechenland zeigt, dass die EPPO sich vor Wahlen in die Politik einmischt. Diese Kritik wies sie entschieden zurück und sagte, die Behörde habe bereits einige Anklagen abgeschlossen, und diese Fälle lägen nun bei den Gerichten. Ein Antrag auf Aufhebung der parlamentarischen Immunität bedeute nicht Schuld. Sie sagte zudem, sie sei alarmiert gewesen über einen Kandidaten für ihre Nachfolge, der einen Plan zur Normalisierung der Behörde vorgestellt habe, und über einen anderen, der von gleicher Distanz zu allen politischen Parteien gesprochen habe.

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