Wahlen · Warschau

Umfrage nach Verfassungsgerichtskrise: KO bei 27,2 Prozent, doch der rechte Block käme auf 258 Sitze

Eine Umfrage von United Surveys by IBRiS für Wirtualna Polska vom 2. November sieht die Bürgerkoalition mit 27,2 Prozent vorn. Eine Sitzprojektion auf Basis der Ergebnisse ergibt für einen rechten Block 258 der 460 Sitze, während der Führungsstreit am Verfassungsgericht andauert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von naTemat.pl, TVP Info, wpolityce.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen
Wie es dazu kam
  1. 2. NovemberUnited Surveys by IBRiS führt die Umfrage für Wirtualna Polska durch
  2. 3. NovemberDie Richter des Verfassungsgerichts verabschieden einstimmig den Haushalt des Gerichts für 2027
  3. 10. NovemberNächste Vollversammlung der Richter des Verfassungsgerichts, auf der die Geschäftsordnung geändert werden soll

Umfrageergebnisse

United Surveys by IBRiS hat im Auftrag von Wirtualna Polska am 2. November 2026 1000 erwachsene Polinnen und Polen per computergestütztem Telefoninterview befragt – zwei Tage, nachdem der Streit um das Verfassungsgericht am 30. und 31. Oktober eskaliert war. Die Fehlermarge der Umfrage beträgt 3 Prozent. Die Bürgerkoalition (Koalicja Obywatelska) führt mit 27,2 Prozent, ein Minus von 2,5 Punkten gegenüber der vorangegangenen Erhebung von Wirtualna Polska. Recht und Gerechtigkeit (PiS) kommt auf 18,2 Prozent (plus 1 Punkt), die Konföderation auf 13,3 Prozent (plus 0,1 Punkte). Die Konföderation der Polnischen Krone von Grzegorz Braun erreicht 11,6 Prozent (plus 0,6 Punkte).

Die Neue Linke liegt bei 7,1 Prozent (minus 0,2 Punkte), Mateusz Morawieckis Rozwój Plus bei 5,2 Prozent (minus 1 Punkt). Razem (3,8 Prozent, plus 0,6 Punkte) und die Polnische Bauernpartei PSL (2,9 Prozent, minus 1,5 Punkte) bleiben unter der 5-Prozent-Hürde für den Einzug in den Sejm. Polska 2050 verzeichnete keine Stimmen (minus 0,4 Punkte). 10,7 Prozent der Befragten hatten keine Präferenz (plus 2,3 Punkte).

Parteienzustimmung in der Umfrage von Wirtualna Polska, 2. November 2026%
Bürgerkoalition
27.2 %
Recht und Gerechtigkeit
18.2 %
Konföderation
13.3 %
Konföderation der Polnischen Krone
11.6 %
Neue Linke
7.1 %
Rozwój Plus
5.2 %
Razem
3.8 %
PSL
2.9 %
Polska 2050
0 %

Daten aus dem Artikeltext

Sitzprojektion

Die Umfrageergebnisse wurden mit einem Rechner von Prof. Jarosław Flis von der Jagiellonen-Universität in Sitze umgerechnet. Im Sejm mit 460 Sitzen käme die Bürgerkoalition auf 172 Sitze, die PiS auf 108, die Konföderation (Konfederacja Wolność i Niepodległość) auf 73, die Konföderation der Polnischen Krone auf 61, die Neue Linke auf 30 und Rozwój Plus auf 16. Bürgerkoalition und Linke zusammen kämen auf 202 Sitze und damit nicht auf die 231 für eine Mehrheit nötigen Mandate. Ein rechter Block aus PiS, Rozwój Plus und beiden Konföderationen käme auf 258 Sitze, was nach dieser Projektion für eine Regierungsbildung reichen würde. Berichte über die Umfrage erinnerten auch daran, dass Jarosław Kaczyński im Juni eine Vereinbarung mit Braun ausgeschlossen hatte und dass die beiden später gemeinsam vor dem Gericht für ein Selfie posierten.

Sitzprojektion aus der Umfrage vom 2. NovemberSitze
Bürgerkoalition
172 Sitze
Recht und Gerechtigkeit
108 Sitze
Konföderation
73 Sitze
Konföderation der Polnischen Krone
61 Sitze
Neue Linke
30 Sitze
Rozwój Plus
16 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Der Streit um das Verfassungsgericht

Am Freitagabend, dem 30. Oktober, erschien auf der Website des Verfassungsgerichts eine Erklärung, die eine Unterbrechung der Amtsgeschäfte von Präsident Bogdan Święczkowski ankündigte. Anna Korwin-Piotrowska übernahm die Leitung des Gerichts. Vor dem Gebäude griff die Polizei ein, Staatspräsident Karol Nawrocki brach eine Reise in den Senegal ab. Justizminister und Generalstaatsanwalt Waldemar Żurek beantragte die Aufhebung der Immunität von Święczkowski und Vizepräsident Bartłomiej Sochański. Beide erkennen Korwin-Piotrowska nicht als Leiterin des Gerichts an.

Am Montag, dem 2. November, legte Korwin-Piotrowska vorläufige Prüfungsergebnisse vor: 1171 anhängige Verfahren, in mehr als 700 davon war bislang kein Verfahrensschritt erfolgt.

Wie es weitergeht

Am Dienstag, dem 3. November, verabschiedeten die Richter des Verfassungsgerichts einstimmig den Haushalt des Gerichts für 2027. Die nächste Vollversammlung der Richter ist für Dienstag, den 10. November, angesetzt; auf der Tagesordnung steht eine Änderung der Geschäftsordnung des Gerichts. Die Umfrage wurde am 2. November erhoben und liegt damit sowohl vor der Haushaltsabstimmung als auch vor dieser Versammlung. Der Streit um das Verfassungsgericht, die Prüfungsergebnisse und die Sitzarithmetik werden alle am Ausgang der Versammlung gemessen werden, denn deren Entscheidung legt die Regeln fest, unter denen das Gericht arbeitet.

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Quellen und Kontext

Orte
Polen

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