Sicherheit · New York, Tokio und Seoul

KI-Ausverkauf an der Wall Street nach Wahlsieg der Demokraten drückt Asiens Börsen deutlich ins Minus

Der Nasdaq fiel am Donnerstag, 5. November, um 5,52 Prozent, und Tokios Nikkei verlor am Freitag 5,96 Prozent, weil Anleger befürchten, strengere Regeln könnten die Investitionen in KI-Rechenzentren bremsen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, La Repubblica.it, Il Fatto Quotidiano und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

New York, Tokio, Seoul, Taipeh · Vereinigte Staaten, Japan, Südkorea

Ausverkauf an der Wall Street nach den Midterms

Die US-Aktienmärkte schlossen am Donnerstag, 5. November, deutlich im Minus, nachdem die Demokraten die Midterm-Wahlen gewonnen und die Kontrolle über den Kongress übernommen hatten. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 3,44 Prozent, der S&P 500 verlor 4,35 Prozent und der Nasdaq gab um 5,52 Prozent nach. Berichten zufolge wurden in dieser einen Sitzung 3.200 Milliarden Dollar an Wert vernichtet. Die Chiphersteller Broadcom und Nvidia verloren jeweils mehr als 9 Prozent, Oracle fiel um 7 Prozent. Tesla verlor 10,77 Prozent und SpaceX 9,5 Prozent – beide Unternehmen sind mit Elon Musk verbunden. Der Nasdaq lag zudem rund 15 Prozent unter seinem Höchststand vom 6. Oktober, was laut einem Bericht einem Verlust von insgesamt etwa 2.500 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung entspricht.

Schlusskurse an der Wall Street am Donnerstag, 5. November%
Dow Jones
-3.44 %
S&P 500
-4.35 %
Nasdaq
-5.52 %

Daten aus dem Artikeltext

Warum Anleger aus KI-Aktien flohen

Im Zentrum des Ausverkaufs steht die Sorge, dass ein von den Demokraten geführter Kongress die Regeln für künstliche Intelligenz verschärfen und den Ausbau von Rechenzentren bremsen könnte. Bloomberg berichtete unter Berufung auf Daten des Analysehauses Cleanview, dass etwa 40 Prozent der in den USA im Bau befindlichen Rechenzentrumskapazität in Bundesstaaten entstehen soll, deren neu gewählte Gouverneure versprochen haben, solche Projekte zu blockieren oder auszusetzen. Die Marktanalystin Hebe Chen sagte Bloomberg, die stark auf Halbleiter ausgerichteten asiatischen Märkte könnten wegen ihrer Abhängigkeit von globalen KI-Lieferketten mit die stärksten Gegenwinde überhaupt erleben. Die Anleihen bewegten sich in die entgegengesetzte Richtung: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel auf 4,82 Prozent, die der dreißigjährigen auf 5,24 Prozent. Anleger rechneten zudem mit weniger Zinserhöhungen der Notenbanken, und die Anleihe-Rally spiegelte die Sorge wider, dass geringere KI-Investitionen das Wirtschaftswachstum belasten könnten.

Asiens Märkte fallen weiter

Der Handel in Asien eröffnete am Freitag, 6. November, deutlich schwächer. Japans Nikkei 225 schloss 5,96 Prozent tiefer bei 57.434,77 Punkten – ein Minus von 3.643 Punkten, das den Index erstmals seit Mai unter die Marke von 60.000 drückte. Kioxia, SoftBank Group und Advantest führten die Verluste an. In Seoul fiel der Kospi zu Handelsbeginn um mehr als 8 Prozent, was eine 20-minütige Handelsunterbrechung auslöste, und schloss 6,02 Prozent im Minus – der tiefste Stand seit Ende März. Samsung verlor 6,35 Prozent, SK Hynix 10,44 Prozent. In Taipeh schloss der Taiex 4,5 Prozent tiefer, nachdem er einen Teil des Kurssturzes zum Handelsstart wieder aufgeholt hatte; TSMC fiel zeitweise um 8,5 Prozent und schloss 4,7 Prozent im Minus. Shanghai gab um 1,10 Prozent nach, Hongkong um 1,27 Prozent.

Bewegungen asiatischer Aktienindizes am Freitag, 6. November%
Nikkei 225
-5.96 %
Kospi
-6.02 %
Taiex
-4.5 %
Shanghai
-1.1 %
Hongkong
-1.27 %

Daten aus dem Artikeltext

Europas Märkte eröffnen schwächer

Die europäischen Märkte eröffneten schwächer und blieben über die gesamte Sitzung unter Druck. Zur Sitzungsmitte lag Frankfurt 2,2 Prozent im Minus, London rund 2 Prozent, während Paris 1,6 Prozent und Amsterdam 1,2 Prozent verloren. Mailand hielt seine Verluste bei etwa einem Prozentpunkt, nachdem der FTSE MIB 1,68 Prozent tiefer eröffnet war. Unter den italienischen Blue Chips fiel Nexi um 3,8 Prozent, Generali um 3 Prozent und Banco BPM um 2,7 Prozent. Gas verbilligte sich um 3 Prozent auf 88 Euro pro Megawattstunde, und der Zinsabstand zwischen italienischen und deutschen Zehnjährigen lag bei rund 109 Basispunkten. Öl notierte bei etwa 90 Dollar je Barrel, nachdem es zu Handelsbeginn einen Ausverkauf gegeben hatte – aus Hoffnung, das Midterm-Ergebnis könne zur Entspannung im Nahen Osten beitragen. Saudi-Arabien gab Warnungen vor möglichen Gefahren in Yanbu aus, dem Ölexporthafen am Roten Meer, und der Euro notierte bei 1,117 Dollar.

Wie es weitergeht

Die Anleger blickten zudem auf die nächsten Entscheidungen der Europäischen Zentralbank. Die Sitzung am Freitag brachte die neuesten US-Arbeitsmarktdaten und den Verbraucherstimmungsindex der University of Michigan. Der Dollar hatte sich gegenüber den wichtigsten Währungen gefestigt, der Dollar-Yen-Kurs lag im frühen Handel bei 158,04. Die Wall-Street-Futures blieben unentschieden, während die asiatischen und europäischen Futures nach unten zeigten.

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