BerichtUS-Zwischenwahlen

Sicherheit · New York, Tokio und Seoul

Demokratische Siege bei den Midterms treffen KI-Aktien in Asien – Beschränkungen für Rechenzentren stehen bevor

Die Demokraten gewannen beide Kammern des US-Kongresses, und die Gouverneurswahlen in Texas, Georgia und Ohio gingen an Kandidaten, die versprachen, Rechenzentren zu begrenzen. Asiatische KI-Aktien fielen deutlich und erholten sich anschließend, die US-Futures deuteten später auf Gewinne hin.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Neue Zürcher Zeitung, Handelsblatt, Wirtschafts Woche und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

New York, Tokio, Seoul, Atlanta · Vereinigte Staaten, Japan, Südkorea
Wie es dazu kam
  1. 3.11.Demokraten gewinnen am Dienstagabend die Gouverneurswahlen in Texas, Georgia und Ohio
  2. 4.11.SoftBank fällt zeitweise um mehr als 9 %; Samsung Electronics und SK Hynix jeweils etwa 6 % im Minus
  3. 4.11.Nasdaq-100-Futures 2,1 % im Minus, S&P-500-Futures 1,2 % im Minus
  4. 4.11.US-Futures deuten vor Handelsbeginn auf Gewinne von etwa 0,5 % hin

Die Demokraten gewinnen beide Kammern und verändern die Debatte über Rechenzentren

Medienprognosen sahen die Demokraten bei den US-Midterms am Dienstag, 3. November, mit Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat. Das Ergebnis ist ein deutlicher Denkzettel für Präsident Donald Trump, der den Ausbau der KI-Infrastruktur unterstützt hat. Mehrere republikanische Kandidaten hatten sich im Wahlkampf in dieser Frage bereits von ihm distanziert.

Drei Gouverneurswahlen drehen sich um Rechenzentren

Die Demokratin Gina Hinojosa besiegte in Texas den amtierenden Republikaner Greg Abbott, nachdem sie ein sofortiges Moratorium für den Bau von Rechenzentren in dem Bundesstaat versprochen hatte. Texas hatte Tech-Giganten wie OpenAI, Anthropic, Oracle, Microsoft, Google, Meta und Amazon mit Steuervergünstigungen, billiger Energie und Land angelockt. Prognosen legen nahe, dass ihr Sieg viele angekündigte Projekte gefährden könnte. In Georgia gewann Keisha Lance Bottoms das Gouverneursamt und hat einen vorübergehenden landesweiten Baustopp zugesagt; CBRE beziffert die in Atlanta im Bau befindlichen Rechenzentren auf fast 2,9 Gigawatt – mehr als in Nord-Virginia. In Ohio besiegte Amy Acton Vivek Ramaswamy und versprach einen bedingten Stopp für neue Genehmigungen, die strenge Energie- und Wasserkriterien nicht erfüllen. Elon Musk, der die Firmensitze von Tesla und SpaceX nach Texas verlegt hat, scherzte am Wahlabend, Rechenzentren im Weltraum erschienen derzeit besonders interessant.

Nachwahlbefragungen und geplante Kapazität

Nachwahlbefragungen von NBC News ergaben, dass 56 % der Wähler KI-Rechenzentren als entscheidenden oder wichtigen Faktor für ihre Stimme bei der Kongresswahl bezeichneten; die meisten von ihnen unterstützten die Demokraten. Bloomberg beziffert die geplante US-Rechenzentrumskapazität auf 303 GW, der größte Teil davon in Bundesstaaten, in denen bei den Midterms gewählt wurde. Rund 170 GW entfallen auf Bundesstaaten mit Gouverneurs- und Parlamentswahlen, 91 GW auf Bundesstaaten mit reinen Parlamentswahlen und etwa 8 GW auf Bundesstaaten mit gewählten Energieaufsichtsbehörden. Nur 34 GW liegen in Bundesstaaten ohne relevante Wahl. Prognosen zufolge dürfte Texas bis 2030 etwa ein Viertel der US-Rechenzentrumskapazität stellen.

Geplante Rechenzentrumskapazität nach WahltypGW
Gouverneurs- und Parlamentswahlen
170 GW
Nur Parlamentswahlen
91 GW
Gewählte Energieaufsichtsbehörden
8 GW
Keine relevante Wahl
34 GW

Daten aus dem Artikeltext

Asiatische Aktien fallen, dann verringern sich die Verluste

Die asiatischen Märkte eröffneten am 4. November schwächer. Der Nikkei fiel im frühen Handel um 3 % auf ein Fünfmonatstief und lag später im Handel 1,4 % im Minus. Der Tokioter Topix verlor nach einem Feiertag 1,5 %, Kioxia büßte mehr als 11 % ein, Advantest mehr als 7 %. In Seoul lag der Kospi im vorbörslichen Handel rund 3 % im Minus, und die Aktien von Samsung Electronics und SK Hynix fielen zeitweise um etwa 6 %. SoftBank, ein großer KI-Investor, verlor zeitweise mehr als 9 %, während der Markt in Seoul seine frühen Verluste später vollständig aufholte.

Wall Street, sichere Häfen und KI-Bilanzen

Die US-Index-Futures fielen in den frühen Morgenstunden, die Nasdaq-100-Futures um 2,1 %, die S&P-500-Futures um 1,2 %. Der Nasdaq 100 hatte vor der Wahl bereits fast 10 % von seinem Rekordhoch im Oktober verloren. Bis 15.30 Uhr Schweizer Zeit deuteten die US-Eröffnungsfutures auf Gewinne von etwa 0,5 % hin. Sean Callow von ITC Markets nannte die Bedrohung für die Techbranche das Hauptthema des Ergebnisses, während Kim Seok-hwan von Mirae Asset Securities warnte, Projekte könnten sich verzögern, falls Texas ein Moratorium verhänge – so wie es New York getan habe. Anleger flüchteten in sichere Häfen: Gold stieg um 2,9 %, die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen fielen um vier Basispunkte, und der Dollar gab um 0,3 % auf 1,118 gegenüber dem Euro nach. Die Unternehmenszahlen weisen in die andere Richtung: AMD und Super Micro hoben ihre Umsatzprognosen an, und Meta platzierte erfolgreich Unternehmensanleihen im Wert von 15 Milliarden Dollar.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen