Gesundheit & Bildung · Bukarest

Rumäniens Gesundheitsminister schließt Klinikschließungen aus und fordert 10,5 bis 11 Milliarden Lei

Alexandru Rogobete sagte zudem, Ärzte, die ihre Schichten im öffentlichen Dienst für private Arbeit verließen, könnten nach drei Verstößen entlassen werden. Gespräche mit Arzneimittelherstellern und -händlern brachten erste Maßnahmen zur Versorgung hervor.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro, Libertatea, Digi24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bukarest · Rumänien

Kliniken bleiben offen, ambulante Versorgung wächst

Gesundheitsminister Alexandru Rogobete schloss in einem am Montag, 26. Oktober, bei TVR 1 ausgestrahlten Interview die Schließung von Krankenhäusern in Rumänien aus. Die Politik seines Ministeriums, sagte er, beruhe auf dem Ausbau spezialisierter Ambulanzen und der tagesstationären Behandlung im Krankenhaus – ein Kurs, den er bereits in der vorigen Amtszeit verfolgt habe und fortsetzen werde. Als Beispiele nannte er Gastroskopien, Koloskopien und Bronchoskopien, nach denen Patienten heute oft schon am nächsten Tag nach Hause gehen könnten. Etwa 80 Prozent der Patienten, die wegen chronischer Erkrankungen ins Krankenhaus kämen, bräuchten Anpassungen der Behandlung, Überwachung, einfache Untersuchungen oder eine Konsultation; sie zwei oder drei Tage stationär zu behalten, sei nicht tragfähig.

Seine Haltung zu Schließungen formulierte er unmissverständlich:

„Krankenhäuser werden unter keinen Umständen geschlossen. Das möchte ich von Anfang an klar und nachdrücklich sagen.“

Alexandru Rogobete, Rumäniens Gesundheitsminister

Eine Finanzierungslücke von 10,5 bis 11 Milliarden Lei

Rogobete sagte, der gesamte Gesundheitssektor brauche zwischen 10,5 und 11 Milliarden Lei, um bis zum Jahresende zu arbeiten; das Geld solle über eine Haushaltskorrektur bereitgestellt werden. Etwa 9 Milliarden Lei davon entfielen auf die Nationale Krankenversicherungskasse, der Rest auf Programme des Ministeriums und die kritische Versorgung wie Notaufnahmen, Anästhesie, Intensivmedizin und Neugeborenenstationen. Die Hälfte der Summe, so sagte er, gehe in Programme, Arzneimittel, Apothekenzahlungen und andere Leistungen, der Rest decke Krankengeld ab. Die Haushaltskorrektur war für das Ende der Woche ab dem 2. November angesetzt, die Gespräche liefen jedoch noch. Er kritisierte Kürzungen bei den Gesundheitsausgaben und argumentierte, Milliarden für Projekte wie Stadien in Oradea und Brașov könnten stattdessen warten.

Finanzbedarf des Gesundheitssektors bis JahresendeMrd. Lei
Niedrige Schätzung
10.5 Mrd. Lei
Hohe Schätzung
11 Mrd. Lei

Daten aus dem Artikeltext

Ärzte, die ihre öffentlichen Schichten verlassen

Rogobete sagte, Ärzte dürften nach dem Ende ihrer Schicht im öffentlichen Krankenhaus privat arbeiten, nicht aber während der Stunden, in denen sie in der staatlichen Einrichtung anwesend sein müssten. Er wolle, dass Krankenhausleitungen den Vertrag eines Arztes nach drei derartigen Verstößen kündigen können, und bereite dafür den rechtlichen Rahmen vor. Öffentlicher Druck erschwere diese Praxis, sagte er, sie müsse aber reguliert und sanktioniert werden.

„Ich behalte weiterhin die im Auge, die um 10 Uhr das öffentliche System verlassen, um ihrer eigenen Privatpraxis nachzugehen.“

Alexandru Rogobete, Rumäniens Gesundheitsminister

Er sagte außerdem, der jüngste Protest des medizinischen Personals habe sich aus der Gefahr von Einkommenseinbußen von bis zu 4.000 Lei ergeben, nicht aus verdoppelten Gehältern. Die Gespräche mit den Gesundheitsgewerkschaften über ein neues Besoldungsgesetz sollen in der Woche ab dem 2. November wieder aufgenommen werden.

Maßnahmen zur Arzneimittelversorgung

Am Montag traf Rogobete Vertreter von Arzneimittelherstellern und -händlern, darunter die Verbände ARPIM und APMGR, um Lieferunterbrechungen zu verhindern. Als erste Maßnahmen wurden vereinbart: wöchentliche Meldungen an das Ministerium zu Verbrauch und Beständen von Arzneimitteln, die in nationalen Gesundheitsprogrammen verwendet werden; die Ermittlung kritischer Lücken in der Krankenhausversorgung, insbesondere bei Onkologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und seltenen Krankheiten; und der Aufbau nationaler Reserven kritischer Arzneimittel, damit diese rasch zwischen Krankenhäusern verschoben werden können. In einem Facebook-Beitrag schrieb er, die Finanzierungslücke habe gezeigt, wie verwundbar das System werden könne.

„Patienten brauchen Medikamente, keine Erklärungen.“

Alexandru Rogobete, Rumäniens Gesundheitsminister

Das Ministerium hatte am 7. Oktober mitgeteilt, dass eine interne öffentliche Prüfung der Arzneimittelbehörde ANMDMR abgeschlossen sei. Sie habe zahlreiche Mängel festgestellt und sei zu dem Schluss gekommen, dass das elektronische Meldesystem noch nicht ausreichend automatisiert sei.

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