Makroökonomie · Bukarest

Finanzminister Nazare hält neue Steuern für 2027 offen, schließt aber marktwertbasierte Grundsteuer aus

Rumäniens Finanzminister erklärte am 25. Oktober 2026, er wolle keine neuen Steuern, schließe sie für 2027 aber nicht aus; die Rentenindexierung hänge von Haushaltsdaten ab, die noch erfasst werden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von G4Media.ro, Ziare.com, adevarul.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Octavianul, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. Januar 2027Überprüfung durch Fitch, laut Nazare
  2. Februar 2027Überprüfung durch Moody's, laut Nazare
  3. März 2027Überprüfung durch S&P, laut Nazare

Steuern für 2027 bleiben offen

Finanzminister Alexandru Nazare sagte am 25. Oktober 2026 gegenüber Digi24, er wolle 2027 keine neuen Steuern oder Abgaben, schließe sie aber auch nicht aus. Jedes neue Ausgabenprogramm, das nicht im Haushalt veranschlagt sei, brauche eine identifizierte Finanzierungsquelle. Das Ministerium prüfe derzeit Vorschläge der Haushaltskreditnehmer – sowohl für neue Programme als auch für Maßnahmen zum Abbau von Verschwendung – und werde sie in die Haushaltsoptionen für die Regierung einfließen lassen. Die endgültige politische Entscheidung liege bei Regierung und Parlament, sagte er.

Nazare verknüpfte die Frage mit den Ratingagenturen. Rumänien müsse vor den ersten Überprüfungen Anfang 2027 einen glaubwürdigen Haushalt vorlegen – er nannte Fitch im Januar, Moody's im Februar und S&P im März. Andernfalls, warnte er, drohe eine Herabstufung und das Land könne seinen Investment-Grade-Status verlieren. Er sagte zudem, er wolle einer Entscheidung nicht vorgreifen, solange nicht alle Minister ihre Haushaltsprojektionen für 2027 eingereicht hätten.

Zinslast steigt

Nazare sagte, Rumänien zahle in diesem Jahr bereits mehr als 60 Milliarden Lei an Zinsen und werde 2027 voraussichtlich mehr als 70 Milliarden Lei zahlen. Er brachte die Abweichungen von den angekündigten fiskalischen Zielen mit höheren Kreditkosten in Verbindung. Das Land könne es sich nicht leisten, den Ratingagenturen einen Haushalt vorzulegen, dem es an Glaubwürdigkeit mangele.

Keine Grundsteuer nach Marktwert 2027

Nazare sagte, es sei nicht geplant, die Grundsteuer 2027 auf Basis des Marktwerts zu erheben. In der Öffentlichkeit höre er, dass diese Gefahr bestehe, doch er habe öffentlich erklärt, dass sie nicht zur Anwendung komme. Die Regelung sei 2022 per Verordnung beschlossen worden, und der entsprechende Meilenstein im Aufbauplan Rumäniens sei nach Gesprächen mit der Europäischen Kommission gestrichen worden, damit zum Jahresende keine Mittel verloren gingen. Die Grundsteuer sei historisch jedes Jahr an die Inflation angepasst worden.

Die PSD hatte bereits am 23. Oktober erklärt, sie unterstütze die zum 1. Januar 2027 geplante Erhöhung auf Marktwertbasis nicht, die nach ihren Angaben die Grundsteuer auf bis zu das 27-Fache des heutigen Betrags treiben könnte. Die Partei datierte die Entscheidung auf 2021 und schrieb sie der Regierung aus PNL und USR zu, die sie ohne vorherige Befassung des Parlaments beschlossen habe.

Rentenindexierung hängt von den Daten ab

Auf die Frage, ob die Renten 2027 indexiert werden könnten, sagte Nazare, er wolle es, doch die Regierung werde entscheiden, sobald die Haushaltszahlen vorlägen.

„Wir werden diese Entscheidung treffen, sobald alle Haushaltsdaten im System erfasst sind.“

Alexandru Nazare, Rumänischer Finanzminister

Nazare sagte, frühere Rentenerhöhungen um 40 Prozent hätten ein Haushaltsungleichgewicht verursacht, das in höhere Inflation gemündet sei, die die Schwächsten am härtesten getroffen habe. Auf die Frage, ob eine Erhöhung um mehr als 5 Prozent ab dem 1. Januar 2027 möglich sei, sagte er, die Frage müsse geklärt werden, sobald die Zahlen auf dem Tisch lägen.

„Das wird entschieden werden müssen, wenn wir die Zahlen auf dem Tisch haben.“

Alexandru Nazare, Rumänischer Finanzminister

Arbeitsminister Florin Manole (PSD) beharrt darauf, dass die Renten indexiert werden müssen, während Rumänien sein Defizitziel einhält. Laut Manole hängt die Höhe von den Daten des Nationalen Statistikinstituts, den Wirtschaftsprognosen und den Haushaltsmitteln ab und werde mit dem Finanzministerium und dem Premierminister entschieden. Die fehlende Indexierung in den vergangenen zwei Jahren habe die Kaufkraft der Rentner gesenkt; er nannte das eine Ungerechtigkeit.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Bukarest · Rumänien

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