StrangDer Krieg in der Ukraine und seine Grenzen

Diplomatie · Atlanta und Miami

Rubio sagt G20-Gruppenfoto ab, weil Sikorski nicht mit Lawrow posieren will

Die Vereinigten Staaten haben das Gruppenfoto beim Treffen der G20-Außenminister in Atlanta abgesagt, nachdem europäische Diplomaten Einwände dagegen erhoben hatten, sich mit Sergei Lawrow ablichten zu lassen. Lawrows Reise in den US-Bundesstaat Georgia dauerte mehr als 20 Stunden, weil die russische Delegation den Luftraum von Ländern meiden musste, die Moskau als unfreundlich bezeichnet.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von rmf24.pl, Rzeczpospolita, polsatnews.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Martin Lahousse, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 29. Oktober 2026, AbendRubio entscheidet, das Gruppenfoto abzusagen
  2. Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 2026Die russische Delegation erreicht den Bundesstaat Georgia
  3. 30. Oktober 2026Sikorski erklärt, es werde kein gemeinsames Foto mit Lawrow geben

Gruppenfoto in Atlanta abgesagt

Die Vereinigten Staaten haben das traditionelle Gruppenfoto der G20-Außenminister in Atlanta abgesagt, nachdem sich mehrere europäische Diplomaten geweigert hatten, neben dem russischen Außenminister Sergei Lawrow zu stehen. Zwei US-Beamte, die der Associated Press unter der Bedingung der Anonymität Auskunft gaben, berichteten, einige der Europäer hätten damit gedroht, die Zeremonie zu verlassen, falls sie zu einem Foto mit ihm gezwungen würden. Außenminister Marco Rubio traf die Entscheidung am Donnerstagabend, 29. Oktober, in der Einschätzung, der Streit würde die Aufmerksamkeit von den Kernthemen des Treffens abziehen. Rubio leitet die Gespräche, die bis Freitag, 30. Oktober, und Samstag, 31. Oktober, dauern.

Lawrows lange Reise

Lawrow erreichte das Treffen nach einer mehr als 20-stündigen Reise, wie russische Medien am Freitag unter Berufung auf die Moscow Times berichteten. Nach Angaben von TASS wurde die Route verlängert, um den Luftraum von Staaten zu meiden, die Moskau als unfreundlich einstuft; nach russischer Darstellung gehören dieser Gruppe 49 Länder an, überwiegend Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die Delegation erreichte den Bundesstaat Georgia in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte, die Delegation habe Schwierigkeiten bei der Beschaffung von US-Visa gehabt, die erst in letzter Minute gelöst worden seien. Sie deutete an, diese Schwierigkeiten könnten darauf hindeuten, dass nicht jeder in Washington mit dem Besuch zufrieden sei.

Kritik in Washington

Der republikanische Kongressabgeordnete Don Bacon sagte, Lawrow dürfe die Einreise in die Vereinigten Staaten nicht gewährt werden; Lawrow steht wegen der russischen Aggression gegen die Ukraine unter Sanktionen. Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen sagte, Präsident Donald Trump solle echten Druck auf Wladimir Putin ausüben, statt auf US-Boden den Vertrauten Putins einen roten Teppich auszurollen. Reuters berichtete unter Berufung auf vier mit der Sache vertraute Personen, Vertreter des Pentagon hätten einige NATO-Verbündete gebeten, ihre Aussagen zur russischen Bedrohung abzumildern. Die Bitten hätten Litauen, Lettland und Estland erreicht, und Elbridge Colby sei als einer der Übermittler genannt worden. Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme zu vertraulichen Gesprächen zwischen Verbündeten ab.

Sikorskis Haltung

Der polnische Vize-Regierungschef und Außenminister Radosław Sikorski sagte am Freitag vor Journalisten in Atlanta, es werde kein gemeinsames Foto mit Lawrow geben. Er nannte Lawrows Anwesenheit unangenehm und sagte, Russland gehöre internationalen Organisationen an, die Regeln hätten, die die Mitglieder befolgen müssten. Auf die Frage nach den berichteten US-Anregungen, den Ton gegenüber Moskau abzumildern, verwies Sikorski auf einen russischen Angriff auf den Bahnhof in Dnipro am selben Tag. Er sagte, er wünsche sich, dass jemand erkläre, wie man auf die Tötung von rund einem Dutzend Fahrgästen dort reagieren solle, und fragte, wie man es vermeiden könne, gegen einen Krieg zu protestieren, der bereits mehr als eine Million Opfer gefordert habe.

„Ich bin nicht der Einzige, der kein Foto mit Lawrow will.“

Radosław Sikorski, Polnischer Vize-Regierungschef und Außenminister

Sikorski sagte, die Entscheidung des Gastgebers, das Foto nicht abzuhalten, sei die richtige gewesen. Auf die Frage, welche Botschaft er an Lawrow richten würde, wiederholte er die, die er bereits bei den Vereinten Nationen übermittelt hatte.

„Genug, fünf Jahre blutiger Krieg, das ist genug.“

Radosław Sikorski, Polnischer Vize-Regierungschef und Außenminister

Polens Agenda und wie es weitergeht

Sikorski dankte der US-Seite für die Einladung und nannte die Themen der Tagesordnung: Freiheit der Schifffahrt, Zugang zu Nahrungsmitteln und Energiefragen. Er sagte, Polen habe zu allen drei Punkten viel zu sagen, und betonte, der Schutz der Unterwasserinfrastruktur in der Ostsee sei Polen besonders wichtig. Er wies darauf hin, dass ukrainisches Getreide Ägypten und andere Länder nicht erreiche – einer der Gründe, die er für die Beendigung der russischen Aggression anführte. Sikorski sagte, Polen wolle sich in Atlanta als einflussreicher Vertreter seiner Region präsentieren. Das Treffen soll einen G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs im Dezember vorbereiten, den Trump in seinem Golfclub in Miami ausrichten wird. Ob Putin Trumps Einladung zu diesem Gipfel annimmt, ist noch nicht bekannt.

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Quellen und Kontext

Atlanta, Miami · Vereinigte Staaten

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