Wohnen · Barcelona

Mieten in katalanischen Kappungszonen steigen um 0,7 %, während Barcelona seit der Obergrenze 2024 um 4,4 % fällt

Die Mieten in den Kappungszonen Kataloniens sind in den zwei Jahren seit Inkrafttreten der Obergrenze um 0,7 % gestiegen, während der Durchschnitt in Barcelona um 4,4 % sank. Das zeigen Daten der Generalitat, die am Montag, 2. November 2026, veröffentlicht wurden. Die Wohnungsbaurätin erklärte, die Regelung funktioniere wie geplant, allerdings waren die Netto-Neuabschlüsse von Mietverträgen in Barcelona so niedrig wie in keinem zweiten Quartal seit 2019.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Barcelona · Spanien
Wie es dazu kam
  1. März 2024Mietpreisobergrenze tritt in den angespannten Zonen in Kraft
  2. Dezember 2025Preisregeln für Saison- und Zimmermieten treten in Kraft
  3. August 2026Kontrollbehörde Dirección General de Disciplina geschaffen
  4. 2.11.Generalitat veröffentlicht Mietdaten für Q2 2026

Mieten in Zonen mit und ohne Obergrenze

Die Generalitat veröffentlichte am Montag, 2. November 2026, ihre Zahlen für das zweite Quartal 2026, die auf bei Incasòl hinterlegten Mietkautionen beruhen. Die durchschnittliche Miete in Katalonien lag bei 877,81 Euro im Monat. In den angespannten Zonen, in denen die Obergrenze gilt, betrug sie 894,05 Euro, gegenüber 648,22 Euro in Gemeinden außerhalb des Regimes. In der Stadt Barcelona lag der Durchschnitt bei 1.140,89 Euro.

Durchschnittliche Monatsmiete, Q2 2026Euro pro Monat
Katalonien insgesamt
877.81 Euro pro Monat
Angespannte Zonen (gedeckelt)
894.05 Euro pro Monat
Nicht angespannte Zonen
648.22 Euro pro Monat
Stadt Barcelona
1140.89 Euro pro Monat

Daten aus dem Artikeltext

Der Anstieg um 0,7 % in den angespannten Zonen vergleicht die Mieten mit dem ersten Quartal 2024, bevor die Obergrenze im März 2024 in Kraft trat. Im Jahresvergleich stiegen die Mieten in diesen Zonen um 2,6 % und liegen damit weiterhin unter der Inflationsrate von 3,2 %, die das INE für Juni nannte. Gemeinden außerhalb des Regimes verzeichneten einen Anstieg um 11 %, und die Durchschnittsmiete in Barcelona, die im Jahresvergleich um 0,5 % zulegte, liegt 4,4 % unter ihrem Niveau vor der Obergrenze. Die Rätin Sílvia Paneque präsentierte die Zahlen als Beleg dafür, dass die Regelung wirkt, und sagte:

„Wir beobachten eine Eindämmung in den angespannten Zonen und sehen im Gegensatz dazu, dass die Gemeinden außerhalb dieser Zonen einen sehr deutlichen Anstieg verzeichnen.“

Sílvia Paneque, Katalanische Wohnungsbaurätin

Barcelona: kleinere Wohnungen und ein nahezu stagnierender Vertragsmarkt

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Barcelona erreichte im zweiten Quartal 17,13 Euro im Monat, der höchste Wert der historischen Reihe, und stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,4 %, mehr als die Inflationsrate von 3,2 %. Im selben Zeitraum sank die durchschnittliche Wohnfläche der Mietwohnungen seit Inkrafttreten der Obergrenze von 75 auf 71 Quadratmeter, wie El Mundo berichtet. Die Incasòl-Daten zeigen 7.845 neu abgeschlossene Mietverträge in Barcelona im Quartal gegenüber 7.757 beendeten, ein Nettosaldo von 88. Das ist der niedrigste Saldo eines zweiten Quartals seit 2019, nach Nettosalden von 2.596 im Jahr 2023, 421 im Jahr 2024 und 348 im Jahr 2025.

Netto-Neuabschlüsse von Mietverträgen in Barcelona, Q2 2023–2026Verträge
Q2 2023
2596 Verträge
Q2 2024
421 Verträge
Q2 2025
348 Verträge
Q2 2026
88 Verträge

Daten aus dem Artikeltext

In ganz Katalonien wurden 26.449 Verträge abgeschlossen und 23.937 beendet, ein Nettozuwachs von 2.512, 227 mehr als im zweiten Quartal 2025. Paneque bestritt, dass die Obergrenze das Angebot verringert habe, und sagte, die Zahlen widerlegten dieses Argument. Immobilienmakler beklagen, die Maßnahme führe zu weniger neuen Mietverträgen – eine Sichtweise, die die Generalitat zurückweist.

Saisonmieten, Zimmervermietung und Kontrollen

Die Zahl der Saisonmietverträge sank im zweiten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 40,2 %, also um 963 Verträge, nach einem Rückgang von 32 % im ersten Quartal. Die Preisregeln für Saison- und Zimmermieten gelten seit Dezember 2025. Paneque sagte, viele dieser Wohnungen seien in die ebenfalls regulierte Zimmervermietung gewechselt, und die Regierung sehe diese Verschiebung als mögliche Öffnung für Verstöße. Sie sagte zudem, die Daten zeigten einen starken Rückgang bei Verträgen zur Zwischennutzung, und erklärte:

„wir sehen eine sehr deutliche Verringerung der Verträge zur Zwischennutzung, um rund 40 %“

Sílvia Paneque, Katalanische Wohnungsbaurätin

Die im August geschaffene Dirección General de Disciplina verfügt über 50 Prüferinnen und Prüfer bei einem Ziel von 100 und hat 600 Kontrollen durchgeführt. Sie hat 45 Sanktionsverfahren eröffnet und schlägt Geldbußen von 1.300.000 Euro vor; die Zimmervermietung gehört zu ihren Prioritäten. Paneque schränkte ein, dass jede Sanktion noch Zeit brauche, weil das System stark auf Rechtssicherheit ausgerichtet und die Verfahren lang seien.

Gesetz gegen spekulativen Wohnungskauf stockt im Parlament

Präsident Salvador Illa sagte, die Vereinbarung mit den Comuns sei nicht gebrochen und die Ziele blieben dieselben, räumte aber ein, dass Bestimmungen überarbeitet worden seien, die der Consell de Garanties Estatutàries als möglicherweise verfassungswidrig eingestuft hatte. Jéssica Albiach, Vorsitzende der Comuns, warf ihm vor, den Zweck des Gesetzes zu verändern, indem er nur die Nutzung von Wohnungen beschränke, die große Eigentümer kauften, statt die Anhäufung durch andere Eigentümer einzudämmen. Sie sagte:

„Die Regierung sagt, sie könnten so viele Wohnungen kaufen, wie sie wollen, aber sie müssten für die dauerhafte Vermietung genutzt werden.“

Jéssica Albiach, Vorsitzende

Jede Partei hat ihre Änderungsanträge getrennt eingereicht, sodass der Gesetzentwurf im Plenum scheitern würde, falls nicht in letzter Minute eine Einigung zustande kommt. Albiach argumentierte zudem, bestehende Regeln würden nicht durchgesetzt, und verwies auf zwölf Sanktionen in zwei Jahren. Der jüngste Vorschlag der Regierung verlangt, dass erworbene Wohnungen als dauerhafter Wohnsitz genutzt werden, und will touristische Nutzung, Saisonvermietung und Zimmervermietung in Gemeinden verbieten, die den Wohnungsnotstand ausgerufen haben, ohne zu begrenzen, wie viele Wohnungen ein Eigentümer kaufen darf.

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