Wohnen · Madrid und Barcelona

Cáritas: 50,6 Prozent der Mieter in Spanien fehlt das Einkommen für ihre Wohnung

Der am Mittwoch, 28. Oktober 2026, vorgestellte Bericht von Cáritas und FOESSA kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass sieben von zehn Mietern keine Finanzierung für den Kauf erhalten, während 266.435 Menschen, die die Organisation 2025 unterstützte, Zimmer mieteten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, El Periódico, El Confidencial und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Barcelona · Spanien

Jeder zweite Mieter kann sich die Wohnung nicht leisten

Der Bericht von Cáritas Española und der Fundación FOESSA mit dem Titel „La vivienda imposible“ wurde am Mittwoch, 28. Oktober 2026, vorgestellt. Sein zentrales Ergebnis: 50,6 Prozent der Menschen, die zur Miete wohnen, hätten nicht genug Einkommen, um sich dieselbe Wohnung zu leisten, weil keine Miete unter der 30-Prozent-Schwelle der Belastung durch ihre Mittel bleiben würde. Der Bericht stellt fest, dass dieselbe Enge auch den Kauf blockiert: Sieben von zehn Mietern können die für einen Kauf nötige Finanzierung nicht erhalten. Haushalte, die diese Prüfungen nicht bestehen, werden in Zimmer, Untermiete, informelle Arrangements oder Wohnungen in schlechtem Zustand gedrängt. Der Bericht nennt junge Haushalte, Alleinerziehende, Migranten, Haushalte mit geringer Erwerbsintensität sowie Haushalte mit unzureichenden oder schwankenden Einkommen als die am stärksten Betroffenen.

Zimmermiete und rechtliche Unsicherheit

Cáritas zählte 266.435 Menschen, die sie 2025 unterstützte – jeder vierte der von ihr Betreuten –, die als Wohnlösung auf die Miete von Zimmern zurückgegriffen hatten. Thomas Ubrich, Soziologe im technischen Ausschuss von FOESSA, sagte, die Zimmermiete sei zu einem der Mittel geworden, mit denen aus dem regulären Markt verdrängte Familien über die Runden kämen, oft mit schwachen oder informellen Verträgen und mit der Tendenz, sich in die Länge zu ziehen. Cáritas warnte, dass informelle Untermiete schwerwiegende Folgen habe, angefangen bei der rechtlichen Unsicherheit, weil solche Arrangements in der Regel keinen förmlichen Mietvertrag hätten. María González Dyne, Generalsekretärin von Cáritas Española, fasste das Problem weiter:

„Die derzeitige Krise des Zugangs zu Wohnraum und seiner Erhaltung stellt für Millionen Menschen eine strukturelle Barriere dar.“

María González Dyne

Sie verwies zudem auf eine tiefe und nicht tragbare Kluft zwischen Marktpreisen, Haushaltseinkommen und einem Mangel an bezahlbaren sozialen Wohnungsangeboten.

Hypotheken und das Mietangebot

Auch die Hypothekennachfrage sinkt. El País berichtet unter Berufung auf Daten der Europäischen Zentralbank, dass die Hypothekenanträge in Spanien um 40 Prozent zurückgingen, verglichen mit 30 Prozent im Vorquartal und 27 Prozent im Euroraum insgesamt. Höhere Leitzinsen stecken hinter den teureren Krediten, und die Banken haben die Kosten für die Vermittlung einer Hypothek erhöht, ohne ihre Anforderungen an die Kunden zu verschärfen. Derselbe Bericht erwartet in den kommenden drei Monaten eine weitere Verschärfung.

Rückgang der Hypothekenanträge laut EZB%
Spanien, aktuelles Quartal
40 %
Spanien, Vorquartal
30 %
Euroraum im Durchschnitt
27 %

Daten aus dem Artikeltext

Auf der Angebotsseite sprach Rosa Gallego, Vorstandsvorsitzende von Q-Living, beim Renta Housing Forum, das von der Grupo Planner organisiert wurde. Sie sagte, ihr Unternehmen unterzeichne keine neuen Mietverträge, bis absehbar sei, wie mit dem Dekret umgegangen werde, und sie beschrieb einen „perfekten Sturm“ aus regulatorischer Feindseligkeit, steigenden Zinsen und dem Rückzug institutionellen Kapitals.

„Ich unterzeichne keine Verträge, bis wir sehen, was bei der Verabschiedung des Dekrets passiert.“

Rosa Gallego

Javier Rodríguez-Heredia, geschäftsführender Gesellschafter von Azora, nannte die Lage beim selben Forum einen „Wohnungsnotstand“ und schlug einen 15-jährigen Staatspakt vor, um die Bodenverwaltung aus dem Wahlzyklus herauszunehmen.

Prominente und Proteste

Der Journalist Marc Giró, 52, nutzte seine laSexta-Sendung Cara al show für das Argument, kleine Vermieter seien nicht die eigentliche Geschichte. Er sagte, sein Vermieter habe bei einer Vertragsverlängerung seine Miete um 300 Euro erhöht, und er zitierte Daten der Banco de España, denen zufolge 92 Prozent der Mietwohnungen Privatpersonen gehören, wobei 76 Prozent dieser Vermieter eine Mietwohnung und 15 Prozent zwei besitzen. Gabriel Rufián, ERC-Sprecher im Kongress, sagte gegenüber Salvados, ab der dritten Wohnung könne man bereits von Anhäufung oder Spekulation sprechen. Die Schauspielerin Amparo Larrañaga, 63, sagte in der TVE-Sendung Sukha, ihr 27-jähriger Sohn, der sich dem Camp an der Puerta del Sol in Madrid angeschlossen habe, könne sich trotz Job keine Wohnung leisten.

„Er ist dort, weil er selbst mit dem, was er verdient, keine Wohnung mieten kann. Das ist sein großes Problem.“

Amparo Larrañaga

Streik und Spartipps

Die Wohnungsdebatte ist nach einer viel beachteten Räumung auf die Straße übergegangen, und für den 11. November wurde ein Generalstreik ausgerufen. Dem selben Bericht zufolge hat das CIS den Zugang zu Wohnraum seit 22 Monaten als Hauptsorge der Spanier ermittelt. Montse Cespedosa, Hypothekenberaterin, sagte im Podcast Tengo un Plan, viele Menschen könnten weder kaufen noch die gängigen Preise zahlen. Sie forderte Käufer auf, die Ausgaben für Urlaub, teure Handys und Getränke zu senken und Ersparnisse in Festgeldern oder Fonds zu parken.

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